Daniel Schwingenheuer (00:01.251)
Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge alle guten Dinge rufen und Daniel am Start. Schön, dass ihr auch mit dabei seid. Heute morgen, wir sind aufgewacht. Plötzlich unser großer hatte so einen Punkt am Auge. Und ich habe erst gedacht, irgendwie Dreck oder so von gestern noch passiert ja manchmal. Gerade im Sommer, wenn die viel draußen spielen. Nudel war es nicht. Es war wirklich schwarzer Punkt. Und je mehr wir dann hingeschaut haben, haben wir irgendwann gedacht, also wir hatten noch nie eine Zecke bei unserem Kind. Aber ist das vielleicht eine Zecke?
Rouven (00:05.676)
Hallo zusammen!
Rouven (00:17.577)
Nudel.
Daniel Schwingenheuer (00:30.828)
Und dann letztendlich haben wir gedacht bei einer Zecke und gerade das war direkt am Auge da wo sonst immer der Schlafstand sitzt, wir gedacht am besten jetzt auch nicht zu viel dran rumfummeln, damit die Kinderärztin angerufen haben, Termin gemacht und plötzlich geht der Finger von unserem Großen ins Auge, zack runtergezogen und dann haben wir das Ding angeschaut und es sah aber tatsächlich, es sah weiterhin aus wie eine Zecke für uns. Wir haben uns eingepackt in so eine kleine Tüte, sind zur Kinderärztin gefahren und die hat sich das auch angeschaut und gesagt, es könnte tatsächlich wirklich eine Zecke sein.
Rouven (00:36.59)
Hm.
Rouven (00:51.639)
Okay.
Daniel Schwingenheuer (00:59.538)
Letztendlich ist halt abgezogen worden, muss man jetzt abwarten, hoffentlich passiert nicht mehr. Aber ich hab noch mal so gedacht, das ist was, ich einfach gar keinen Bock drauf habe, dass wir jetzt auch hier in so einer Zeckenregion leben. Das ist natürlich für all diejenigen, die jetzt vielleicht zuhören aus Österreich oder aus Bayern oder so, die denken sich auch, seit Jahren Zeckenregion, das machen wir immer, die Kinder absuchen. Aber ich denke mir halt so, jedes Mal, wenn man im Sommer draußen war, hinterher die ganzen Kinder absuchen. Herzlichen Glückwunsch.
Aber er ist wohl nötig. Mist.
Rouven (01:30.71)
Also erstmal drück die Daumen, dass natürlich, dass das alles gut ist und dass es sich jetzt irgendwie entzündet oder irgendwas. Wir haben das aber auch, wir als Waldfacher bei der Kita, haben auch gesagt, lange Kleidung zu. Also im Wald ist auf jeden Fall hier auch Zeckengefahr, dass man gucken muss. Also wenn es natürlich auch ist, wenn du nur ein bisschen durchs Gras läufst im Sommer in der Wiese.
Daniel Schwingenheuer (01:35.811)
Das sieht alles gut aus.
Daniel Schwingenheuer (01:52.624)
Ja, also übrigens für all diejenigen, jetzt zuhören, hier ist in Nordrhein-Westfalen. Wir wohnen beide in Köln. Also, das sollten wir vielleicht noch mit dazu sagen. Also hier ist einfach eine Region, da war nie Zeckengebiet. das kommt halt so als Aufgabe auch noch obendrauf. Wenn du da mit Kindern den ganzen Tag unterwegs warst, alle kommen sowieso super müde nach Hause, vielleicht einen total schönen Tag am See gehabt, aber irgendwann ist halt einfach zappendust und wenn du dann alle Kinder noch überall absuchen musst. Naja.
Das nur als Einstieg in diese Folge.
Rouven (02:25.269)
lustigerweise. Es ist jetzt kein Wettbewerb, aber ich habe auch eine Arzt-Story mitgebracht, denn meine Große hatte heute eine Bügelperle in der Nase, die nicht mehr rausging. Scheinbar passiert das öfter als man denkt. Und meine Frau hat mir dann geschrieben, ja, oder hat angerufen, ich fahre gerade im Meeting, wenn es dringend ist, komme ich raus, aber sonst, vielleicht kurz schreiben.
Daniel Schwingenheuer (02:28.624)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (02:36.949)
Was?
Daniel Schwingenheuer (02:41.078)
Okay?
Rouven (02:52.17)
Und dann schreibt sie ja, nee, alles gut so weiter, aber die Groß hat halt eine Bügelperle in der Nase. geht die jetzt mal abholen. Die war so weit drin, dass sie dann zum HNO gefahren ist. hat die dann wieder mit der Zange rausgeholt. Da stellte sie auch die Frage, so Kind, wann ist das passiert? Das passiert öfter. Und die vom HNO haben gesagt, sie würden sich wünschen, dass sie nicht unbeaufsichtig mit Bügelperlen spielen dürfen, die Leute. Also die Kitties.
Daniel Schwingenheuer (03:01.987)
Nö.
Daniel Schwingenheuer (03:06.191)
Scheiße.
Daniel Schwingenheuer (03:15.375)
Hehehehehe
Rouven (03:17.866)
Weil das sehr oft passiert, weil so eine Bügelperle ihren Weg nach oben findet.
Daniel Schwingenheuer (03:23.561)
der Omaner. Ja Gott sei dank ist nicht mehr passiert. Gott sei dank ist es auch wieder draußen und dann können wir reinstarten hier in diese Folge. Wir wollen heute mit euch über ein Thema sprechen, das von mir kommt. Ich habe nämlich darüber nachgedacht über soziale Isolation. So habe ich es genannt. Das habe ich irgendwie bei mir selbst beobachtet und ich erzähle euch kurz woher es kommt. Also bevor ich Kinder bekommen habe, ich so dieser No Notification.
Rouven (03:25.446)
Ja.
Rouven (03:30.218)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (03:47.951)
Also Apps zeigen ja oben an, wie viele Sachen ungelesen sind. Die E-Mail-App, die WhatsApp-App, immer ist oben der Kreis, wie viele Sachen ungelesen sind. Und ich war immer der Typ, dass ich gedacht habe, ich will das nicht. Ich mag das, wenn da kein roter Kringel ist und da nichts drin steht. Genauso sollte es sein. Und ich habe immer alles sofort abgearbeitet, immer sofort geantwortet. Und dazu gehört auch, dass ich mich in regelmäßigen Abständen bei Menschen gemeldet habe.
und auch immer recht schnell geantwortet habe, wenn mir jemand geschrieben hat und so war ich, bevor ich Kinder bekommen habe. Wie war das bei dir?
Rouven (04:25.288)
Ich würde sagen auch also sehr ähnlich vor allem jetzt mal whatsapp sms oder wenn noch jemand sms geschrieben hat oder so so themen direkt abgearbeitet email war schon eher dass das manchmal so dreistellig vierstellig wurde manchmal da kommt auch so viel dresd rein ja das ist ja du kriegst ja irgendwelche sachen dann dann schreibt amazon ich habe verschickt
Daniel Schwingenheuer (04:39.727)
Vierstellig! Wow!
Rouven (04:44.84)
Ich schicke noch mal, es kommt jetzt an, gleich kommt eine, dass abgibt, dass wir sechs E-Mails bekommen und irgendwann nächste Sonne. Ja, komm, ist auch egal. Aber bei so normaler Mensch to Mensch Kommunikation war auch, dass man sagt, das kriegt man aufgeräumt und schaut, dass man so spätestens am Abend geantwortet und eigentlich sofort, weil man die Zeit dafür hatte.
Daniel Schwingenheuer (05:03.855)
Ja, so und ihr merkt schon worauf ich hinaus möchte, dann kamen die Kinder. Und damit hat sich irgendwie alles verändert und ich habe im Vorfeld dieser Folge habe ich versucht das so ein bisschen zu analysieren. Wenn wir uns das Ganze mal so ein bisschen vorstellen wie so eine Pyramide an der Spitze ist alles was super wichtig ist. Also Familie, Partner, Partnerin, Menschen die einem einfach extrem wichtig sind und die bekommen und die fordern natürlich auch.
viel Zeit und viel sich darum kümmern, antworten, wenn es jetzt digital ist und so weiter. Und einfach die Menschen, die einem wichtig sind, der engste Kreis, so kann man es vielleicht auch sagen. Und darunter sind dann halt natürlich die Menschen, die einem auch wichtig sind, aber das sind dann halt vielleicht enge Freunde, Freunde. Ganz unten in dieser Pyramide sind dann entfernte Bekannte, die einem nicht so wichtig sind, die aber dafür auch weniger Zeit fordern und so weiter. Und bevor die Kinder da waren,
war es einfach möglich, sich alle Menschen zu kümmern. die einen bisschen mehr, die anderen weniger. Überall konnte man antworten, das war immer alles erledigt. Und gleichzeitig hatte man irgendwie auch noch Zeit, sich selbst zu kümmern. Da waren auch noch so Kapazitäten frei. Und dann kommen Kinder dazu. Und die werden natürlich dann nicht extern von dieser Pyramide oder von den Kreisen behandelt, sondern die werden halt nach ganz oben gestellt. Da sind also... Ja.
Rouven (06:20.902)
Als Diamant obendrauf.
Daniel Schwingenheuer (06:22.79)
Ja genau, die werden ganz oben drauf gesetzt. Die werden noch über das gesetzt, was bisher am allerwichtigsten war und bisher am allermeisten Zeit konsumiert hat. Und das meine ich gar nicht im Negativen, sondern einfach nur mal jetzt analytisch gedacht. Das sind also drei Wesen, also in unserem Fall jetzt jeweils drei Wesen, die halt dann ganz oben sind, ganz viel Zeit fressen. Und danach kommen ja dann die Menschen aus dem allerinnersten Zirkel, also jetzt in dem Fall Eltern, Schwiegereltern, Partnerinnen.
Dann kommen die engen Freunde und dann kommen die weiter entfernten Bekannten und darüber hinaus dann irgendwie die Freizeit. Und man merkt schon, das kollabiert irgendwann. Irgendjemand fällt irgendwo hinten runter. Und ich habe einfach gemerkt, dadurch entsteht für mich so eine Art soziale Isolation, weil diese kleinen Wesen irgendwie schon 90 Prozent der Zeit in Anspruch nehmen. Und den Rest der Zeit
Kommuniziert mal mit den eigenen Eltern, mit den Schwiegereltern, mit einer Partnerin, alles zu koordinieren und spätestens danach ist eigentlich auch schon keine Zeit mehr, anderen Leuten Kontakt aufzunehmen. Oder?
Rouven (07:29.524)
Das wird alles aufgefressen vor allem so in den ersten im ersten Jahr in ersten anderthalb Jahren bleibt einfach nicht viel man hat abends vielleicht mal eine Stunde da ist man aber auch platt wenn die Kleinen anschlafen oder man muss podcast noch machen oder irgendwas dann hängt man halt da drin dann sind ist man irgendwie krass sind es wäre kleines krank und was man hat noch nicht so die Chance sich zu verabreden normalerweise war das ja auch so man hat sich ja mal verabredet
Daniel Schwingenheuer (07:42.088)
Jaja.
Rouven (07:51.843)
geht ja nicht nur dieses, man schreibt mal kurz, wie geht es dir, so was. Das kriegt man ja noch vielleicht zwischen Tür und Angel mal hin. Aber auch einfach, dass man mal wen sieht und auch die Ruhe hat zu sagen, unterhält sich mal, man hört sich mal an, was bei dem so los ist oder bei der so los ist. Diese Ruhe und Muße, die hat man gar nicht, wenn man gar nicht diese Freizeit hat. Also es bleibt mir wirklich am Anfang eine Stunde vielleicht übrig, wenn man seine Sache nicht alles erledigt hat, aber wenn man schon sagt, jetzt ist genug für heute, sagen wir es mal so.
Daniel Schwingenheuer (07:52.488)
Ja, ja.
Daniel Schwingenheuer (08:06.632)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (08:17.53)
Und naja, ich habe auf jeden Fall gedacht, diese soziale Isolation, keiner in zwei Richtungen geht. Das kann ja auf der einen Seite sein, dass man denkt, ja, okay, da fällt was hinten rüber, worauf ich eigentlich, wenn ich ehrlich bin, sowieso schon Jahre gar keine Lust mehr hatte, da jetzt noch zu antworten. wir teilen sowieso nicht mehr so viel im Leben. Es gibt irgendwie so ein paar Leute aus meiner Schulzeit noch, wo man irgendwie so Höflichkeitskontakte noch hatte. Und das ist irgendwie alles liegen geblieben. Die sind zu roten Kreisen an meinen Apps geworden, da habe ich nicht mehr geantwortet.
Und auf der anderen Seite gibt es aber natürlich dann auch diese Beziehungen, die man eigentlich gerne pflegen würde, die einem auch sehr viel wert sind und wo man dann einfach nicht mehr zukommt. Und das tut einfach weh. Das tut einfach weh und das ist überhaupt gar nicht wertend gemeint, weil es völlig klar ist, dass die Kinder ganz oben stehen. Und ich finde, es sollte auch so sein, dass Kinder ganz oben stehen. Und trotzdem ist das ja was, was einem dann irgendwie Jahre und Jahrzehnte viel bedeutet hat, mit dem besten Kumpel mal Motorrad fahren zu gehen oder irgendwie so. Und es ist einfach dann
keine mehr dafür. Man schafft es nicht so viele wirklich enge Beziehungen, Freundschaften außerhalb dieser Familie zu pflegen. Oder wie viele sind das bei dir? Also wenn ich das Hochzeitsesist mein bester Freund zu dem habe ich noch Kontakt, wesentlich weniger als vorher, was so real live Kontakte angeht, weil wir nicht essen gehen können, weil wir Urlaube, keine Wochenenden wegfahren können und so. Wir treffen uns so mal und gehen mal einen Kaffee trinken und letztendlich bist du das jetzt noch, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob wir so viel Kontakt hätten.
wenn wir nicht in der exakt gleichen Situation wären und diesen Podcast machen würden. Und darüber hinaus, es ist nicht mehr so viel, ist kein Platz mehr für andere Menschen, die sonst so ab und an mal da waren.
Rouven (09:58.08)
Es ist auch glaube ich muss man dazu sagen ganz normal, denn die Priorität schifftet sich. Und um auf deinen Fall zurück zu kommen, bei mir sind so zwei, drei gute Freunde, noch ein bisschen familiäres Umfeld was hier ist. Cousines Cousine mit dem man sich mal trifft und das ist aber halt wirklich schon ein gedampfter Kreis, was man früher überlegt hat. Jetzt ist ja wieder WM, dass man da hat man sich getroffen spontan mit 25 Leuten oder 20 Leuten.
Daniel Schwingenheuer (10:01.515)
Jaja, absolut, absolut.
Rouven (10:26.085)
Das waren Freunde, mit denen man abends gefeiert hat. Das sind alles nette Leute. man hat auch ein anderes Lebensmodell. Selbst wenn man die Zeit hätte, würde es vielleicht gar nicht passen. Ich hatte letztens auf dem Geburtstag, das war ganz nett, die haben selber keine Kinder, die haben einen Person eingeladen, dass sie gesagt haben, sie laden von 2 Uhr mittags bis nachts ein. Das halt auch Freunde mit Kindern, die hatten viele Freunde mit Kindern auch. Aber dann sehe ich gar nicht, die Freunde sind auf die Party eingeladen.
Daniel Schwingenheuer (10:48.196)
Ja. Ja.
Rouven (10:54.697)
Ich mit den Großen hingefahren, aber ich sehe die alle nicht, weil die alle erst 9 oder 10 kommen. Weil die dann sagen, die Party geht erst 9 oder 10 mich. Vorher haben wir noch ausgeschlafen und haben noch was gemacht. Dadurch ist man in einem ganz anderen Lebensmodell. Und ist man vielleicht, die haben vielleicht nicht so den... Was ist die Lust? man nimmt an, die haben gar nicht so das Interesse, die bei riesigen Bohal mit den Kiddies groß dabei sein wollen.
Daniel Schwingenheuer (11:00.324)
Ja.
Rouven (11:23.216)
Und andererseits hat man selber halt auch nicht so die Ruhe und muss sich dann vielleicht alltägliche Dinge zu kümmern, wo man sagt, das ist für mich gar nicht von der Wichtigkeit mehr so verständlich. Jeder hat so seine eigene Priorität in seinem Leben und was für ihn wichtig ist. Und wenn du halt mit drei Kittys unterwegs bist und eins ist krank und Kita und so, dann erzählt dir dann, dass er irgendwie das neue Handy nicht bekommen hat, weil das ausverkauft war, dann denkst du dir so, jaaa. Das war jetzt kein Beispiel, also das ist mir jetzt ein generiertes Beispiel. Wo er sagt,
Daniel Schwingenheuer (11:34.851)
Ja, klar.
Rouven (11:52.109)
Das ist einfach eine andere Phase gerade im Leben, man ist. Und deswegen lösen sich auch gewisse Sachen, glaube ich, Oder kommen zur Ruhe. Lösen sich nicht auf, die kommen einfach zur Ruhe für eine gewisse Zeit.
Daniel Schwingenheuer (11:55.3)
Ja, exakt.
Ja, ja. An der Stelle mal, also ich möchte gerne nochmal sagen, dass das alles überhaupt gar nicht wertend gemeint ist. Ich glaube nur, ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, für mich klar zu bekommen, was gerade eigentlich hier passiert und warum ich da gerade nicht antworte, warum ich vielleicht auch manchmal keine Lust habe zu antworten, weil mir andere Dinge in dem Moment wichtiger sind. Und ich dachte, dass vielleicht der eine oder andere von euch das auch komplett nachempfinden können und jetzt in diesem Moment vielleicht auch merken, wie normal das ist und dass es halt anderen Leuten genauso geht und das
Das Ganze mit dieser Zeit, das ist ja wirklich so ein absurder Zwiespalt, weil man hat so Zeit für eigenes Hobby, gleich Null. Zeit am Smartphone ist auch, solange die Kids wach sind, vielleicht nicht gleich Null, aber vielleicht gleich 0,5, weil man will ja auch ein Vorbild sein und ich versuche immer, wenn meine Kinder mit dabei sind, das Handy zur Seite zu legen und vielleicht dann in der Küche zu antworten, wenn mal irgendwie was ist oder so. Aber so wie früher halt einfach die ganze Zeit am Handy hängen und irgendwie überall antworten, dass
Das funktioniert halt mit Kindern auch nicht mehr so einfach, man irgendwie jetzt nicht die ganze Zeit vor einem Kind am Smartphone hängen möchte. Auf der anderen Seite, und das ist irgendwie auch so absurd, ich hätte in den letzten drei Jahren, glaube ich, mehr Zeit als jemals zuvor gehabt, mich mit Kindern mit jemandem zu treffen. Also das ist halt das Ding, weil nach der Kita oder jetzt mit unseren Zwillingen, die noch alleine sind und so, man verbringt dann so viel Zeit mit den Kindern, wenn jemand sagt, ich habe Bock auf Kinder, wann wollen wir uns treffen?
Jeden Tag, wann immer ihr wollt, also könnt vorbeikommen. Wenn ihr Bock auf Kinder habt, ist überhaupt gar kein Thema. Also wer will, kann mich immer sehen. Nur halt zu anderen Konditionen. Das hat sich verändert, oder?
Rouven (13:39.367)
Wenn man sagt, jemand hat Lust noch zum Abend dazuzukommen, da wird so ein bisschen wilderes Abendessen, die Kittys kommen aus der Kita, hier ist Trubel und die sind jenes, dann hat man eigentlich jeden Abend Zeit dafür. Der endet dann halt auch fast früher, das ist dann halt auch nicht, bisschen die Puppen oder so. Und einer ist dann weg, Kinder ins Bett bringen und alles, ja, das geht auch. Und wo du eben sagst, man muss sich dann gewöhnen, ich komme jetzt so langsam in die Phase, dass es wieder besser funktioniert, dass man mal rausgehen kann, dass man mal sich treffen kann und das wieder ein bisschen Luft.
dazu kommen. Ich habe letztes glaube ich erzählt, dass wir uns jetzt aufteilen, mit dem ins Bett bringen, dass man sich abwechselt. Das kam jetzt aus dem Urlaub hier mit und das kommt dann wieder. Ich glaube, wenn man sich gerade an diese Isolation gewöhnt hat und sagt, bin ich zufrieden mit meiner Ruhe, dann kann man wieder.
Daniel Schwingenheuer (14:20.863)
Jetzt haben alle gecheckt, dass ich nicht antworte und dass ich keine Zeit habe. Jetzt bin ich wieder da. Aber das sind tatsächlich so jetzt die zeitlichen Aspekte, die sich verändert haben und die irgendwie dafür sorgen, dass man sich so ein bisschen sozial isoliert, wobei das natürlich nicht komplett stimmt. Der soziale Kreis ist halt auf weniger Leute beschränkt und nicht so ausladend wie vorher. Also ich habe sehr viele soziale Kontakte, halt immer mit den gleichen Personen.
Rouven (14:25.974)
Richtig.
Daniel Schwingenheuer (14:50.321)
und die sind Teil meiner Familie. dann das, was du gerade schon hast anklingen lassen, es gibt ja eben halt auch diese inhaltlichen Aspekte, wo man dann eigentlich mit Leuten immer auf einer ähnlichen Wellenlänge war, weil ein das auch interessiert hat, wie du jetzt sagst, neustes Handy oder was weiß ich, Fußballspiele oder irgendwie so. Und jetzt gerade
ist einem das so wichtig, dass die Kinder schlafen und dass man immer den gleichen Rhythmus hat, damit das funktioniert, dass einem das völlig egal ist, welches Handy gerade rausgekommen ist und dass einem auch völlig egal ist, wie England gespielt hat. Aber ja, dann trifft man diese Leute und weiß schon, ja, gleich geht es wieder darum und man denkt sich so, ja, weiß ich nicht, ist jetzt gerade, ich habe keine Emotionen mehr zu den Themen. Die Themen sind zwar irgendwie immer noch da, aber man hat halt nicht mehr diese krassen
Emotionen, dass man da mitredet, weil man auch die ganze Nacht vom Apple Store gecampt hat. Und es gibt halt auch so andere Leute, wo man früher immer wusste, okay, wenn ich mich mit dem treffe, dann redet er wieder zwei Stunden darüber, dass beim Golfplatz irgendjemand Ball hat fallen lassen. Und das war früher dann irgendwie so entertaining. Man hat das für zwei Stunden angenommen, ist nach Hause gegangen, hat gedacht, ja, war irgendwie witzig, aber okay. Und jetzt denke ich halt wirklich, nee, wenn ich mir zwei Stunden frei schaufle, dann habe ich
keine Lust darauf, Geschichten jetzt wieder zu hören. Wenn du mir auch nicht zuhörst. Es gibt ja so Leute, dann halt auch dann nicht fragen, wie geht's dir, was sind so deine Thematiken oder so. Sondern die halt dann immer nur von sich reden und ich hab wirklich so aktiv Momente gehabt, wo ich gesagt habe, ne, mach ich jetzt nicht, sag ab.
Rouven (16:26.999)
am gemeinsten dabei noch ist die steigung davon wenn die dann abtun sagen so irgendwie so ja ja Ist ja bestimmt schlimm aber bei mir ist ja was anderes das ist auch viel schlimmer. Okay, also man muss ja man will ja gar kein mitleid man will nur dass der andere sagt okay ich verstehe das Das ist bestimmt auch viel bei dir oder so es gibt so ganz verschiedene typen man merkt das ja immer wieder ich habe freunde die haben ein kind der sagte dann immer so ja ne das ist echt viel bei euch oder irgendwie also man will ja gar kein mitleid aber
Daniel Schwingenheuer (16:34.716)
Ja genau, richtig genau.
Daniel Schwingenheuer (16:43.611)
Ja. Ja.
Rouven (16:55.4)
dass man das schon anerkennt, dass das halt was anderes ist mit Dreien als mit Einem. Oder auch mit keinem oder so. Das ist halt andere Situation. Und da ist man manchmal halt einfach, glaube ich, nicht so ganz kompatibel. Also manchmal ist man Eltern kompatibel, manchmal ist man Kinder kompatibel und manchmal, das merkt man mit den Leuten aus der Kita, mit denen hätte man vielleicht im Leben nichts zu tun gehabt, wenn man keine Kinder hätte. Weiß man nicht. Oder wenn die auch keine Kinder hätten. Und auf der anderen andere, die du halt in einer kindlosen Phase kennengelernt hast. Wo du dann sagst so,
Daniel Schwingenheuer (17:00.539)
Hahaha, ja.
Daniel Schwingenheuer (17:12.251)
Ja.
Rouven (17:25.658)
Gerade eher ja nicht so thematisch inhaltlich und alles.
Daniel Schwingenheuer (17:29.37)
Ja, ja, Und das Absurde ist, es gibt ja Menschen, die schaffen es, diesen Weg mit einem zu gehen, auch wenn sie keine Kinder haben, die sich dann irgendwie so für diese Themen interessieren und die sich da hineinversetzen, halt auch mal da sind. Und mein bester Kumpel hat ja auch ein, zwei Wochen dann in Summe geschlafen, seitdem die Kleinen da sind. Seitdem ist er da halt auch viel mehr drin und macht sich ja doch viel mehr.
Gedanken, was ich ihm sehr, sehr hoch anrechne, weil er sich nämlich in unsere Themen hinein versetzt, obwohl er selbst keine Kinder hat. Zum jetzigen Zeitpunkt kann sich ja noch ändern. Aber das braucht es auf der anderen Seite halt auch, damit man diesen Weg weiter zusammen gehen kann, damit man zusammen irgendwie weiter das Leben leben kann, weil anders funktioniert es nicht. Und man ist als Eltern irgendwie ja dazu gezwungen, den Weg von vorher zu verlassen. Es geht ja gar nicht anders. Also wenn man
für seine Kinder eine Umgebung schaffen möchte, die kindgerecht ist, dann hat man keine andere Wahl als Dinge im Leben einzuschränken. Man kann nicht mehr jeden Abend irgendwo essen gehen, sonst bin ich nicht da als Vater für meine Kinder. Und dementsprechend ist es halt extrem wichtig, dass andere Leute, wenn das weitergehen soll als Freundschaft oder so, diesen Weg halt mitgehen. Und das machen letztendlich nicht so viele Leute. Und die, die es machen, da habe ich großen Respekt vor und das freut mich auch total. Und das sind vor allem auch Menschen, die ich nicht verlieren möchte.
Das passiert aber auch nicht so häufig.
Rouven (18:54.483)
Das ist ja dann so ein positiver Aspekt davon, dass man sagt, es vertiefen sich Freundschaften, es vertiefen sich vielleicht auch Freundschaften, die man vorher gar nicht so hatte so tief. Dann kommt irgendwer dazu, wo man sagt, das war vorher eine lose Bekanntschaft, das war immer ganz nett, man hat sich mal getroffen so und dann trifft man sich irgendwie mit den Kiddies zusammen und die harmonieren gut oder die haben selber ein Kind, zwei Kinder oder irgendwie, also dass sich das so entwickelt, dass man sagt, ach man, die liebt das zusammen.
Daniel Schwingenheuer (19:02.809)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (19:10.521)
Ja.
Rouven (19:20.325)
Aber man weiß das vorher nicht. Man kann da wirklich nicht in die Köpfe gucken. Das ist für alle eine neue Situation. Das ist für die andere Seite auch schwierig. Man sagt, man war immer gut befreundet. Der andere sucht keinen Kontakt mehr oder ist nicht mehr so viel verfügbar. Das ist den anderen auch schade. Die können das meistens nachvollziehen, die Leute. Aber emotional bleibt es erst mal so stehen.
Daniel Schwingenheuer (19:21.912)
Ja, klapp.
Daniel Schwingenheuer (19:36.393)
Ja klar, ja.
Daniel Schwingenheuer (19:41.872)
Klar, und ich möchte mich auch bei allen Leuten entschuldigen, wo ich nicht geantwortet habe und jetzt das Gefühl, boah, der hat sich so krass verändert oder so durch die Kinder. Ja, hab ich wahrscheinlich, aber es ist halt vor allem in dieser Kombination jetzt mit drei sehr kleinen Kindern, es ist so ein krasser Workload, dass ich eigentlich gar nicht das Gefühl habe, dass ich mich von meiner Person her verändert habe. Aber es ist halt einfach für das, was vorher an Interessen da war und dann Kommunikation, ist halt einfach keine Zeit. Es geht einfach nicht.
Das resultat ist letztendlich dann diese soziale isolation die dann passiert und das ist irgendwie doof das wird sich wahrscheinlich auch wieder verändern ihr seid jetzt insgesamt mit den kindern ein Jahr weiter und du sagst jetzt gerade beginnt es wieder so ein bisschen dass es möglich ist und vielleicht einfach eine phase durch die man dann durch muss und Das ist aber auch ganz normal und ich glaube wenn wir jetzt zu den botschaften am ende dieser folge kommen das vielleicht das wichtigste es ist normal dass das passiert und das tut einem manchmal weh aber irgendwann
geht es auch wieder in die andere Richtung. Und wahrscheinlich gibt es irgendwann den Punkt, ich denke, wie schön wäre das, wenn die Kinder noch mal so klein wären.
Rouven (20:52.864)
Das sagt man immer und das hört man immer und ich glaube, dass ich kann jetzt schon wieder anfangen damit zu sagen, boah das war schon krass, wo die noch so ein bisschen kleiner waren. Weil sie jetzt rennen so rum erzählen, machen und tun und das ist auch super und ich freue mich auch und ich hätte sie auch nicht gerne kleiner, muss ich aber sagen. Aber dass man schon merkt, so das war schon irgendwie noch manchmal so ein bisschen noch niedlicher und dann waren sie noch so ein bisschen, oh ja, so tödeliger. Und das kommt dann ganz ganz schnell und auf einmal sind die irgendwie 16 und 18 und dann denkst du dir, was denn jetzt passiert. Deswegen...
Daniel Schwingenheuer (20:55.061)
Jaja.
Daniel Schwingenheuer (20:59.573)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (21:10.037)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (21:19.445)
Ja komm, so alt wollen wir noch nicht sein.
Rouven (21:21.552)
Nein, nein, das ist aber es ist wie bei einem es ist immer eine phase irgendwann geht es durch und ich hätte gesagt wenn es einem wirklich wichtig ist und das habe ich im Urlaub dann zwischendurch gemacht einfach mal den Leuten mal schreiben wie geht es dir, was machst du so und so was und wenn die Leute da nicht antworten und irgendwie stinkig sind dann ist es halt deren thema das ist okay muss ja auch nicht aber ich glaube die meisten freuen sich drüber wenn man sich meldet
Daniel Schwingenheuer (21:45.429)
Ja voll, Was ich irgendwie auch noch mitnehme aus dieser Thematik ist so, dass ich finde es interessant, wie einem der Alltag plötzlich zeigt, was man in seinem Leben als wichtig empfindet und was nicht. Also es ist ja vor allen Dingen in dem Moment, wo man so Routine-Dinge, die man immer gemacht hat, mal loslassen muss, merkt man irgendwann, ach ja, wirklich vermisse ich es jetzt nicht. Also es gibt ja so, keine Ahnung, irgendwie...
Früher total viele Serien geschaut oder so und das ist halt im Moment irgendwie nicht drin, weil alle 10 Minuten das Babyfunk geht und ja letztendlich, also wirklich vermisse ich es auch nicht und dann denkt man halt, okay, hätte ich mit meiner Zeit jetzt, kann ich jetzt auch was anderes machen, wenn das wieder geht? Man ist halt dann so routinemäßig einfach da drin. Auf der anderen Seite merkt man vielleicht auch, was man wirklich krass vermisst und was ich auch gelernt habe, dadurch, dass man so priorisieren muss, dass man so wenig Zeit hat.
zum Beispiel einfach effizienter und schneller zu arbeiten. bin jetzt selbstständig und viele Aufgaben, wo ich früher drei Stunden für gebraucht habe, aber habe ich jetzt gemerkt, geht auch in zwei Stunden. Wenn man sich richtig konzentriert.
Rouven (22:53.378)
Da sind wir wieder bei der Kaffe, beim Spülmaschine ausräumen, während die zwei Kaffees durchlaufen. Alles parallelisiert, alles was geht. Richtig, ganz in eure Ruhe, mal gucken. So, nein, zack.
Daniel Schwingenheuer (22:57.715)
Ja genau, richtig. Man kann das auch nacheinander machen.
Daniel Schwingenheuer (23:07.075)
Ja, was hast du daraus noch mitgenommen?
Rouven (23:10.614)
Zeit jetzt, wo man ein bisschen Ruhe hatte. Also, man muss sich mal priorisieren, also dass man wirklich lernt, was einem wichtig ist, jetzt im Alltag so oder so, aber auch welche Menschen einem wichtig sind, wo man sagt, das funktioniert mit den Kindern, weil das wird die nächsten Jahre so bleiben, dass man diesen inneren Kreis sich definiert neu, dass man gelassen bleiben muss dabei und aufs Richtige sich fokussiert und sagt, okay, das ist jetzt so, das ist auch eine Phase in Teilen und auch das genießen kann, weil es ist ja nicht nur
Daniel Schwingenheuer (23:26.995)
Ja.
Rouven (23:38.189)
schlimm irgendwie, das so ist, man hat ja mit tollen Menschen dann Kontakt in der Zeit. Es sind halt oft die gleichen dann, aber es ist halt auch was schönes, was man hat. Es entstehen neue Freundschaften mit Leidensgenossen, wenn nicht das jetzt mal so mit Kita-Eltern und so was, dann hat man nämlich Freundschaften, haben gleichen Takt, ähnliche Situationen, man kann sich austauschen, auch helfen und so was, da entwickeln sich ja auch neue Freundschaften draus. Und
Daniel Schwingenheuer (23:43.922)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (24:03.022)
Wär klar.
Rouven (24:05.932)
Das hatten wir, glaube ich, eben auch schon mal angeschnitten, dass sich die Freundschaften dann wieder vertiefen, wenn die Phase sich ändert. Wenn man dann wieder zurückkommt, wie so ein Pendel, man kommt wieder zurück in soziale Umfeld und merkt die Leute, die einem dann seit zehn Jahren wichtig waren, die empfangen einen dann normalerweise auch wieder zurück. es ist ja nicht, dass man sich irgendwie böse getrennt hat, wenn man dann wieder Zeit hat und sagt, man trifft sich und macht mal ein bisschen, dann lebt das auch alles wieder auf und vielleicht mal unter einem ganz neuen, schöneren Aspekt wieder, dass man da auch wieder mehr...
mit mehr Ruhe und mit mehr Gelassenheit reingehen und nicht so, sag ich mal, in diesem Alltag oder feiern gehen nur oder irgendwie so überflächlich, sag ich mal, ist.
Daniel Schwingenheuer (24:42.456)
dass man sich quasi neu füreinander entscheidet. Was für ein schöner Schlusswort. Leute, was habt ihr bei euch beobachtet? Teilt das gerne mit uns. Allegutendingen.com ist unsere Webseite. so findet ihr uns auch bei Instagram. Und wir würden uns freuen, wenn ihr auch einfach mal erzählt, was bei euch passiert ist. Habt ihr das auch bemerkt, dass ihr euch total isoliert? Habt ihr vielleicht sogar Freundschaften dadurch verloren und wollt das einfach mal loswerden? Oder wollt ihr einfach mal mit Leuten quatschen wie Rufn und mir?
Rouven (24:44.843)
Richtig.
Daniel Schwingenheuer (25:09.164)
die genau wissen, wie sich das anfühlt und die halt in exakter gleichen Situationen slash waren wahrscheinlich dann, meldet euch einfach gerne bei uns und seid Teil unseres Podcastes und wir schaffen es schon. Das ist alles gut und richtig so und wir kommen da durch. Wir hören uns in zwei Wochen wieder. Bis dann, macht's gut. Tschüss.
Rouven (25:26.867)
Vielen Dank fürs Zuhören, ciao!