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Ein Vater und sein Sohn bauen ein Bett. Der Vater hat einen Hammer und eine Zange in der Hand. Der Sohn einen Pinsel.
STAFFEL 1
FOLGE 4

Fünf Minuten „Me-Time“ und Bettbau

Jan. 7, 2025 | Podcastfolge | 0 Kommentare

Diese Episode dreht sich um die Herausforderungen und Vorbereitungen, die eine wachsende Familie mit sich bringt. Im Mittelpunkt steht der Bau eines neuen Bettes, bei dem es darum geht, die Kinder aktiv einzubinden, um positive Erinnerungen zu schaffen. Neben handwerklichen Tipps wird auch beleuchtet, wie wichtig es ist, sich trotz Stress kleine Auszeiten zu nehmen und Freiräume für sich selbst zu schaffen – ohne schlechtes Gewissen.

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Episode dreht sich um die Herausforderungen und Vorbereitungen, die eine wachsende Familie mit sich bringt. Im Mittelpunkt steht der Bau eines neuen Bettes, bei dem es darum geht, die Kinder aktiv einzubinden, um positive Erinnerungen zu schaffen. Außerdem geht es um organisatorische Themen wie die Umgestaltung des Kinderzimmers, den Verkauf alter Utensilien und die Bedeutung eines klaren Wochenplans, um Routinen wie die Bettschichten besser zu verteilen. Neben praktischen Tipps wird auch beleuchtet, wie wichtig es ist, sich trotz Stress kleine Auszeiten zu nehmen und Freiräume für sich selbst zu schaffen – ohne schlechtes Gewissen. So entstehen nicht nur Momente der Erholung, sondern auch eine angenehmere Atmosphäre für die gesamte Familie.

*** Ursprungsfassung Cherryp.AI, bearbeitet mit ChatGPT ***

TRANSKRIPT
Daniel: Herzlich willkommen zu Alle Guten Dinge. Rouven und Daniel hier und wir wünschen euch als allererstes mal ein frohes neues Jahr 2025 erste Folge in diesem Jahr. Und ich glaube, es wird ein sehr bewegendes Jahr, es wird sehr sehr viel passieren. Rouven: Ich glaube für dich wird es sogar noch spannender, also erstmal frohes Neues an alle, aber ich glaube für dich ist noch bewegender als für mich das das neue Jahr. Daniel: Ich bin wirklich richtig gespannt auf die auf die Geburt und man beschäftigt sich natürlich auch jetzt schon mit so einer Zwillingsgeburt. Äh willst du im Nachhinein sagen, dass es ganz anders war? Rouven: Die Geburt? Daniel: Ja. Als bei einem Kind? Rouven: Das ist eine sehr gute Frage. Also, erstmal ist nervös muss man auch mal sagen. Nee, also es ist halt man ist nervöser, dass alles gut geht. Also ich war, also was heißt Mann, ich sag immer Mann, aber ähm ich war viel nervöser, dass beide gesund alle drei überstanden. Ja, alle drei natürlich, alle drei. Ja, stimmt, das ist völlig recht. Alle drei, also erstmal nur auf die Kinder bezogen, dass da beide gesund und munter das überstehen, auch weil ja das eine Kind noch drin bleibt, während das andere ist, also bei uns war es ja eine natürliche Geburt. Ähm und dann macht man sich da schon mehr Sorgen als beim ersten Kind, macht man sich Sorgen, weil man keine Erfahrung hat und beim da war ich auch noch viel nervöser, wenn dann der CTG, CTG, nicht CTG, ist doch das CTG Signal dann irgendwie mal 3 Sekunden nicht da war. Ähm da ist man dann ruhiger, weil man Erfahrung hat, was sehr gut ist, aber dann bleibt man nervös und dass das dann auf das das ging bei uns sehr schnell. Also also die… Daniel: Wie viele Minuten waren zwischen den beiden? Rouven: Ich glaube, jetzt nicht, dass meine Frau mich schlägt, wenn ich falsch ist, aber ähm 7 Minuten waren dazwischen. Daniel: Das ist ja, also das kriegt man ja gar nicht mit, oder? Wenn man da so angespannt und es passiert so viel, da sind 7 Minuten ja unglaublich schnell rum. Rouven: Ja, man muss dabei auch sehen, man kriegt ja das eine Kind kommt raus, Nabelschnur durch, auf den Arm bei der Mutter und dann kommt ja schon das nächste. Also das geht das geht dann halt Schlag auf Schlag und die sind halt dann auch sehr, also bei uns waren sie etwas kleiner dann noch, weil zwei Wochen vor die sind ja eingeleitet worden zwei Wochen vor dem Termin. Und das geht dann sehr schnell, sagen wir mal so, ja. Daniel: Ja, boah, ich bin richtig gespannt. Über die Geburt sprechen wir dann in den nächsten Wochen, glaube ich, auch noch mal, weil das bei uns jetzt auch nicht mehr so lange dauert. Ein kurzer Hinweis noch hier in eigener Sache, wir haben auch einen Kinderwagen zu verkaufen. Das ist ja mit ein Thema, über das man als erstes nachdenkt. Zumindest bei uns war es so. Wir hatten, wir haben einen wunderschönen Kinderwagen für ein Kind und sobald dann die Nachricht kommt, es sind Zwillinge, muss man sich ja leider von diesem Kinderwagen verabschieden. Das haben wir noch nicht getan, aber falls noch jemand einen Cybex Kinderwagen braucht, gerne einfach melden, wir hätten da ein gutes Modell zu verkaufen. Rouven: Ich denke am besten im Kölner Raum, oder? Sonst Ja, wir verschicken auch, kostet nur. Ja. Ähm. Daniel: Das es ist wirklich verrückt, dass man als allererstes über sowas nachdenkt, aber ja, Kinderwagen ist noch da, ist in schwarz, also gerne melden. Wir haben ein Thema, über das wir heute gerne mit euch sprechen wollen, das ist Bettbau. Äh das stand bei euch natürlich an in dem Moment, wo es dann hieß, es sind Zwillinge. Äh da musste ein Bett her für das große Kind und bei uns war es jetzt auch Thema. Wie habt ihr das gemacht? Rouven: Wir hatten ähm wir sind ja vorher umgezogen vor knapp einem Jahr und hatten da schon den Wechsel vollzogen, sag ich mal am Anfang ähm hatte die Große noch ihr normales Kinderbett, sag ich mal, wo dann wo man so zwei Latten rausnehmen konnte, dass man da irgendwie im Rahmen reinkam und sowas. Dann haben wir irgendwann gesagt, das funktioniert nicht mehr, die ist jetzt so groß und die ist auch so eigenständig, dann kann die ein eigenes Bett haben und dann haben wir halt so ein ein schönes Tipi Bett heißt es uns rausgesucht, haben das bestellt und haben dann zu ihr gesagt, so, jetzt kommt das kleine Bett kommt weg, also das haben wir dann in ein anderes Zimmer gestellt und ähm das andere bauen wir zusammen auf. Daniel: Ja, ja. Rouven: Und dann habe ich so eine kleine, so eine kleine, also eine echte Bohrmaschine, so ein so ein Akkuschrauber und dann hat haben wir das zusammen aufgebaut und also meine Frau war dann dabei, dass man halt gucken kann, dass dem Kind nichts passieren kann, ne, also dass er jetzt nicht irgendeine Holzlatte auf den Fuß knallt. Aber sonst hat sie die ganzen Schrauben schön alle reingeknallt. Alles festgezogen, überall wo dran kam, hat sie festgezogen und damit ist das dann halt auch ihr Bett. Also, sie hat das selber aufgebaut, sie weiß, das ist, das ist ihres. Und deswegen hat sich dann sehr gut angenommen und hat auch direkt die erste Nacht super drin geschlafen. Daniel: Ah, mega gut. Ja, tatsächlich, also bei uns ähnliche Situation, du hattest es ja vorher schon mal erzählt, ähm dass er das eben mit ihr zusammen gemacht hat und dann habe ich gedacht, das ist wirklich äh ein wichtiger Punkt, weil das Bett halt dann direkt so integriert ist in das eigene Leben. Und bei uns stand es jetzt auch an. Wir sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Ich habe äh das Bett quasi komplett selbst gebaut. Ich habe mir einfach Gedanken gemacht, wie soll das aussehen und äh bin dann mit meinem Vater zusammen im Baumarkt gefahren, habe mir die ganzen, ganzen Bretter zuschneiden lassen da und dann haben wir hier zwei Tage am Ende im Kinderzimmer gesessen und ähm haben das ganze Bett zusammengebaut. Äh der Kleine war natürlich jetzt nicht jedes Mal mit dabei, ähm aber immer mal wieder und er hatte einfach auch einen wahnsinnigen Spaß an diesem Akkuschrauber gehabt. gab dann so Situationen, wo er einfach nur vor dem Akkuschrauber gesessen hat und äh drauf gedrückt hat und sich halt angeschaut hat, wie sich der Akkuschrauber vorne gedreht hat und ähm na ja, dieses Bett ist halt dann äh über die zwei Tage immer, immer größer, immer vollständiger geworden. Und ähm er hat halt schon mal drin gespielt, als nur die äußere Umrandung stand, da fand er das schon mega gut und hat immer von seinem Bett gesprochen und dann haben wir beim nächsten Mal haben wir quasi so eine Art Lattenrost da reingebaut und äh noch so ein, noch so ein Kasten, der vor Kopf ist, quasi da, wo man dann schläft, wo man noch so Bücher reinstellen kann und wo so ein kleiner Lichtschalter ist und so. Und äh wir haben, glaube ich, jetzt schon drei Tage jeweils zwei Stunden einfach in diesem Bett halt gespielt und der ist halt ein riesen Fan davon. Also, ähm ich glaube, das ist ein sehr, sehr guter Tipp, das einfach mit den Kindern zusammen zu machen und auch wenn es noch nicht fertig ist, äh die Kinder einfach schon mal mit diesem Bett halt irgendwie was machen lassen. Er hatte dann am zwischendurch einfach so eine Duplo Eisenbahn da drin und ist mit dieser Eisenbahn durch dieses Bett gefahren, als noch kein Lattenrost drin war, saß dann quasi auf dem Boden in dem Bett und hat da mitgespielt und hat aber die ganze Zeit von seinem Bett gesprochen, also sehr coole Geschichte, guter Tipp. Es hat bei uns auch funktioniert und ähm wenn jemand Interesse hat, auch einfach selbst so ein Bett zu bauen. Ich glaube, ich teile mal die Gedanken, die ich mir so gemacht habe, ähm die Berechnung, die Größen äh in einem kleinen Blog Eintrag auf unserer Homepage allegutedinge.com. Und äh wer dann Lust hat, das nachzubauen, der kann das gerne machen. Es ist natürlich jetzt nicht äh also, wenn man das selbst macht, muss man, muss man einfach auch davon ausgehen, dass hier und da mal so ein kleines Spaltmaß ist oder so, aber äh es ist richtig massiv geworden und da kann man, glaube ich, noch äh 30 Jahre drauf rumspringen auf diesem Bett, da passiert nichts. Das ist einfach massives Holz. Wolltest du was sagen? Rouven: Ja, ich ich habe gerade eingeatmet. Ähm finde ich sehr cool. Ist ja dann, sage ich mal, Version 2.0 von dem, was wir gemacht haben und ich glaube, wenn das, wenn die Kleinen dann mitbekommen, bei dir der große, aber ist ja auch trotzdem noch klein. Ähm wie sowas wächst, also auch wirklich dann noch über zwei Tage und diesen Fortschritt merkt. Wie du sagst, diese dieses sagt, ich kann erstmal im Rahmen spielen. Du sagst, ne, meine Große hat auch dann erstmal da drin gestanden, da war ja noch kein Lattenrost drin, dann wird er rumgelaufen, dann durchgestiegen, irgendwie hin und her. Für die ist das ja sofort ein Spielplatz dann. Daniel: Ja, ja. Rouven: Und damit verbinden die das halt ungemein. Das ist halt ein schönes Erlebnis ist. Du machst ja irgendwie eine Kernerinnerung damit für das Kind, dass das das erinnert sich da immer dran. Das wird sich da in 5 Jahren noch dran erinnern, dass das ist das Bett selber aufgebaut hat und dass das seins ist. Daniel: Ja, ja, genau. bzw. in unserem Fall, ich habe das dann mit meinem Vater zusammen gemacht, er hat halt dann auch die ganze Zeit noch erzählt, dass er dabei war und dass Opa dabei war und Papa dabei war und äh wir das halt zusammen gemacht haben und ähm ja. Was ich erstaunlich fand, ist äh wie gut er mit dem Akkuschrauber umgegangen ist. Also ich weiß nicht, ihr habt das ja auch gemacht mit dem Akkuschrauber, ne? Rouven: Ja. Daniel: Ähm das war sofort klar, dass auf diesen Akkuschrauber vorne die Schraube drauf muss. Und äh wir haben das dann natürlich so gemacht, dass dass ich halt da mit festgehalten habe und er hat dann nur Gas gegeben an dem Akkuschrauber und hat dann äh die Schraube da reingedreht und so, aber es war sofort klar, dass das so gemacht werden muss. Ähm vielleicht nicht so in der Intention, damit das Brett dann halt auch hält an den Pfosten, äh aber ja, es war einfach gar kein Thema. Rouven: Die haben da, also an Werkzeug und allem, haben die sofort einen Spaß. Man muss natürlich klar aufpassen, ne? Immer Disclaimer, immer schön aufpassen mit den Kleinen. Ähm wir haben jetzt mit der Großen auch Bilder im Flur aufgehangen, auch, ich passe auf die Nägel auf, dann gebe ich dir die einzeln und jetzt nimmt die auch, wenn wir irgendwas aufbauen, wenn wir äh also, die darf ja immer mitmachen, wenn wir was aufbauen. Dann kriegt sie die Schrauben in die Hand und alles, dann kommt die auch, du brauchst jetzt eine Schraube, dann kriegt sie eine Schraube. Da muss man manchmal aufpassen, dass man auch was bekommt. Manchmal ist es weg oder so, das ist ja normal. Daniel: Ja. Rouven: Oder sie, sie schraubt dann die Schrauben da rein. Also, die können das dann unfassbar gut und jetzt macht die, hält die das Ding auch alleine fest und drückt das dann da dran. Also, immer aufpassen, aber ähm das ist das, dieses, dieses selber machen, ne, vorgemacht bekommen ist immer toll und alles und sehen und fertig geschenkt und eingepackt und alles, aber wenn man selber was aufbaut, ist es halt das eigene, ne? Kennt man ja selber, wenn man was gebaut hat, selber gemacht hat, egal was, oder gekocht oder irgendwas, ist halt was anderes, als wenn man es kauft. Daniel: Ja, das stimmt. Und ich glaube, gerade für Kinder, ähm ist halt der Prozess halt auch so wahnsinnig schön, ne? Also, ähm auch, ich meine, ich denke halt immer, boah, schon wieder Staubsaugen, gar keine Lust drauf, aber der Kleine, wenn der diese Sägespäne mit dem Staubsauger wegmachen kann, dann ist es so spannend, weil die da reinfliegen in diesen Staubsauger. Äh die haben ja noch nicht diese interne Bewertung, die wir haben, so von wegen, das macht Spaß, das macht keinen Spaß, sondern äh das ist halt ein Gerät, da drückt man auf den Knopf und dann macht das laute Geräusche und dann saugt das noch irgendwie irgendwelche Dinge ein. Das ist toll. Und man selbst denkt halt, oh, jetzt muss ich hier oben noch saugen, weil die ganzen Sägespäne hier rumliegen. Also, ja. Äh das auf jeden Fall ein guter Prozess gewesen. Das hat Spaß gemacht. Rouven, wir wollten über Abende sprechen und über Freizeit. Welche Freizeit? Was was ist? Rouven: Nein, nein, das ist ein ein Wort, das ist ein magisches Wort, was ganz weit weg ist. Nein, ich habe sogar noch, ähm es gibt sogar noch so Momente der Freizeit, wenn man sich genug Hilfe holt. Ich bin heute Abend z.B. auch mal wieder unterwegs vor der Tür ähm auf dem Konzert, also das geht, man muss dann sich halt Hilfe holen, weil alleine zu Hause, wenn die noch so klein sind, ist das… Daniel: Wir haben jetzt im Moment noch unterschiedliche Situationen. Bei euch sind die Zwillinge schon da, bei mir noch nicht. Wie sehen denn eure Abende so aus? Was, also, wie macht ihr das? Rouven: Ist ähm momentan, also die Kleinen fangen jetzt an mit, mit äh einem Abendbrei, das ist jetzt wieder ein bisschen anstrengender, sage ich mal, geworden, obwohl es jetzt gerade schon wieder ein bisschen besser wird langsam. Ähm wir, wir versuchen zusammen zu essen. Alle an einem Tisch und auch zusammen gleichzeitig zu essen. Das ist etwas herausfordernd, aber ich finde, es ist was, was bei einer Familie dazu gehört, dass man gemeinsam isst. Weil das ist der Moment, auch wenn die mal größer werden, wo mal alle an den Tisch kommen, keine Elektronik, irgendwas ist, nicht irgendwas ablenken soll. Und momentan machen wir es so, meine Frau kocht oder ich koche mit der Großen dabei, wenn es geht, das heißt, die hilft uns dann beim Kochen, dann machen wir für die Kleinen den Brei fertig, dann kommen die in ihre Stühle, sitzen jeweils, einer hat ein kleines und die Große sitzt dann auch dabei, bekommt auch ihr Essen und dann füttern wir die Kleinen, essen selber mal einen Löffel, wenn wir dazu kommen und ähm dann will die Große auch manchmal gefüttert werden zwischendurch, was aber auch verständlich irgendwie ist, das ist halt klar, sie sieht's bei denen. Und wenn wir dann damit durch sind, alle was gegessen haben, geht meine Frau meistens in die Küche mit den Kleinen und ich habe dann was Lesezeit noch mit der Großen, dann lesen wir noch eine halbe Stunde, dreiviertel Stunde, kommt immer drauf an, wie früh es gerade ist und dann gehen wir oben ins Bad, machen uns da fertig, Zähne putzen und alles und dann geht's ins Bett. Und wir sind jetzt momentan so bei 19:30 Uhr irgendwie, dass ich wieder runterkomme, das ist ein bisschen nach oben, nach vorne gerutscht, dadurch, dass der Mittagsschlaf jetzt ja weggefallen ist. Und ab dem Moment kann Freizeit entstehen, womit ich mit Freizeit meine, dass man sich um Sachen kümmern kann, die sonst liegen geblieben sind. Das ist ja das andere Thema. Ja. Ähm wenn die Kleinen gut schlafen. Das gibt solche und solche Tage, sagen wir es mal so. Daniel: Ja. Ähm habt ihr, also ich, ich frage jetzt einfach mal, ich erzähle erstmal, wie es bei uns ist. Ähm also im Prinzip auch ähnlich. Wir haben halt auch das Abendessen, was halt in der Regel so gegen 6 Uhr ist, wo wir dann halt alle zusammen am Tisch sitzen und danach ist halt diese typische Routine, halt erstmal äh es gibt immer eine Gute Nachtwindel, ähm dann werden die Zähne geputzt, ähm dann schauen wir das Sandmännchen und äh dann geht's ins Bett. Was wir allerdings gemacht haben, jetzt äh um mal auf eine andere Ebene zu kommen, ähm also meine Freundin und ich, wir haben einen, einen Wochenplan, den wir immer sonntags erstellen, wo wir halt definieren, wer an welchem Abend quasi so erstverantwortlich ist, ähm für äh diese, diese ganze Bettroutine, das also mit Gute Nachtwindel und äh Sandmännchen und so machen wir alles noch zusammen, aber dann ist halt klar, an dem Abend geht sie halt mit ihm ins Bett, äh um dann Einschlafbegleitung zu machen, an einem anderen Abend mache ich das halt. Ähm und das heißt aber, dass man, dass man sich irgendwie darauf verlassen kann, so übermorgen habe ich mal wieder einen Abend für mich, wo ich halt, wo ich halt weiß, äh wenn wir dann damit durch sind, habe ich jetzt mal irgendwie zwei Stunden, die ich was machen kann. Und äh das kann ich tatsächlich auch nur empfehlen, die so eine Art Wochenplan einzuführen, um zu gucken, wer macht wann was, dass man sich auch guten Gewissens dann mal irgendwie was vornehmen kann. Ähm wir haben das eine Zeit lang geschludert und das hat irgendwie dafür gesorgt, dass dann keiner mehr so wirklich wusste, wann ich jetzt mal was für mich machen kann, äh und das dann halt am Ende auch nicht gemacht hat, dann äh hat man halt irgendwie am Handy rumgedaddelt, bis die andere Person halt rausgekommen ist und dann war der Abend nicht verloren, weil man ja irgendwie schon was gemacht hat, aber ist nicht so, dass man jetzt denkt, okay, an dem Abend will ich jetzt mal wirklich wieder Gitarre üben oder so, ähm oder äh einfach irgendwas anderes für mich machen, Sport machen oder so. Äh und von daher, das ist extrem wichtig, da zu gucken, wo sind meine kleinen Oasen, wo sind deine kleinen Oasen, wie können wir uns das aufteilen? Aber mit Zwillingen ist wahrscheinlich auch schwieriger, ne? Rouven: Ja, du teilst dich weiter auf, aber es bleibt halt die Oasen, die Oasen trocknen aus, jetzt um mal so ein bisschen um meinem Bild zu bleiben. Ähm ja, also man, man, man muss einfach gucken. Es wird ja auch wieder besser, dadurch, dass, dass die, die Kleinen dann auch was früher schlafen und das hängt natürlich von den Kindern ab. Ähm und dass man dann noch wichtiger sich aufteilt, was du gesagt hast, dass man sagt, wer macht was, weil dieses Vakuum, jeder macht alles. Daniel: Ja, das ist eine Katastrophe. Rouven: Und dass man auch, also ich glaube, ich weiß nicht, ob ich es, ob ich es auf Aufnahme gesagt habe, aber ähm wir hatten auch die Situation, dass man ähm jetzt habe ich den Faden verloren. Auch das ein ein Zeichen von Übermüdung durch den guten alten Müdigkeit. Ähm nee, das, das äh irgendwie nicht klar war, wer was macht. Also auch ob jetzt Haushalt oder andere Themen, dass man sich halt nicht abgestimmt hat und dann sage ich mal, man ist in so einer Lauerhaltung und denkt so, macht der andere das jetzt, macht er das nicht. Ja. Und wenn man klar weiß, der eine kümmert sich heute ums Essen oder kümmert sich um die Große oder macht das und der andere macht das, dann kann man halt, ne, wie du eben auch gesagt, beruhigt was anderes machen und wenn jeder alles nur halb macht, jeder hat ja seine eigenen Ansprüche an Sachen, jeder macht Sachen verschieden, dann ist das nicht so, wie man selber es machen würde, nicht so vorbereitet, dann funktioniert das nicht. Ja, ja. Also, man braucht einfach Struktur. Struktur und ähm Rahmenbedingungen, die das ermöglichen, damit man halt auch durch die Tage kommt. Weil dann passieren ja trotzdem noch die ganzen Chaossachen und Unstimmigkeiten. Und wenn man dann vorher schon ohne Struktur reingeht, ist es ja ein komplettes Durcheinander und dann geht man irgendwann halt wirklich auf die letzte Reserve. Daniel: Ja, ja. Habt ihr, habt ihr es geschafft jetzt so im ersten Jahr überhaupt so Momente zu kreieren, wo du mal das machen konntest, was du eigentlich wolltest, wo du mal was für dich machen konntest oder ist es im ersten Jahr gar nicht möglich? Rouven: Also, wir sitzen jetzt auch gerade hier zusammen, das heißt, es, es geht und für mich klappt das sehr gut. Ich glaube, meine Frau hat das noch weniger. Ich versuche sie auch zu überzeugen, dass sie sich auch mal Slots nimmt, wo sie Freizeit hat, weil die Große ist ja in der Kita, das heißt, wenn und ich bin ja normalerweise arbeite ich ja in den, in den Zeiten, wo sie in der Kita ist, das heißt, jetzt habe ich gerade Urlaub und dann habe ich theoretisch ja Freizeit. Daniel: Ja. Rouven: So. Ähm also für mich klappt das, für meine Frau müssen wir etwas mehr forzieren, dass sie da auch die die Option hat, dass sie mal rauskommt vor die Tür und auch was anderes sieht. Daniel: Ja. Ich kann mich ähm bei unserem Großen dran erinnern, dass ich am Anfang mental gar nicht bereit war, mir Freizeit zu gönnen. Also, nach diesen ersten Wochen, wenn man dann mal zu Hause angekommen ist, das Wochenbett hinter sich hat, äh da war es einfach mental super schwierig zu sagen, ich mache jetzt mal wieder das, was ich vorher auch gemacht habe, ohne schlechtes Gewissen, dass du jetzt alleine mit der ganzen Arbeiter stehst. Das ist wahrscheinlich bei Zwillingen noch mal größer, ne? Oder generell bei zweiten Kindern? Meinst du jetzt bei den, bei den, dass ein schlechtes Gewissen dem dem Partner gegenüber, dem dem Kind? Daniel: Dem dem Partner gegenüber, dem dem Kind nicht, glaube ich. Rouven: Also für, fürs Kind, solange jemand da ist, ist es okay. Daniel: Ja, man muss sich das, glaube ich, nehmen, Mahlzeiten. Das ist das kritische. Ja, und wenn man dabei noch ein schlechtes Gewissen hat, ist es natürlich, dann ist die Zeit auch irgendwie nicht mehr so genießbar. Rouven: Ja, richtig, genau. Daniel: Und ich glaube, dadurch, dass man sehr müde ist und dann ist auch körperlich manchmal braucht ein gewisses Zeitpensum, wo man Zeit für sich hat. Ich merke das für mich, es sind manchmal nur 10 Minuten, dass man das jetzt mal 10 Minuten Ruhe machen kann. Ähm nimmt man sich das jetzt vielleicht sogar eher, wenn man so viel Belastung hat durch drei Kinder. Rouven: Ja, vielleicht ja. Daniel: Oder man muss sich halt absprechen. Also bei mir merke ich das wirklich, ich hatte das letztens, dass ähm dass ich dann wirklich auch, dass das wirklich sehr körperlich anstrengend war, weil man wirklich keine 5 Minuten hatte. Man wollte mal 5 Minuten etwas tun und äh wenn man das dann, also wenn man keinen in seinem eigenen Leben, was man lebt und sehr viel macht, keine 5 Minuten zugestanden bekommt, das ist wirklich sehr fordernd dann, sagen wir es mal so. Und dann muss man sich halt mal vielleicht auch noch mal tief in die Augen gucken, sagen, wie macht man das? Haben jetzt auch wieder was überlegt, wie man es macht. Jetzt z.B. jetzt mal 5 Minuten Ruhe, sichere Ruhe in Anführungszeichen, wenn ich die Großen ins Bett gebracht habe, dann habe ich da meinen Slot, dann gehe ich nicht direkt runter, dann habe ich da kurz meinen Slot, durchatmen und dann geht's weiter, dass man wirklich nicht direkt wieder in den Brass kommt und irgendwelche neuen Themen anschneidet. Daniel: Ja, ja, ja. Ja, manchmal ist es ja sogar so, dass man dann äh die eigene Zeit äh damit verwendet, ähm dann irgendwas zu machen, was halt für die Gemeinschaft ist, die Geschirrspüle ausräumen oder so. Und ähm wenn man dann dabei noch gestört wird, da das ist irgendwie, ist irgendwie so so bitter, ne? Weil man halt denkt, okay, ich mache das jetzt schnell und so und dann wird man damit wieder nicht fertig, es bleibt wieder liegen. Das ist ähm ja, es ist sehr viel Organisation, bis man das halt alles auf der Kette hat. Rouven: Beim Geschirrspüler kann ich nur empfehlen, ich glaube, ihr habt auch so einen Hocker, äh den Besteckkorb, wenn da keine scharfen, scharfen Messer drin sind, das Kind ausräumen lassen. Das funktioniert sehr gut meistens. Daniel: Meistens. Rouven: Ausräumen, aber äh das Einräumen der Sachen funktioniert dann nicht so gut, ja. Daniel: Doch, na, nee, nee, manchmal knallt der ganze Korb runter mit allem Gerappel. Aber äh nee, nee, das klappt alles, dann Schublade auf und dann kommt das alles rein. Klack, klack, klack, klack. Daniel: Ja. Ich bin sehr gespannt, wie das wird, wenn die Zwillinge mal da sind, weil äh ich kann mir vorstellen, dass man am Anfang halt einfach auch null Zeit für sich hat. Rouven: Minus 2 Minuten pro Tag. Daniel: Minus 2 Minuten pro Tag. Ja, und gleichzeitig, wie du schon sagst, ne, wenn man einfach zwischendurch mal 10 Minuten hat, äh dann funktioniert es ja alles auch wieder viel besser und ich finde, dass das Verrückte bei der ganzen Geschichte ist ja, ähm das habe ich jetzt bei unserem Großen damals immer so empfunden, dass man ja super gerne bei allem dabei ist, weil man das Kind ja auch so liebt und gleichzeitig merkt man aber, ich kann nicht mehr und man muss sich diese Zeit nehmen, aber je mehr man dann in diesem Trott und in diesem Hamsterrad gefangen ist, desto schwieriger wird es auch wieder da rauszukommen und zu sagen, ich gehe jetzt mal einmal. Rouven: Ja. Wo du es gerade ansprichst, es ist halt so eine, so eine Abwärtsspirale, in die man da gefangen ist, denn wenn man selber gestresst ist und nicht mehr kann, merkt das Kind das, für das Kind ist das eine nicht Gefahrensituation, aber eine kritische Situation und in einer kritischen Situation will das Kind zu den Eltern. Das heißt, ich merke das auch immer ähm bei meiner Frau und den und den Kleinen, wenn sie gestresst ist, sind die Kleinen unruhig. Dann komme ich runter und wenn ich nicht gestresst bin, sind die entspannt und lachen mich an und buddeln rum. So und das das schwierige ist halt genau aus dieser Abwärtsspirale rauszukommen. Das sind manchmal wirklich nur diese 5 Minuten, die man sich nehmen muss, weil ich kann mir schon vorstellen, wie alle sich an den Kopf fassen und mir erzählen, ja schön, dass ich mir 5 Minuten nehmen soll, das habe ich auch immer gemacht. oder nimm dir mal eine Stunde Zeit und entspann dich. Ja, geht halt nicht, aber es sind halt wirklich nur manchmal die 5 Minuten, die man sich irgendwie versucht einzuteilen. Ähm weil sonst, also das Kind will dann zu einem, wenn man gestresst ist, weil es merkt, man ist gestresst und dann ist man noch mehr gestresst, weil man wirklich einfach diese Zeit kurz braucht. Dann muss man sagen, kurz sortieren, auch vielleicht dem Kind kurz erklären, im Großen, sagen, 5 Minütchen, spiel mal kurz, Sticker was oder was auch immer, durchatmen und dann in Ruhe weitermachen. Dann geht das auch wieder, dann kommt auch wieder eine Leichtigkeit rein, weil sobald man wieder diese Leichtigkeit hat, macht das Kind auch mit, spielt alleine ein 5 Minütchen, macht auch alles mit, man kommt wieder auf kreative Ideen, wie du, ich glaube, das hast du in der letzten Folge erzählt, mit dem mit dem Auto. Jetzt kann man das Kind da anmotzen und sagen, ja, wieso willst du denn nicht fahren? Wir fahren doch nur in die Kita, jetzt geht's aber schneller, so, das hilft ja keinem in der Situation, aber man muss halt diese mentale Kapazität haben. Daniel: Ja, klar. Rouven: Und wenn man dann schon auf der Felge fährt, schönes, schönes Bild beim Auto. Äh dann, dann spulen halt schon die Funken sofort bei der kleinsten Berührung und das ist das, was es dann schwierig macht. Daniel: Also besser werden die Bilder nicht mehr. Deswegen beenden wir diese Folge an dieser Stelle. Mit ganz viel Leichtigkeit geht es ins Jahr 2025. Rouven, danke schön, bis in zwei Wochen. Rouven: Danke Daniel. Bis dann. *** Erstellt mit Gemini AI ***

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