TRANSKRIPT
Daniel Schwingenheuer (00:00)
Folgendes.
Kind steht auf morgens, hat gut geschlafen, hat im Badezimmer schon Spaß gehabt beim Anziehen. Dann gab es ein leckeres Frühstück und dann sitzt das Kind da, hat volle Energie und startet neu durch mit den eigenen Spielsachen. Und dann kommt irgendwann der Papa an oder die Mama an und sagt, jetzt geht es in die Kita. Wie würdest du reagieren rufen?
Rouven (00:23)
Wenn ich
jetzt da sitzen würde gerade und hätte gerade alle meine schönen Spielsachen Dann sind die halt gerade in ihrem kleinen Tunnel drin. Dann freuen die sich, es ist schön, es ist ja was tolles eigentlich. Man muss halt sehen, es ist was tolles. Die freuen sich, haben
Daniel Schwingenheuer (00:35)
Herzlich willkommen zur neuen Folge alle guten Dinge. Hier sind Rufen und Daniel und wir heute eine ganz besondere Folge für euch. Haben wir alle schon mal gehört. Die Ich will nicht in die Kita Folge. Rufen, wann hast du das das letzte Mal gehört?
Rouven (00:47)
Ich überlege gerade, es heute morgen war. Nein, heute morgen sollte ich sie bringen. Aber es ist bei uns schon ein bisschen her. Das war dann die Situation, dass die Große gesagt hat, sie mag nicht mehr in Kita, weil auf dem Weg zur Kita was passiert ist. Und ich glaube, sind wir direkt beim ersten Aspekt, was sein kann. Nämlich, dass irgendeine Erfahrung passiert ist in der Kita, auf dem Weg zur Kita, die das Kind beschäftigt und das ist deswegen nicht in die Kita.
Daniel Schwingenheuer (01:02)
Ja, okay.
Ja, spannender Aspekt auf jeden Fall. wollen heute mit euch die verschiedenen Situationen einfach mal durchsprechen, bisschen analysieren, in welchen Situationen die Kinder denn vielleicht diesen Satz rausbringen. Ich will nicht in die Ich hab's...
Ich glaube, schon bisschen her, zwei Wochen oder so. Das letzte Mal gehört, ich will nicht in die Kita und das war ganz häufig so auf dem Weg in die Kita, so hinten am Fahrradsitz. Also wir waren dann so zusammen unterwegs und so eigentlich total entspannt am Morgen und dann auf dem Weg in die Kita kam irgendwann Papa, ich will nicht in die Kita, Papa, ich will nicht in die Kita. Ja, kann passieren. Nee, nee, nee.
Rouven (01:47)
Also nicht beim anziehen, nicht beim fertig machen oder irgendwas sondern echt
erst beim und unterwegs sein. Okay?
Daniel Schwingenheuer (01:52)
Ja, genau, richtig.
Und in der Kita war dann auch wieder alles gut. Also tatsächlich nur, während wir unterwegs waren, einfach so ein... Warum denn eigentlich? Warum sind wir hier unterwegs? Ich brauch das nicht. Und am Ende, kleiner Spoiler schon mal, es wird darauf hinauslaufen, dass ganz, ganz viel Kinderbeobachtung und Bauchgefühl Thema sein wird bei diesem Ich-will-nicht-in-die-Kita. Also ich glaube...
Rouven (01:56)
Mua!
Wir könnten noch woanders hinfahren.
Daniel Schwingenheuer (02:20)
Das sind natürlich nur unsere persönlichen Beobachtungen, die wir hier mit euch teilen, aber ich glaube, dass es wirklich hilft, wenn wir unsere Kinder beobachten und dass es ganz, ganz viele verschiedene Gründe gibt, warum ein Kind sagt, ich gehe nicht in die Kita. Und das gehen wir jetzt einfach mal mit euch so bisschen durch, oder? Los geht's. Also Gründe für diesen Satz kann sein, erstens mal die aktuelle Situation ist viel zu schön. Folgendes.
Rouven (02:38)
So, dann wird das.
Daniel Schwingenheuer (02:49)
Kind steht auf morgens, hat gut geschlafen, hat im Badezimmer schon Spaß gehabt beim Anziehen. Dann gab es ein leckeres Frühstück und dann sitzt das Kind da, hat volle Energie und startet neu durch mit den eigenen Spielsachen. Und dann kommt irgendwann der Papa an oder die Mama an und sagt, jetzt geht es in die Kita. Wie würdest du reagieren rufen?
Rouven (03:12)
Wenn ich
jetzt da sitzen würde gerade und hätte gerade alle meine schönen Spielsachen ausgepackt und ja das gibt es bei uns morgens auch manchmal zwischendurch. sagen zwar nicht ich will nicht in die Kita dann aber die wollen da nicht runter gehen. Dann sind die halt gerade in ihrem kleinen Tunnel drin. Dann freuen die sich, es ist schön, es ist ja was tolles eigentlich. Man muss halt sehen, es ist was tolles. Die freuen sich, haben Spaß. Früh am Morgen, wer kann das sonst von sich sagen ohne Kaffee. Und es ist nachvollziehbar würde ich sagen.
Daniel Schwingenheuer (03:37)
Ja, absolut. vor allem, ich glaube, dafür fehlt vielen das Verständnis, in was für einer Welt Kinder eigentlich so leben. Denn unser, ich habe gleich den Termin, ich muss gleich dahin. Gott, die Bahn, die braucht ja noch 20 Minuten. Das sind ja alles Gedanken, ein Kind, wir sprechen jetzt von Kindern, die zwei, fast drei sind und bei dir vier, ein Kind in dem Alter hat das alles nicht. Ein Kind ist genau in der Situation, in der es gerade ist und da ist
Spielzeug, am besten scheint die Sonne draußen, man hat einen leckeren Kakao getrunken, vielleicht im allerbesten Fall morgens zu Hause und warum zur Hölle soll ich diese Situation verlassen? Ich verstehe es voll und eigentlich, ich weiß gar nicht wo der Fehler liegt. Liegt der Fehler darin, dass das Kind das noch nicht kann, das ganz große Ding zu überblicken oder liegt der Fehler darin, dass wir Erwachsenen so sehr auf unsere linke Gehirnhälfte getrimmt sind?
Rouven (04:26)
Ne.
Daniel Schwingenheuer (04:34)
die sagt, los, los, los, du musst arbeiten, musst Geld verdienen. Und dann haben wir noch einen Blick, dass wir das Kind vorher in der Gitarre abgeben müssen. Aber wo ist denn der Fehler da? Ist der Fehler beim Kind oder ist Fehler beim Erwachsenen?
Rouven (04:48)
Ich glaube, ist so eine Mischung. Es ist so schön, dass die Kleinen das haben. Und man muss sich davon auch manchmal eine Scheibe abschneiden, dass das so ist.
Man hat andereseits halt seine Verpflichtungen im Leben. Man muss ja Essen auf den Tisch bringen, man muss seine Miete bezahlen und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und
Dann ist es so ist es die frage ist es einem das wert für zehn minuten sich zu stressen dann das ist sehr situationsabhängig glaube ich es gibt viele personen Die müssen und teil irgendwo sein da ist das sehr nachvollziehbar die haben dann auch einen strikten takt und da kann ich auch nachvollziehen wenn das kind dann in die Kita gehen muss die haben gar keine option wir können teilweise von zu hause arbeiten aber wenn man lieferfahrer ist dann kann man halt auch nicht das kind neben sie selbst und sagen wenn man jetzt hat
Daniel Schwingenheuer (05:28)
Das stimmt. Das stimmt.
Ja, ja.
Ja, also es sollte auch sollte auf gar keinen Fall irgendwie erwachsenen Beschenk sein oder so. Ich kann das schon verstehen. Vor allem wenn du jeden Morgen diese Diskussion hast, das passiert ja manchmal, dann ist man halt auch irgendwann so, dass man denkt, boah, ich muss jetzt wirklich mal ein paar Dinge schaffen. Es geht halt nicht anders. Ich versuche ja nur auch zu erklären, was das Kind halt in dem Moment durchmacht. Und das sitzt halt da und denkt sich, warum ist das alles schön? Warum sollten wir das verändern? Probier es mal mit Gemütlichkeit.
Rouven (05:49)
Da ist der Druck noch änderer.
Daniel Schwingenheuer (06:17)
Ja und vor allem ich glaube auch dafür fehlt vielen Erwachsenen das Verständnis, dass die Kinder sich unter Dingen, die wir sagen, noch nichts vorstellen können. Wenn wir sagen, pass auf gleich in der Kita, da kannst du ja auch spielen. Das sind dann glaube ich so Worte, die rechts reingehen und links wieder raus, weil das Kind gerade noch fokussiert ist auf das eigene Spielzeug und bis dann letztendlich die Bilder im Kopf entstehen. Ach, das kann ich gleich auch machen und das ist besser.
als das, was ich jetzt hier mache oder mindestens mal genauso gut. Das funktioniert mit zwei, drei, vier, fünf und wahrscheinlich auch mit sechs und sieben noch nicht so richtig. Weil das, was man jetzt im Moment macht, immer noch das allerbeste ist. Gibt doch dieses Marshmallow-Experiment oder wie auch immer das heißt. Von wegen, du kannst jetzt diesen Marshmallow essen oder aber du wartest, weil dich fünf Minuten zur Toilette muss, dann kriegst du zwei, wenn du den noch nicht gegessen hast. Und ich glaube, 80 Prozent oder 90 Prozent der Kinder essen den einen, weil der ist jetzt gerade lecker.
Auch wenn zwei viel besser wäre, aber das kann man sich halt nicht vorstellen.
Rouven (07:19)
Verzögerte Belohnung ist das dann. Ich bin da bei dir. Und ich glaube das Wichtigste ist, wenn man sich in die Perspektive vom Kind versetzt in dem Moment, also versteht, was die Beweggründe sind, dann kann man mit dem Kind auch sprechen. Dann findet man auch einen Weg zu kommunizieren. Denn wenn ich dem Kind halt immer wieder sage, wir müssen jetzt los, wir müssen jetzt los, wie du sagst, das hat keinen Wert für das Kind in dem Moment zu sagen, wir müssen jetzt los. Man muss ihn irgendwie vermittelt bekommen. Ich versuche es dann immer auf dem Weg. Papa.
Der muss auch wohin, also ich muss auch zur Arbeit. Ich habe das und das, was ich jetzt mache. Und dabei kann ich dich leider nicht mitnehmen. Oder manchmal, wenn es morgens noch geht, dann sagt man, okay, auf, ich klappe schon mal hier auf. Ich mache hier schon mal, dass auch ein Bezug dazu entsteht, dass man... Die Kinder wissen ja gar nicht, was man macht den ganzen Tag. Für die das ja auch abstrakt. Ich gucke acht bis zehn Stunden am Tag auf den Laptop. Das ist für das Kind seltsam, was ich da mache.
Daniel Schwingenheuer (07:52)
Ja.
Ja voll.
Rouven (08:18)
Und wenn man das so bisschen vermittelt, was da passiert, warum man das macht, entsteht auch ein Verständnis dafür, dass ich das machen muss, sage ich mal, oder kann man dann auch mehr erwarten. Aber wenn ich natürlich nur sage, das Kind will nicht in die Kita, ich will aber, dass das Kind in die Kita geht, dann ist halt der Dialog relativ schnell zu Ende.
Daniel Schwingenheuer (08:39)
Das
stimmt allerdings. Wir kommen zum zweiten Grund oder zur zweiten Situation, wo das Kind vielleicht sagt, ich will nicht in die Kita. Das ist, dass die Eltern in dieser Welt, vor allem für ganz kleine Kinder, natürlich der absolute Anker sind. Da kommt so ein Kind auf diese Welt, das hat erst mal so einen absoluten Black Screen, ist in einem völligen Raum gefangen, in dem ganz, ganz viele tomische
komische Dinge passieren. Es weiß überhaupt nicht, was denn hier los ist. Und dann gibt es diese Eltern, die immer da sind, die irgendwie alles regeln, die einen auf den Arm nehmen. Natürlich sind das meine Anker und bei denen will ich doch bleiben. warum soll ich diese Personen denn eigentlich loslassen? Und ich glaube, das ist auch ein Riesenpunkt und einer der häufigsten Gründe, warum Kinder sagen, ich will gerade nicht in die Kita. Das hat überhaupt gar nichts damit zu tun, dass die Kita doof ist oder dass man sich da nicht wohlfühlt oder so, sondern
Eigentlich sagt das Kind auch nicht, ich will nicht in die Kita, sondern das Kind sagt, ich will bei dir bleiben. Aber das kann das Kind vielleicht manchmal auch gar nicht sagen. Vielleicht manchmal sagt es das auch. Aber ich glaube, dieser Punkt, die Eltern nicht loslassen zu wollen, vielleicht auch ein bisschen Angst zu haben vor dem Nichts, was dann entsteht, eben weil auch die Vorstellungskraft fehlt von dem, was danach kommt, das ist einfach ein Riesenpunkt.
Rouven (10:00)
Ja, das merkt man ganz besonders bei der Eingewöhnungszeit der Kinder. Natürlich tritt das später auch noch auf, aber in der Eingewöhnungszeit ist diese Trennung, die Eltern gehen weg. Ich bin jetzt hier alleine. Warum lassen die mich denn hier alleine? Ganz extrem. Und wir hatten das ja bei den Zwillingen jetzt, dass es relativ lang gedauert hat mit der Eingewöhnung. Und ich glaube, das war auch ein Teil davon, dass sie sagen,
Daniel Schwingenheuer (10:05)
Ja, ja.
Ja.
Rouven (10:28)
Doch da warum bist du jetzt nicht mehr da du warst jetzt ein Jahr und halb jahre für uns immer da Wieso bist du denn jetzt so viel weg das ist ja auch komisch auf einmal wenn man nichts machen kann ja nichts anderes also 100 prozent der lebenszeit war man ja immer da also was ändert du denn jetzt auf einmal in dem system und das kommt halt vielleicht auch hängt dann von der der art der trennung ab und und und Oder was sonst privat los ist kommt dann halt einfach zwischendurch zurück glaube ich so dieses gefühl
Daniel Schwingenheuer (10:44)
Ja, ja, genau.
Absolut, definitiv. Und das Argument, das Elterngeld ist zu Ende, das zählt halt Kinder unter eins noch nicht. ist halt so. Der dritte Punkt, der mir so aufgefallen ist, warum ein Kind sagen könnte, ich will nicht in die Kita. Und das ist wirklich ein, glaube ich, schlimmer Punkt, dass das Kind sich in der Kita unwohl fühlt aus verschiedenen Gründen oder vielleicht sogar gemobbt wird. Das ist ein...
Rouven (11:00)
Scheiße, das ist so...
Daniel Schwingenheuer (11:21)
sehr gravierender Punkt und ich glaube, wenn das der Fall ist, dann müssen wir Eltern einschreiten und wirklich mal mit der Kita sprechen und ich glaube, an dem Punkt macht es jetzt auch wenig Sinn, dass wir das noch weiter ausführen, denn wir sind beide keine Pädagogen, arbeiten auch nicht in der Kita. Wenn das bei euch der Fall ist und euer Kind irgendwelche Anzeichen gibt, dass es in der Kita sich überhaupt gar nicht wohlfühlt, vielleicht irgendwas erzählt oder vielleicht einen blauen Fleck hat oder was weiß ich oder
ihr durch irgendwas mitbekommt, dass das Kind in der Kita gemobbt wird, dann geht zur Kita und fragt danach, soweit es ihr irgendwie geht und macht da was. Denn das ist der Punkt, der wirklich gravierend ist hier auf meiner Liste, wenn das der Fall ist. Dann kommen wir zum vierten Punkt. Vierter Punkt. Finde ich auch total spannend. habe nämlich beobachtet, ich glaube, einmal war das so, das Kind
Rouven (12:06)
Ja, also da kann ich nichts zu sagen, glaube ich, mehr. Also da hast du sehr gut zusammengefasst.
Daniel Schwingenheuer (12:20)
Das hat den Satz einfach woanders gehört. Fand das spannend, dass irgendein anderes Kind zu seinem Elternteil gesagt hat, ich will nicht in die Kita. Und am nächsten Morgen denkt sich das Kind, das probier ich doch auch mal. Interessant, was für eine Reaktion da kam. Mal gucken, was bei dir kommt.
Rouven (12:32)
Ich...
Das ist dieses Spiegeln, das ist morgens. Man hat so seine gewissen Eltern, die auch dann die Zeit kommen, wenn man das Kind in die Kita bringt. Und bei manchen, der hat so, jetzt kommen die auch. Es gibt so welche, ich glaube das kennen alle Eltern, da ist man noch nicht am Tor, da lässt das Kind schon los, rennt los und sagt der XY ist da und man kann das Kind, also das sagt einem nicht mal tschüss, das tut einem manchmal auch im Herzen weh.
Daniel Schwingenheuer (12:42)
Ja, ja.
Ja.
Ne?
Rouven (13:01)
Und dann gibt es andere, die dann halt sagen, ich will nicht und hin und her und dann ist das eigene Kind wird irgendwann unruhig. Weil es auch dann ist Geschrei, manchmal ist dann Geschrei und Gebrüll wirklich und dann wird das eigene Kind unruhig und sagt, ⁓ entweder schaut sich das ab und sagt, ich kann das jetzt ja mal probieren, ne, die Variante oder hat man jetzt nicht ganz das Thema gerade, aber es ist eine Nuance davon, wird selber so unruhig, wenn es irgendwie nicht ganz fit ist, dass es sagt, ne, jetzt ziehe ich mich zurück, denn hier ist irgendwas los. Das hatten wir eine Zeit lang.
Daniel Schwingenheuer (13:05)
Naja.
Ja, ja, genau.
Mhm.
Hmm.
Ja,
ja, ja.
Rouven (13:30)
Ja, etwa
die große da zweieinhalb, wo das ein paar mal aufgekommen ist, wo man sich wirklich, dann habe ich mich in Ruhe mit ihr hingesetzt, sie auf den Schoß genommen, eben es nochmal besprochen und dann geguckt, dass es geht. Aber das ist dann wirklich die Unruhe, die von außen reinkommt einfach durch andere, die das dann haben in der Situation.
Daniel Schwingenheuer (13:46)
Ja, ja, absolut.
Wir kommen zum fünften Punkt. Die Geschwisterkinder bleiben auch zu Hause. Das ist eine Situation, wir beide natürlich auch haben durch die dann kleineren, bei uns sind es jeweils Zwillinge, aber es ist ja völlig egal, ob das jetzt Zwillinge sind oder ob da noch ein Kind oder Drillinge oder Vierlinge nachgekommen sind. Die sind halt noch zu jung, in die Kita zu gehen und das große Kind muss in die Kita. Das ist natürlich auch Grund zu sagen, warum bleibt ihr denn alle hier zu Hause und ich muss in die Kita? Also das verstehe ich voll, dass man da sagt, ich will doch bei meinem Rudel bleiben.
Rouven (14:16)
Die Diskussion gab es bei uns auch im Anfang und dann also mal die kommen auch dahin die sind aber in der anderen Gruppe und dann könnt ihr auch zusammen in die Kita später gehen und wir müssen halt immer so ich sag mal verkauft auch im Sinne von das ist ja dann eure Kita ihr geht zusammen hin und das gute ist die sind halt in getrennten Gruppen aber sie sehen sich die im teilweise draußen zusammen die Zeit aber ja der Punkt kam auch auf zu sagen wieso muss ich gehen oder wie ihr habt auch Zeit zu Hause also wenn ihr zwei betreuen könnt könnt ihr auch drei betreuen sind die Richtung
Daniel Schwingenheuer (14:46)
Ja.
Rouven (14:46)
Und
aber wie immer ist es dann die Diskussion, und Diskussion ist das falsche Wort, der Dialog, dass man miteinander spricht, erklärt warum es nicht geht, was los ist und aber halt auch, es ist ja auch schön und vermittelt warum. Und zum Beispiel das gemacht, ich habe dann die Große immer gebracht, dass sie halt so ihr Ritual, ihre Zeit noch hatte, dass sie auch alleine dann war, dass es nicht war, die Mama bringt alle und geht wieder weg mit den Kleinen.
Daniel Schwingenheuer (15:16)
Hmm...
Rouven (15:16)
Weil das ist glaube
ich fies, wenn alle hingehen und dann wieder zwei dürfen wieder mitkommen. Das kann ich noch mehr nachvollziehen an der Stelle. Aber muss natürlich auch zeitlich gehen und das ist ja wieder, das geht jetzt bei uns, aber nicht bei
Daniel Schwingenheuer (15:21)
Ja klar.
Ja absolut.
Und dann gibt es den sechsten Grund, mir noch aufgefallen ist. Das ist, dass Kinder natürlich auch so eine Phase haben, wo sie einfach mal die eigene Wirksamkeit testen wollen. Und vielleicht wollen sie einfach mal ausprobieren, wie weit komme ich denn mit dieser Aussage? Ich will nicht in die Kita.
Rouven (15:44)
Wie viel Kontrolle habe ich auf mein Umfeld? kann ich? Was kann ich tun? wo kann ich es ausreizen? Das ist was im Alltag auch überall immer wieder passiert. die Bitte, mach das bitte so. Bist du so nett, machst du so oder oder oder oder irgendwas hat immer funktioniert. Ich reiz das jetzt mal aus und schaue einfach was passiert. Was andererseits, ich weiß man will diese Perspektive ja gar nicht einnehmen, manchmal ja gut ist. Denn wenn das Kind immer nur das machen würde, was man ihm sagt und immer nur
Daniel Schwingenheuer (16:11)
Na klar.
Rouven (16:13)
dass in seinem also nichts ausprobieren würde dann wäre es ja für immer so ein kleiner Kartoffel. Also deswegen ist es gut aber man will es halt in Moment nicht.
Daniel Schwingenheuer (16:23)
Ja, ja.
Ja, man denkt halt, probier's aus, wenn's darum geht, du Kartoffeln oder Spiegeleisen? Aber doch nicht in dem Moment. Ja, aber das ist halt unser Problem als Eltern wieder, ne? Da sind wir wieder. So, also ihr habt schon gemerkt, das sind jetzt sechs völlig verschiedene Gründe, warum Kinder vielleicht sagen, ich will nicht in die Kita. Wenn euch noch mehr einfallen, natürlich gerne auch immer schreiben, vielleicht machen wir irgendwann noch eine Follow-Up-Folge. Aber dementsprechend sind natürlich auch Reaktionsweisen, die wir als Eltern darauf bringen müssen, komplett verschieden. Und wenn irgendjemand am...
Spielplatz halt hört, ich will nicht in die Kita, wenn der Satz fällt, ist die absolute Katastrophe und dann denkt die andere Person zu Hause, Gott, das habe ich heute morgen auch gehört, das ist die absolute Katastrophe, ist es vielleicht gar nicht, weil was ganz anderes dahinter steckt bei dem eigenen Kind als im Vergleich zu den anderen Kindern. Und ich glaube, was wir auch festhalten können, wichtig ist, Kinder immer ernst nehmen. Also egal, welchem Grund wir jetzt gerade sind, einfach zu sagen, nö, du gehst aber, ist vielleicht nicht die richtige Variante, sondern
Das Kind hat halt da ein Bedürfnis geäußert und egal was dahinter steht, ist es glaube ich wichtig dem Kind zu vermitteln. Ich nehme es aber auf, was du da sagst und wir sprechen zumindest mal drüber, über dein Bedürfnis. Und wie wir das machen können? Darüber sprechen wir vielleicht jetzt.
Rouven (17:40)
Vielleicht den Kreis noch zu schließen, womit wir angefangen hatten mit dem Punkt, wo meine Große nicht in die Kita wollte. Das hat so alle, irgendwie manche Punkte mal touchiert. Und bei denen hat sie mich mal gebrannt auf dem Rückweg von einem Walltag. Und dann wollte sie einen Monat lang wirklich nicht in die Kita gehen. Weil sie das damit verbunden hat, dass es da gebrannt hat. Und sie hat das erst gar nicht so richtig gesagt.
Daniel Schwingenheuer (17:56)
Ja, okay.
Rouven (18:08)
Und hat das dann irgendwie mit ein bisschen moderieren, hat man das rausbekommen und im Endeffekt haben wir dann jeden Morgen mit ihr den Tag durchgesprochen. Und wieder Struktur reingebracht. Also hin gesetzt, gesagt, wir machen uns jetzt fertig, in Ruhe, das und das ist, wir holen dich auch dann und dann ab. Man muss natürlich auch seine Versprechen dann einhalten, haben mit den Erziehern gesprochen und irgendwann hat die Erzieherin gesagt, wir haben ja wieder unser Kind zurück. Es ist wieder auch froh und so. Es hat sie wirklich belastet, weil
Daniel Schwingenheuer (18:17)
Ja, super Variante.
Rouven (18:38)
Ich glaube, einfach so, diese Erfahrung ist brennt, es hat gequalmt, die sind durch den Seiteneingang rein, es hat nicht an der Kita gebrannt, aber die Straße hoch und es ist da langgezogen und die waren halt natürlich gestresst und wollten die Kinder in Sicherheit bringen.
Daniel Schwingenheuer (18:50)
Ja klar.
Rouven (18:50)
Aber das kann halt auch was sein und deswegen nochmal für den Punkt den du gerade angebracht hast, ist es extrem wichtig herauszufinden, ist es gerade vielleicht eher Blödsinn, ist es Freude, wenn man das vielleicht auch hart überschreiben muss in einer Situation, wenn man zur Arbeit muss und nicht anders kann gerade, oder ist es wirklich was Tiefer-Sitzendes, was Kritisches, wird das Kind überhaupt körperlich irgendwas, oder ist es halt irgendeine Situation die wirklich belastend für das Kind ist.
Daniel Schwingenheuer (19:00)
Ja. Ja. Ja.
Ja, ja.
Rouven (19:19)
dass man das nochmal hier in unseren Höhren ans Herz liegt, diese Unterscheidung mit sehr viel Herz dabei zu treffen.
Daniel Schwingenheuer (19:25)
Genau und ich glaube, was wir auch festhalten niemals hat das Kind als Ziel, die Eltern zu ärgern, sondern es geht immer andere Dinge, auch wenn man selbst das natürlich total schnell so aufnimmt, vor allen Dingen, wenn man Stress hat und irgendwo hin muss und einen Termin hat und so weiter, dann empfindet man das ja manchmal als persönliche Beleidigung, wenn das Kind jetzt sagt, nee, ich will bei dir bleiben. Aber das Kind hat niemals vor, die Eltern
zu ärgern. bin ich mir sicher. So, wie gehe ich da...
Rouven (19:50)
Auch wenn es sich manchmal
so anfühlt.
Daniel Schwingenheuer (19:54)
Das ist das Ding. Also
jetzt die Frage, wie gehe ich damit ⁓ Ich habe gedacht, wir gehen einfach nochmal die sechs Fälle durch. Es ist so schön zu Hause. Ich will die Situation nicht verlassen. Also erst mal, das ist ein großes Lob für das Zuhause, wenn das Kind sich so wohlfühlt, dass es sagt, ich möchte den Tag doch viel lieber hier verbringen als woanders, weil Kinder sind ehrlich und wenn sie sagen, ich will hierbleiben, dann meint sie das halt auch so. Und ich glaube, in der Situation, du hast ja vorhin auch schon so ein bisschen
darüber gesprochen. kann das halt auch aufnehmen. kann das Kind hat auch fragen, findest es gerade so schön hier, dass du einfach hier bleiben möchtest? Und ich glaube, eine große Lösung könnte sein, einfach in das Spiel des Kindes einzusteigen, dass man sagt, komm, wo soll man den Trecker denn jetzt parken, damit er da auf dich warten kann, bis du wieder da bist? Also nicht sagen wir gehen jetzt, sondern gucken, wie kriegen wir das irgendwie irgendwie gemeinsam hin?
und dem Kind eine Tür öffnen, dass es da raus kann aus der Situation. Das Kind ist halt da in seinem kleinen Kosmos und es muss da irgendwie raus. Und ich glaube dafür sind wir irgendwie verantwortlich.
Rouven (20:58)
Du hast das vollständig richtig
Daniel Schwingenheuer (21:00)
Dann haben wir den zweiten Fall. Die Eltern sind der ganz große Anker und das haben wir vorhin auch schon mit Eingewöhnung und so. Das sind natürlich dann Fragen, die ihr vor allen Dingen auch mit den Leuten in eurer Kita besprechen solltet. Es gibt bei uns in der Kita, das finde ich total schön, den Satz, der häufig fällt, alle Kinder werden immer wieder abgeholt. Und als unser großer das jetzt so ein paar Mal hatte, so auf dem dem Fahrradsitz und so weiter, als wir in die Kita gefahren sind, da habe ich das einfach
einfach weitergesprochen habe gesagt alle Kinder gehen immer in die Kita und alle Kinder werden immer wieder abgeholt und dann sind wir so die Kita Kinder durchgegangen wer jetzt alles in die Kita geht und so weiter und dass alle Kinder immer wieder abgeholt werden dass das sich das halt so verfestigt als Routine und gleichzeitig aber klar ist alle Kinder werden dann auch auch wieder abgeholt und du auch gesagt so dieses erklären was man selbst gerade macht beziehungsweise in der Zeit macht das ist glaube ich auch ganz wichtig das hatte meine meine Frau irgendwann mal ganz schön gemacht weil ich ja
Rouven (21:37)
Das ist schön.
Daniel Schwingenheuer (21:59)
bei einem großen öffentlich-rechtlichen Sender in Innenstadt von Köln arbeite und da steht so eine große Maus und die kennt er aber und sie hat irgendwann mal gesagt, Papa ist jetzt arbeiten bei der Maus und diese Maus hat alles verändert, weil seitdem wann immer ich arbeiten muss ist die Frage bei der Maus? Meistens ist es halt bei der Maus und ich glaube man kann solche Bilder finden, weil wenn man jetzt sagt, ich muss in HTML Webseiten programmieren, dann
kommt man glaube ich bei den Kindern nicht so wirklich weit. Aber irgendwas finden bei der Arbeit womit die Kinder related können. macht sie irgendwie greifbarer für Kinder glaube ich. Fall Nummer drei, das Mobbing. Beziehungsweise Kind fühlt sich in der Kita nicht wohl. Haben wir vorhin schon besprochen. Bitte Leute wendet euch an die Kita, sprecht mit den Leuten da und nehmt euer Kind ernst. Viel mehr können wir dazu glaube ich an dieser Stelle nicht sagen. Das Kind hat den Satz woanders gehört.
Ich würde sagen, das ist jetzt erstmal kein Problem. Das ist keine problematische Situation. Das ist vielleicht nicht mal ein ernsthaftes Gefühl von einem Kind, was dahinter steckt. Und ich glaube, dass man diese Situation trotzdem nutzen kann, dem Kind zu zeigen, ich bin da für dich. Auch wenn du jetzt sagst, du willst nicht in die Kita, dann zeige ich dir, ich bin da, ich gehe mit dir dahin.
Ich erkläre dir, was ich mache. Ich hole dich wieder ab, dass man diese Botschaften alle nochmal wieder los wird, weil das ist ja auch unabhängig davon, ob das Kind das jetzt gerade äußert oder nicht. Ist ja sinnvoll, das mal zu sagen. Und von daher kann man den Satz einfach gebrauchen. Ansonsten steckt da kein großes Problem dahinter. Fall Nummer 5. Die Geschwisterkinder bleiben zu Hause. Wie habt ihr das gemacht?
Rouven (23:45)
Ja, dem Erklären im Endeffekt. Immer wieder zu sagen, die kommen dann zu dir später auch in die Kita, die machen das auch mit dir. Und halt nicht so Situationen erzeugen, es halt so offensichtlich oder versucht, Situationen zu vermeiden, wo es halt offensichtlich miteinander kollidiert zu sagen, wir bringen dich jetzt, hatte ich eben schon mal angesprochen, wir bringen dich jetzt hin, dann gehen alle wieder nach Hause, Mama, Papa und die Kinder gehen wieder weg.
Du bleibst hier das ist halt ein bisschen fies fürs kind wenn es nicht. Gehe anders geht ist es manchmal so und dann erklären sagen okay Wir bringen dich jetzt zusammen weil ich nicht der papa bringt euch alle die mama muss schon arbeiten Der papa muss aber noch zurück und dann wechseln wir uns ab und dann erklärt man einfach den tagesablauf was ich mir ist immer zu erklären was passiert damit das ganze eine struktur findet also damit das kind übert okay jetzt ist das dann frühstückte ja auch dann machen wir das und dann ist das und dann irgendwann
⁓ Wo es bei uns manchmal schwierig ist, aber nach dem Obst. Eine Zeit hilft dem Kind ja nicht. Wenn ich sage 15,30 sagt das Kind, oder fragt halt immer. Aber wenn man sagt nach dem Obst oder nach dem Mittag, dass das Kind einen Anker hat, das bespricht man am besten dann auch mit so einer Bezugserzieherin oder einem Bezugserzieher und sagt,
Daniel Schwingenheuer (24:44)
Ja, guter Tipp.
Rouven (24:56)
Wir holen die ab. Momentan ist etwas schwierig. Auch sehr wichtig, ich glaube ich noch nicht ganz das Thema, die jetzt hier mit einbeziehen, wenn man was merkt, dass das funktioniert. Weil die dann auch in dem Moment ein bisschen schieben drücken können, sagen rufen sie sonst was früher an und auch dem Kind sagen, Mama, Papa, komm bald, ihr habt das doch besprochen, dann ist, ups, ist in der Stunde und wir machen jetzt noch das und so. Dann kommen die auch wieder in den Fluss.
Daniel Schwingenheuer (25:18)
Ja klar, ja. Dann haben wir noch den sechsten Fall, die Phase mit der eigenen Wirksamkeit. Ich glaube auch, dass können wir schnell abhandeln. steckt kein großes Problem dahinter. Da geht es nun darum, die Grenzen auszutesten. Und im Grunde genommen ist das ähnlich wie mit dem Satz, ich woanders gehört habe. Man kann das, glaube ich, nutzen, so ein paar Botschaften nochmal an das eigene Kind loszuwerden. Aber ansonsten ist das nicht
Okay Leute, wenn ihr Bock habt, schaut doch einfach nochmal bei uns bei Reddit vorbei. Da haben wir die Diskussion mit euch auch noch darüber geführt, wie ihr das alles so macht. Da gibt es wahnsinnig viele tolle Kommentare, auch noch ein bisschen was zu lernen. Also schaut gerne mal bei Reddit alle guten Dinge und ansonsten haben wir natürlich ein paar Learnings für euch. Erstmal das Allerwichtigste. Ich will nicht in die Kita heißt per se erstmal nichts Schlimmes. Es kann ganz, ganz, ganz verschiedene Gründe haben. Und das Allerwichtigste.
ist, glaube ich, auf das eigene Kind zu achten. Nach der Kita kommt das Kind glücklich nach Hause, hat es Spaß gehabt. Was sagen die Erzieher und Erzieherinnen? Ist es ausgeglichen? Und dass das Kind erst mal Problem hat, die neue Situation morgens reinzugehen, in die Kita, das ist, ich, völlig normal. Jedes Kind mag das nicht, wenn sich die Situationen ändern. Und vor allem nicht, wenn die ganz großen Vorbilder und Anker und Mentoren ihrer Eltern gehen. Das ist, ich,
glaube ich völlig normal und zur kommunikation können wir glaube ich auch noch sagen dieses pauschale du gehst aber ist in den seltensten fällen die richtige antwort
Rouven (26:48)
Es ist eine sehr kurzfristige Lösung, sagen wir es mal so.
Daniel Schwingenheuer (26:50)
Ja genau,
es ändert nichts. Das hilft nur bis zum nächsten Morgen. Genau, wenn ihr noch Beobachtungen habt, meldet euch gerne bei uns, Instagram oder über unsere Website, dann haben ein Kontaktformular. Ansonsten machen wir beide jetzt eine kleine Weihnachts- und Jahresendpause. Am 20.01. sind wir wieder da mit der nächsten Folge, alle guten Dinge. Bis dahin machen wir uns viele Gedanken. Das heißt aber nicht, dass ihr keinen Content von uns bekommt. Schaut vorbei auf Reddit und schaut vorbei auf Instagram.
Da wird es auch in den nächsten Wochen noch ein bisschen was für euch geben und stellt uns natürlich sämtliche Fragen, ihr habt. Schreibt uns alle Themen, über die wir mal sprechen sollen. Das macht uns wahnsinnig viel Spaß mit euch. Wir wünschen euch natürlich auch eine richtig schöne Jahresendzeit mit euren Kindern. Schöne Weihnachten, guten Rutsch ins neue Jahr und schaut, dass ihr die Zeit genießt. Wenn die Kinder klein sind, das habt ihr wahrscheinlich nicht so häufig in eurem Leben.
Rouven (27:39)
schon alles gesagt. Vielen Dank fürs Zuhören und ich wünsche auch schöne Feiertage, einen guten Rutsch.
Daniel Schwingenheuer (27:46)
Bis zum neuen Jahr. Macht's gut. Tschüss.
Rouven (27:47)
Wir hören uns im neuen Jahr. Ciao!