Daniel Schwingenheuer (00:00)
Herzlich willkommen Leute zur neuen Folge alle guten Dinge rufen und Daniel am Start heute mit einem ganz ganz besonderen Thema wir wollen mit euch über Medien und über Medienkonsum sprechen rufen zu Beginn dieser Folge weißt du deine Bildschirmzeit so
Rouven (00:14)
Ja, das schwankt relativ heftig. Also wenn man jetzt die Arbeitszeit rausnimmt, sag ich mal, sind es dann aber doch schon immer noch ein, zwei Stündchen, würd ich sagen. Also abends mal Fernsehen gucken, dann versackt man so ein bisschen auf der Couch, dann ist aber schnell eine Stunde.
Daniel Schwingenheuer (00:18)
Hahaha!
Reden wir jetzt vom
Tag oder reden wir von der Woche oder vom Monat? Okay, gut.
Rouven (00:31)
Nee, Tag, vom Tag, vom Tag. So
abends so ein Stündchen, noch Fernsehen oder so was meistens. Dann vielleicht noch was am Computer machen oder so was. Also man kommt glaube ich schon so, die Arbeit explodiert auf zwei, drei Stunden. Mit dem ganzen Handy zwischendurch drauf geguckt, immer kurz mal zwei Sekunden nicht, wieder hin und her. Also das ist schon noch viel Zeit, wenn man überlegt, dass der Tag noch 24 Stunden hat.
Daniel Schwingenheuer (00:51)
Safe auf jeden Fall ist bei mir auch. Also ich muss auch sagen, das hat eine so große Bedeutung in meinem Leben jetzt rein zeitlich, weil man halt hier mal wieder drauf schaut, da mal wieder drauf schaut. ist ja auch gar nicht mehr ohne geht. Und das ist natürlich auch irgendwas, was wir unseren Kindern dann direkt schon vorleben. Und dementsprechend ist natürlich irgendwie auch schwierig den Kindern das halt erstmal nicht so direkt mitzugeben. Und trotzdem ist es wichtig. Und deswegen haben wir gedacht, wir sprechen heute mit euch einfach mal drüber.
über diesen Medienkonsum, wobei wir von vornherein auch sagen müssen, dass es alles fließend ist. Unsere Kinder sind jetzt irgendwas zwischen eins und ist natürlich völlig anders, ob man jetzt über dieses Alter spricht oder ob man darüber spricht, dass Kinder hinter 15 oder 16 sind. Ein Ritual ist mir heute noch aufgefallen, weil ich wusste, dass wir heute Abend darüber sprechen wollen. Wenn ich mit unseren Kindern spazieren gehe, also die beiden Kleinen, die Zwillinge,
Ähm, ich pack die Airpods erst immer dann rein, wenn beide schon schlafen. Hast du sowas?
Rouven (01:47)
Ja, wir versuchen das Handy zum Beispiel, also beim Abendessen, man hört damit Musik an oder sowas, aber dass man das Handy auch wirklich nicht benutzt in den Zeiten, wo Zusammenzeit ist. Man kann das jetzt nicht immer vermeiden, es ist immer was, es schreibt immer einer. Manchmal legt man es dann auch komplett bewusst irgendwie komplett weg. Aber dass man sagt, Abendessen und so Zeiten, dass man wirklich sich da aufeinander konzentriert und dass die Kinder das auch von einem lernen, dass man sich da nicht permanent ablenken lässt.
Daniel Schwingenheuer (01:56)
Mhm. Yep.
Ja,
voll, das ist sowieso eigentlich ein ganz gutes Ritual. Auch für einen selbst, es gibt ja auch so Untersuchungen, dass man alleine deswegen, weil das Handy mit im Schlafzimmer liegt, dass man anders schläft, obwohl man das Handy gar nicht benutzt. Aber allein das Wissen darum, dass das Handy neben einem liegt, sorgt dafür, dass unser Schlaf sich verändert. Richtig krass, Aber dementsprechend halt auch, es wäre perfekt in der perfekten Welt, wenn man einfach sagt, ich komm zu Hause rein, leg das Handy in den Korb und dann guck ich da nicht mehr drauf vorbei.
Rouven (02:31)
verrückt.
Daniel Schwingenheuer (02:41)
macht ja keiner ja das ist auch doof ja also das ist auch mal so eine podcastmaschine ohne dass man aber gut da anderes thema leute wie viele bildschirme habt ihr eigentlich zu hause
Rouven (02:45)
kann man doch keine Podcasts mehr hören. Das ist ja auch ungünstig.
Also ich gucke jetzt gerade auf zwei an meinem Arbeitsplatz plus den Handybildschirm plus einen großen Fernseher unten plus zwei Tablets plus ein Handy plus noch zwei Laptops. Die sind jetzt nicht immer alle an. Wär aber nett.
Daniel Schwingenheuer (02:58)
Mhm. Mhm.
Laptop
was mir auch aufgefallen ist
gibt ja auch inzwischen sowas wie alexa show oder so oder das das pondon dann von google natürlich auch vor schon displays mit dabei sind wo man halt auch noch mal drauf gucken könnte digitale bilderrahmen und so das sind ja im prinzip alles displays und auch alles was sich irgendwie bewegt ist schon krass wie viele displays es eigentlich gibt wenn man wirklich drüber nachdenkt
Rouven (03:38)
bin ich völlig bei dir und da haben wir uns dazu entschieden oder ich mich diese Themen bei uns kümmern, dass ich das nicht haben wollte. Ich habe einen mit einem Bilderrahmen im Büro, da quäckseln dann die Bilder durch, auch von den Kittys. Da freut sich meine Große, wenn sie mal hier im Büro ist und sagt, da sind ja die Bilder und meine Frau freut sich auch, dass da Bilder sind und ich freue mich auch zwischendurch. Aber ich will vermeiden, dass im Alltag überall Displays sind, die immer irgendwie Bewegung haben und zu diesem Fokus auf sich ziehen.
Daniel Schwingenheuer (04:05)
voll. Ja, und ich glaube, das ist auch ganz wichtig für Kinder, dass dieser Fokus nicht immer weggezogen wird. Das habe ich bei mir selbst beobachtet. Wenn ich irgendwo bin, irgendwo was essen oder so und dann hängen zum Display. Ich schaue immer drauf, auch wenn dann nur die Speisekarte angezeigt wird und die irgendwie sich verändert. Warum auch immer. Ich schaue da immer hin. Mit anderen Leuten. Es zieht einfach meinen Fokus und das ist natürlich jetzt erwachsen. Ist das schon doof?
Aber das bei Kindern natürlich noch mal was ganz anderes. sorgt halt dafür, dass man irgendwie nicht in seiner Mitte ist und sich nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern diese Animation anschaut. Und das eigentlich ist nicht geil.
Rouven (04:43)
Diese kleine Flamme auf der Dönerbude, die so außen rumschwabert auf dem Display, das ist ja jetzt auch nichts, wo man sich eine Stunde lang die Flamme angreift. Sie macht wieder was. Aber es ist ja wirklich nur Blödsinn. Aber ich glaube, ist so bisschen natürlich, dass man dieses auf diese flackernde im Augenwinkel reagiert. Ist aber nicht schön, ehrlich zu sein.
Daniel Schwingenheuer (04:48)
Boah, schrecklich!
Man kommt als Eltern auf jeden Fall an dieser Frage nicht vorbei, wie viel Medien- und Bildschirmzeit bekommen meine Kinder, in welchem Alter. Und ich hab mal so eine ganz komische Situation gehabt. Im Sandkasten war das, am Spielplatz. Und da war mein größerer Sohn, der war irgendwie zwei Jahre alt oder so, war ein anderes Kind. Und das meinte, wir spielen jetzt Paw Patrol, hab ich vorhin noch gesehen und so weiter. Und dieser, dieses ...
andere kind auch zwei jahre alt kannte halt irgendwie alle figuren aus dieser serie und man hat wirklich gemerkt dass dieses kind ständig diese serie schaut und mein kind hat gar nicht Der kannte halt einfach gar keinen davon kennt auch heute noch keinen davon und ich habe gedacht wie krass das Auseinander geht und ich glaube das ist tatsächlich auch die realität dass es extrem weit auseinander geht mit dieser medien nutzung und vor allem
Wenn es jetzt zum einen darum geht, gucke ich das ja oder nein, das ist natürlich die eine Geschichte. Zum anderen aber auch was gucke ich dann? Das sind natürlich auch riesige Unterschiede, weil die einen Serien mit ganz vielen Schnitten, mit ganz vielen Effekten daher kommen, auch für kleine Kinder, was glaube ich nicht so wahnsinnig gut ist und andere Dinge halt auch eher langsam sind, was das Gehirn dann auch schon verarbeiten kann. Aber diese Situation, das ist irgendwie hängen geblieben bei mir, weil ich gedacht habe, das ist doch nicht gut.
Ist doch nicht gut, wenn so ein kleines Kind nur von so einer Serie spricht.
Rouven (06:27)
Das war schon schlimm genug bei uns in der Schule, wenn wir immer dann irgendwie abends gesagt haben, was hast du das abends gesehen oder irgendwas, aber da war man halt auch 15, 16 oder irgendwas und nicht halt zwei. Also was mich da extrem geprägt hat und ich glaube, dass vielleicht auch eins extrem geschoben hat bei mir ist, da hatte ich noch gar keine Kinder, nur ich mit meiner Frau im Türkeiurlaub.
Daniel Schwingenheuer (06:34)
Wurd' ich grade sagen, ja.
Mhm.
Rouven (06:49)
Wir
sitzen so beim Abendessen, man sieht sich dann oben, war schön am Strand, entspannt, kann man gar nicht mehr dran denken heutzutage. Und dann gehen wir an so ein völlig, aber auch andere Schönheit. Und wir gehen an so ein Tisch vorbei und da sitzt ein Pärchen mit einem Kind. da so Kind, das war, wenn es hochkommt, sechs Monate alt. Und das hatte vor sich so das Tablet stehen, die Eltern. Einer hing auch am Handy mindestens.
Daniel Schwingenheuer (06:57)
völlig anderes Leben, anderes Zeitalter.
Rouven (07:18)
Und dann schaufelten die den Kind den Brei rein, während das aufs Tablet glotzte. Und das eine Auge ging halt so zum Löffel, das andere blieb auf dem Tablet, und dann lief der Brei wieder raus. Aber nicht, weil das jetzt halt nicht so Essen hat, weil man das gar nicht den Fokus aufs Essen auch hatte. Und ich glaub, das hat mich wirklich ... ja, nicht traumatisiert, aber es war so, dass ich sag so, boah, das will ich auf keinen Fall. Weil dieses, klemme die Kinder nur davor ...
Daniel Schwingenheuer (07:36)
Block.
Rouven (07:48)
Damit die still sind, ist... also für mich nicht okay. Also nicht akzeptabel. Auch nicht, dass man das generell macht. Dass es Situationen mal gibt, wo man sagt, ich setze das Kind mal vor den Fernseher. Es geht grad nicht anders, es ist landunter, das kann jetzt eine halbe Stunde was gucken. Alles okay, echt kein Thema. Aber wenn man schon anfängt in einem Alter, wo das Kind ja nicht mal... Das kann ja nicht mal sprechen, das kann ja gar nicht verstehen, was mit ihm passiert.
Daniel Schwingenheuer (08:13)
Ja, ja.
Rouven (08:13)
Und da das schon
so extrem macht, also das hat mich wirklich geprägt, wie ich das sagen sollte, das mach ich anders bei meinen Kindern.
Daniel Schwingenheuer (08:19)
Das scheint so Urlaubsding zu sein. Tatsächlich haben wir vor zwei Jahren eine Reise nach Menorca gemacht und eigentlich eins zu eins abziehbild die Situation nur, dass die Erwachsenen nicht auch noch ein Smartphone mit dabei hatten, aber halt auch so ein kleines Kind irgendwie ein Jahr alt und dann das Tablet beim Abendessen, damit die Erwachsenen einfach in Ruhe essen können. Das Kind halt auch eben wie du sagst, einfach ohne Fokus auf das Essen irgendwas reinschaufeln und ich glaube...
Ohne das natürlich jetzt statistisch wirklich zu wissen. Ich glaube, da im Prinzip auch die Essstörung auch schon vorprogrammiert ist. Einfach weil das Kind niemals lernt, sich fokussiert auf das Essen zu konzentrieren. Und ganz ehrlich, wenn ich ein Kind bin und noch gar nicht wirklich weiß, was Essen jetzt ist, wie das schmeckt und so, das ist doch wahnsinnig spannend eigentlich.
Und da dann den Fokus direkt schon wegzuziehen und das einfach nur so mechanisches in sich reinschaufeln wird und man sich daran gewöhnt Katastrophe Krass Naja, so oder so dieser Medienkonsum ist bei uns allgegenwärtig und wir haben uns für euch mal schlau gemacht wie viel Medienkonsum ist denn eigentlich gut für mein Kind es gibt eine Website die heißt Kindergesundheit minus Info punkte ihr habt ja vielleicht auch schon mal gesehen
kommt vom Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, vom BIÖK. Bis vor einem Jahr hieß das noch Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. man vielleicht schon mal gehört. Das ist unbenannt worden, gehört aber zum Gesundheitsministerium. nicht irgendeine Seite. Und die Informationen sind halt auch recherchiert und gesichert. Also da gibt es eine Tabelle, wo steht unter drei Jahren eigentlich am besten gar keine Bildschirmmedien.
unter drei Jahren schwierig drei bis sechs Jahre mit den Eltern zusammen höchstens 30 Minuten und sechs bis neun Jahre zusammen höchstens 30 bis 45 Minuten in der Freizeit ich finde tatsächlich wenn man sich jetzt mal überlegt bis neun Jahre das ist extrem alt schon dafür sagt dafür dass man sagt maximal 45 Minuten in der Freizeit am Tag mit den Eltern zusammen
ist mit der Realität vielleicht manchmal nicht immer übereinzukriegen. wird auch gesagt auf dieser Website, das kann sich von Tag zu Tag mal verändern und das ist alles nicht in Stein gemeißelt und letztendlich muss man gucken, wie ist die Gesamtsituation. Aber von der Grundempfehlung, wenn man sich dann vorstellt, neun Jahre, das sind wirklich auch schon große Kinder und dann 45 Minuten am Tag, bei all den Medien, die wir haben, das ist schwierig. Wenn wir jetzt mal überlegen so, ihr seid ja auch noch bei unter drei bei den Zwillingen.
Seid ihr da drin? Am besten gar nicht.
Rouven (11:02)
Also wir sind bei den Kleinen wirklich bei am besten gar nicht noch. Die sneaken sich manchmal aufs Telefon drauf, also wenn man jetzt irgendwie doch mal was nachgucken will oder was. Oder vor allem wenn man mal ein Foto machen will, kommt die eine mal die Ecke und will dann immer aufs Display gucken. Dann machen wir jetzt ein Selfie mit von dir, sonst kriege ich kein Foto von dir hin. Aber wir machen also Fernsehen gar nicht, also der wird halt nicht angemacht, wenn die da sind. Dadurch gibt es es nicht. Und die erhaschen, sag ich mal, zwischendurch einen...
Daniel Schwingenheuer (11:07)
Wie macht ihr das?
Hm.
Hehehehehe
Rouven (11:31)
Blick aufs Handy, wenn sie sich da ran mogeln und wenn ich den Laptop mal aufhabe und irgendwie noch eine Mail schreiben muss, dann läuft mal einer vorbei, dann sitzt der auf dem Schoß, dann guckt der mal kurz, was machst du da und dann gehen die wieder runter. Also da, wenn es fünf Minuten pro Tag sind, ist es da wirklich noch.
Daniel Schwingenheuer (11:49)
Krass, bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen. Also wir haben bei uns mit dem Großen irgendwann dieses Abendritual entwickelt, das Sandmännchen zu schauen. Ich weiß gar nicht, wann wir bei ihm damit angefangen haben. Da war er irgendwie, keine Ahnung, anderthalb oder irgendwie kurz vor zwei oder irgendwie so. Sandmännchen sind halt sieben Minuten. Jede Folge ist immer sieben Minuten. Das ist unser Abendritual. Da setzen wir uns alle zusammen auf die Couch und fragen alle, bist du bereit? Bist du bereit? Bist du bereit? Dann schauen wir uns das Sandmännchen an. Am Ende reiben wir uns alle.
Rouven (12:19)
Also...
Daniel Schwingenheuer (12:20)
Die Augen, wenn der Sand kommt, das war immer das Ritual. Das war auch schon das Ritual, bevor die Zwillinge da waren. waren die Zwillinge da. Am Anfang sind die Kinder so klein, die kannst du auf deine Brust legen. Dann schauen die sowieso nicht dahin. Irgendwann werden sie mobiler, dann haben sie sich immer umgedreht. Versucht auch, auf dem Fernseher zu schauen. Das ist mit einem halben, dreiviertel Jahr viel zu früh.
Rouven (12:39)
Hm.
Daniel Schwingenheuer (12:45)
Dann haben wir angefangen, in den Laufstall zu legen, während der Fernseher läuft. konnten die noch nicht stehen und haben immer so eine Decke davor gemacht. sind die halt fertig gemacht worden. Aber jetzt mit eins, gerade eins, stehen die halt. Und sobald der Fernseher läuft, stehen die halt immer wie so ein Erdmännchen da an der Laufstall und gucken da drüber und wollen auf diesen Fernseher schauen. Dann haben wir quasi mit dem ersten Geburtstag gesagt.
Rouven (13:07)
⁓
Daniel Schwingenheuer (13:13)
Ob ihr da jetzt im Laufstall steht und irgendwie versucht alles an Kräften da reinzulegen, dass ihr euer Blick auf den Fernseher erhascht, das ist ja irgendwie auch doof. Wir weiten dieses Ritual jetzt aus, die sieben Minuten am Tag, das wird euch wahrscheinlich nicht umbringen. Wir wissen natürlich, das passt nicht in diese Tabelle, die sind gerade eins, die sind unter drei gleichzeitig. Was...
Was man, glaube ich, mit reinnehmen muss, ist, dass es eben dieses Familienritual ist. Also es ist kein, wir parken die Kinder vor dem Fernseher und sind dann mal weg, weil wir unsere Ruhe haben wollen, sondern es ist ein Wir machen das zusammen und der Große macht das auch und ihr seid jetzt eins, ihr dürft jetzt halt da mitmachen. Man merkt aber auch, das ist völlig unterschiedlich in der Annahme. Der eine, wenn er müde ist, dann guckt er halt völlig woanders hin, will immer die Fernbedienung aufessen und der andere.
Der Start quasi auf dem Fernseher findet das aber total spannend und winkt halt auch jedes Mal, wenn das ein bisschen winkt. Ich finde es halt irgendwie auch süß, ist irgendwie so bisschen interaktiv und vor allem ist es dieses gemeinsame. Ich habe manchmal so ein schlechtes Gewissen, eben weil gesagt wird unter drei am besten gar keine Bildschirmzeit. Aber du musst es halt auch händeln können. Das muss man ja auch mal sagen. Vor allem, wenn du noch ein größeres Kind hast, dem das Ritual wieder wegzunehmen, ist auch doof. Die kleinen Kinder dann auszusperren in dem Moment ist auch doof. Und wie machst du es dann?
Rouven (14:12)
Ach süß.
Ich also ich glaube auch also wenn man es jetzt hätte vermeiden können okay aber wenn man sagt das große kind durfte das und ich bin auch völlig bei dir das Jetzt weg zu dem zu sagen du darfst jetzt nicht mehr gucken wir sperren die da jetzt weg und irgendwie dann klauen die sich den spiegel die ecke zu gucken irgendwann meiste das macht ja auch gar keinen sinn und sieben minuten zusammen wenn es ein bewusstes schauen ist das ist ja auch was anderes als wenn du beduselt wirst dann sagst ich habe jetzt noch auf dem zweiten monitor was am laufen und das kind ist einfach still
Daniel Schwingenheuer (14:37)
wie das mass ist falsch.
Rouven (15:04)
sondern wenn du bewusst was zusammenschaust und auf die Kinder dabei achtest und es sind ja auch sieben Minuten. Es ist jetzt ja nicht, guckst jetzt keine zwei Stunden mit denen du filmst. vielleicht nicht das Idealste, aber ich glaube, da wird auch kein großer Schaden.
Daniel Schwingenheuer (15:22)
Ich ich gehe auch davon aus, wenn man natürlich auch viele Gedanken gemacht, jetzt richtig was ist falsch und letztendlich sind wir zu dieser Lösung gekommen. Aber ganz ehrlich Leute, wenn ihr andere Lösungen habt, wenn ihr andere Meinungen habt, könnt ihr uns auch gerne immer mal schreiben über Instagram oder auch über unsere Webseite findet ihr auch Kontaktmöglichkeiten. Es gibt einfach wahnsinnig viele Aspekte bei dem Thema, was ich auch schon mal gehört habe.
Das hat mich auch so bisschen verstört, dass jemand das Kind halt relativ viel mit Smartphones, Tablets schon hat spielen lassen mit dem Argument, die Kinder sollen ja mit den Medien, mit der Technologie umgehen lernen. ganz ehrlich, das tun sie jetzt auch nicht, indem sie stundenlang irgendwelche Serien bingen. Das funktioniert auch nicht.
Rouven (16:02)
Nee.
Dann werde ich noch mal eine Story los von der Dame, die im günstig Klamottenladen saß und das Kind vor sich her schob und das auch nur die ganze Zeit, die so, ich weiß nicht, was das war für eine App, aber so fünf Sekunden Videos immer nur so hochgeschoben hat oder runter oder links oder rechts, keine Ahnung, und wirklich diese fünf Sekunden Videos, jemand noch eingeschaut hat. ich dachte so, ich könnte gar nicht in fünf Sekunden begreifen, was da passiert.
Und auch nicht verarbeiten, nicht wechseln. Und das so über fünf Minuten, zehn Minuten, denk so junge Junge. dass das Kind irgendwann wild wird und sagt so, wieso dauert das denn so lange, ich hier meine Hausaufgaben mache? Wieso ist das hier in fünf Sekunden weg? Ich wische doch hier drüber. Da braucht man sich dann später, glaub ich, auch nicht wundern. Was ich noch hatte aus der Tabelle, die du eben angesprochen hattest, ist der was für Hörmedien drin.
finde ich auch sehr interessant. Also unter drei Jahren maximal 30 Minuten, 3 bis 6 höchstens 45 Minuten, 6 bis 69 Minuten. Was wir viel machen ist auch hier mit dem Tipptäuschstift. Das machen sogar die ganz Kleinen bei uns schon. Und da kommen wir glaube ich manchmal sogar über die 30 Minuten sogar bei den Kleinen, weil die das so, dann macht das Bimlim und die spielen was und zeigen sich das gegenseitig. Also das habe ich niemals darüber nachgedacht, dass das auch was ist, wo man sagt, na das...
Daniel Schwingenheuer (16:53)
Mhm.
Mmh... Ja.
Rouven (17:19)
muss man limitieren. ich würde jetzt nicht acht Stunden das machen lassen, aber dass das auch eine Empfehlung dafür gibt, war mir gar nicht so bewusst, muss ich sagen.
Daniel Schwingenheuer (17:28)
Ne, war mir tatsächlich auch nicht bewusst. Ich muss aber sagen, da haben wir tatsächlich auch... Da wir gar kein Problem, weil das gar nicht so angenommen wird. Also weder die Toni-Box wird ständig angemacht, noch Tiptoe die ganze Zeit. weiß auch nicht, irgendwie mussten wir uns da nie Gedanken drum machen. Ich finde das Beispiel aber ganz schön, weil das auch nochmal zeigt, wie man als Eltern so eine...
so einen bewussten Medienkonsum fördern kann. Denn gerade diese Tiptoys und ja auch die Tony Box, das sind halt abgeschlossene Systeme. Also wenn du ein Tiptoy Buch hast, dann ist halt alles, was du in diesem Buch erleben kannst, ist in einer Welt, aus der du aber nicht rauskommst. Wenn du einem Kind jetzt irgendwie ein Handy in Hand drückst mit...
Rouven (18:15)
Hm.
Daniel Schwingenheuer (18:20)
Dann TikTok oder Instagram oder was weiß ich oder irgendwelche welche anderen Apps, halt irgendwelche Videos laufen, da kannst du im Zweifel ja sonst wo landen und sonst was anschauen und das ist glaube ich vor allem das Problematische. Das geht bei der Toni-Box nicht und das geht auch beim Tiptoll Buch nicht und ich glaube das ist vor allem unsere Aufgabe als Eltern zu gucken, in was für einer Welt sind die Kinder da unterwegs. Und
Rouven (18:25)
Hm.
Daniel Schwingenheuer (18:47)
Das ist ja auch nochmal ein ganz anderer Aspekt, weil du vorhin auch schon von Hausaufgaben gesprochen hast und so weiter. Über diese Medien, hier wird schon gehußt, dem Babyfunk. Wenn wir jetzt über Medien sprechen wie Instagram oder TikTok und so weiter, das ist ja bewusst so designt, dass der Dopaminausstoß bei denjenigen, es konsumieren, möglichst hoch ist, damit sie möglichst lange in dieser App sind.
Rouven (18:57)
Mehr Fernsehen.
Daniel Schwingenheuer (19:15)
Und da wird es, glaube ich, richtig gefährlich, wenn man da als Eltern diesen Medienkonsum nicht auf dem Schirm hat und die Kinder dann mit 5 bei TikTok durchscrollen und halt von vornherein gewohnt sind, wenn sie das öffnen, dass sie dann halt diesen Dopamin-Flash bekommen und dass das irgendwas mit ihnen macht und diese Handysucht und so da schon getriggert wird. Weil da kommst du, glaube ich, nie mehr wieder raus, wenn du das halt auch vor allem auch zu früh als Kind schon erlebst, was da alles mit dir passiert.
Rouven (19:40)
Und was man alles verpasst, weil das ist ja auch so schön, wenn die Kleinen rausrennen, im Garten rennen, da machen und tun und so, dass sie selber erkunden und noch dieses Interesse haben und die müssen sich ja noch nicht ums Steuern oder irgendwas Gedanken machen. Das verliert man ja auch damit, wenn die dann nur für das Loch hängen.
Daniel Schwingenheuer (19:41)
Ja, mehre.
Voll, Also wir sind jetzt beide keine Gehirnexperten, aber für mich ist das ganz große Problem dabei, wenn man irgendwas konsumiert, dass das Gehirn so passiv ist. Du nimmst halt nur auf, du nimmst nur das auf, was du von woanders bekommst. Fängst aber nicht an, dir selbst heraus Geschichten zu entwickeln und selbst kreativ zu sein und vor allem
Das ist ja in dem Alter auch noch ein ganz großer Teil vom Lernen, dieses Verarbeiten. In dem Moment, wo du einfach keinen Input von außen hast, durchlebst du ja nochmal das, was du vorher gemacht hast. Gehst nochmal Bewegungen durch oder denkst nochmal an ein Gespräch, an eine Situation und verarbeitest das, was du gelernt hast vorher. Und das fehlt dir ja in dem Moment. du ständig von außen zugeballert wirst mit irgendwelchen Informationen, dann ...
Rouven (20:25)
Mhm.
Daniel Schwingenheuer (20:48)
dann kommst du da einfach nicht weiter und das Gehirn schafft es halt auch nicht. Und es ist halt auch völlig unnatürlich, so lange und ruhig irgendwo zu sitzen vor dem Fernseher, das macht ein Kind eigentlich nicht.
Welche Aufgabe haben wir als Eltern?
Rouven (21:02)
Ja, da haben wir jetzt glaube ich mehrfach darüber gesprochen, einfach diesen Medienkonsum in die richtigen Bahnen zu leiten, auch zu betreuen, würde ich mal sagen, und dabei zu sein. Ich finde am Anfang, wenn die Kleinen sind, nicht alleine irgendwas machen lassen, vor allem halt sowas wie Fernsehen nicht. Was wir zum Beispiel machen, ist sonntag morgens wird dann mal eine halbe Stunde, manchmal auch eine dreiviertel Stunde, muss ich sagen, Sendung mit der Maus geguckt oder irgendwas, da gibt es ja so kleine Derivate von...
Daniel Schwingenheuer (21:32)
Und die kleinen Zwillinge sind dann nicht dabei, oder was?
Rouven (21:32)
wird mit Maschinen. Nein, ne ne die
sind da noch oben. Ich gehe dann meistens mit der, die sind dann noch im ersten Stock. Ja das wäre schön. Nein, die sind dann da am rumwuseln. Aber meine Frau weiß dann, dass wir dann runter gehen oder wenn die hört das ja dann und sagt dann, na kann wir jetzt runter kommen und dann machen wir dann halt aus, wenn die kommen und gucken das dann und das ist halt wirklich schön. lernt man so ein bisschen was bei. Das ist dann manchmal über so Baumaschinen und manchmal wie wird jetzt hier.
Daniel Schwingenheuer (21:39)
Die schlafen noch so bis 10.30.11.
Rouven (21:59)
Würstchen, saure Gurken hatten wir letztens. Saure Gurken und Salzstreuwasser. Das war in einer Folge sehr interessant. das ist aber auch spannend, weil das beschäftigt, man merkt, das beschäftigt sie dann danach. Und dann erfragt sie auch dazu und dann ist das auch so ein Interesse, weil es was Interessantes ist, kindgerecht aufbereitet, es ist für die Erwachsenen auch mal ganz spannend. Es ist halt was komplett anderes, als wenn es so eine Berieselungs-Serie ist, die dann einfach nur zum hundertsten Mal das gleiche Muster wiederholt, damit das halt hundert Folgen geben kann davon.
Daniel Schwingenheuer (22:08)
Hm.
Voll.
Rouven (22:26)
Und dass dieses aktive Mitschauen nicht irgendwas einfach gucken lassen, vielleicht auch vorher sich mal anschauen in Ruhe die Sachen grob, wenn man jetzt nicht weiß, wie das so ist, oder wenn das Kind sich das unbedingt wünscht, auch mal selber das Urteil für sich zu fällen, ist das wirklich was Sinnvolles oder ist das wirklich nur Blödsinn?
Daniel Schwingenheuer (22:43)
Ja, ja, das ist ein guter Punkt.
Irgendwann muss man halt auch damit anfangen. Also das jetzt auch noch mal abschließend zu sagen, ist ja auch keine Option, dem Kind einfach sämtlichen Medienkonsum zu untersagen. Das bringt ja auch nichts, wenn es mal irgendwann, das kann man vielleicht machen, bis man in der Schule ist. Aber irgendwann fängt das Kind auch an zu denken, was ist denn diese Maus, von der alle sprechen? Das ist ja auch doof. Ich glaube, ja, sorry.
Rouven (23:07)
Ich glaube,
es ist das Gleiche auch bei Süßigkeit und allem. Wenn man das zu sehr wegzieht von den Kindern und sagt, du darfst nicht, das ist oder so verteufelt, irgendwann kippt es halt ⁓ dann lernen sie es irgendwann kennen und überfressen sich, ich mal, dann da dran und übertreiben es dann, dann lieber in geordnetem Maße sich mal anschauen, angucken lassen, so was, dass sie es kennenlernen, verstehen was es ist, auch erklären, warum man nicht so viel guckt. Warum man nicht andauernd das anmacht. Und dann geht es halt Schritt für Schritt.
Daniel Schwingenheuer (23:12)
Na ja klar.
Jaja, klar.
Wir noch einen letzten Punkt hier auf meiner Liste. haben meine Frau und ich uns schon mal so ein paar Gedanken darüber gemacht und dann müssen wir mal gucken, ob wir das letztendlich auch so durchziehen. Wir haben überlegt, wenn der kleine, große irgendwann mal regelmäßig eine Serie schaut, ob wir dem nicht was raussuchen aus einem englischsprachigen Raum. Das haben Bekannte von meinen Eltern gemacht.
sind in der Nähe von der rolländischen Grenze aufgewachsen und die Kinder die haben immer die Sésame Straße auf niederländisch geschaut die sprechen heute perfekt niederländisch und ich habe überlegt so ein Kind das nimmt halt das hat so krassen Pickup das nimmt so schnell die Dinge auf und finde es erstmal total spannend da irgendwelche Figürchen kennenzulernen und irgendwelche Geschichten zu sehen und das einfach einfach für englisch zu machen ich muss mich da noch mal ein bisschen einlesen vielleicht habt ihr auch eine Meinung dazu aber wir haben wirklich überlegt ob wir nicht dann einfach sagen hier
Das ist jetzt deine Serie und die ist halt auf Englisch. Und da kriegt das Kind zumindest mal, wenn jetzt nicht perfekt, jede Grammatik oder so, aber einfach mal so ein paar Worte, die irgendwie vielleicht unterbewusster dann schon da sind oder so. Aber das mal so als Ausblick, wie gesagt, da ist noch nicht letztendlich gefallen, dass wir das jetzt so machen, die Entscheidung. Aber da haben wir auf jeden Fall drüber nachgedacht.
Rouven (24:55)
Find ich interessant, hab ich auch noch nicht so nachgedacht, ob man's so macht. Ich hatte mal mit einer Zählerin drüber gesprochen, man einer mit dem Kind Englisch spricht. Also wo wir ein Kind hatten. Aber die sagte, da muss man das schon sehr gut können. Ansonsten richtet man da gegebenenfalls mehr Schaden an. Bei einer Serie wäre das ja nicht dieses volle Level. Wäre aber auch, wenn man das so abklastert, vielleicht fürs Kind gar nicht schlecht. Können wir nur was sprechen, wenn du da mehr reingeguckt hast.
Daniel Schwingenheuer (25:02)
Ja.
Ja, ja.
Nee, Jaja.
Ich glaube, das Problem, wenn man mit den Kindern Englisch spricht und selbst kein Native Speaker ist, dann fehlt doch irgendwas an Lebendigkeit in der Sprache. Und das merken die Kinder dann, damit kommen die halt dann nicht klar. Na ja. Leute, das war unsere Folge zum Medienkonsum. Schön, dass ihr mit dabei wart. Sagt uns gerne mal, wie ihr mit der ganzen Geschichte umgeht, ob ihr dann noch andere Aspekte habt. Meldet euch bei uns. Und ansonsten schön, dass ihr heute mit reingehört habt. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Rouven (25:47)
Vielen Dank fürs Zuhören und legt das Handy mal weg zwischendurch.