Daniel Schwingenheuer (00:01.807)
Wir sind schon bei Folge 33. Wahnsinn, schnell das geht, Leute. Herzlich willkommen zu alle guten Dinge rufen und Daniel hier. Ganz kurz noch mal für diejenigen, jetzt gerade vielleicht das erste Mal mit dabei sind. Wir beide sind Väter von drei Kindern. Rufen hat drei Mädchen, ich hab drei Jungs und das Besondere ist, wir haben beide erst ein Kind bekommen und dann kamen die Zwillinge hinterher. Nur Rufen hat das alles ein Jahr vor mir gemacht.
Rouven (00:05.421)
verrückt.
Rouven (00:26.233)
Ja, ich hab bisschen Vorlaufwürmer mit allen Themen. Obwohl, glaub, der Unterschied kommt dann relativ schnell zwischen den Jungs und den Mädchen auch.
Daniel Schwingenheuer (00:28.301)
Hahaha.
Daniel Schwingenheuer (00:32.846)
Das müssten wir tatsächlich mal besprechen. Na ja, Leute, ganz ehrlich, diese Eltern seien häufig wunderschön, vereinzelt, aber auch sau anstrengend oder andersrum. Das häufig und vereinzelt, aber ihr naja, genau, ihr wisst schon. Uns hilft es manchmal, wenn wir nicht alleine sind mit den Situationen. Deswegen gibt es diesen Podcast hier, in dem wir mit euch zusammen über diese Herausforderungen des Alltags sprechen. Apropos Herausforderungen rufen, wir stehen gerade vor einer Herausforderung. Die Kleinen, die jetzt beide eins sind.
Die gehen ab Sommer in die Kita und wir fragen uns, wie wir drei Kinder mit einem Fahrrad in die Kita bekommen. Wie macht ihr das eigentlich?
Rouven (01:11.117)
haben das Glück, dass die Kita halt fußläufig von uns weg ist. Wir haben einmal die Variante, die große läuft und die Kleinen sitzen im Buggy, also ein Doppelbuggy und die große läuft damit. Das macht meine Frau dann meistens morgens, das klappt ganz gut. Und was wir gemacht haben schon mal ist, alle laufen. Die sind jetzt fast, wir wären in drei Monaten zwei. Nee, die sind zügig, die sind gut unterwegs. Die große schnappt, hat einer an der Hand und der andere läuft mit der anderen hinterher und das klappt ganz gut.
Daniel Schwingenheuer (01:18.668)
Hm.
Daniel Schwingenheuer (01:27.08)
Dreieinhalb Stunden hin und zurück. Okay.
Daniel Schwingenheuer (01:38.7)
Ja, okay.
Rouven (01:38.756)
Aber das ist jetzt keine Lösung für euch, weil das sind bei uns, wenn man stramm geht, sieben Minuten und mit Kindern 15, wenn die Halbwegs mitmachen.
Daniel Schwingenheuer (01:45.805)
Ja das funktioniert nicht. Also gehen ist definitiv keine Option. Also wir fahren so, ja wenn ich fahre 10 Minuten mit dem Fahrrad, vielleicht 12 oder 13. Also wenn die Kleinen das laufen, ist die Kita vorbei, kannst du anderthalb Tage vorher losgehen, damit du pünktlich da bist.
Rouven (01:56.508)
Wir stehen jetzt 4 Uhr auf. Ihr habt ja 9 Uhr Kita starten. Und dann sind wir auch zur Schlafzeit. Du hast überhaupt keinen Stress mehr zu Hause. Alternativ, was man halt öfter sieht, sind so die Lastenräder.
Daniel Schwingenheuer (02:13.791)
Da sind wir gerade bei dem Punkt, genau. Es gibt ja verschiedene Varianten. Es gibt ja die mit der Riesenkiste vorne und wir tendieren im Moment dahin. Auch mit den zwei Reifen vorne, weil das Fahrrad fällt halt nicht Du kannst die Kinder da reinsetzen ohne das Fahrradumfeld. Und was ich jetzt selbst mit einem Kind schon gemerkt habe, wenn das hinten drauf sitzt, das ist halt so mit zwei, zweieinhalb, drei.
auch manchmal so richtig schön nach links, nach rechts, nach links. Ich dachte, wenn du drei Stück hinten drauf hast, gibt es ja auch diese Lasten oder diese Mehrkinderräder, wo du drei Kinder hinten auf so eine Bank draufsetzen kannst. Wenn die alle drei sich in die gleiche Richtung lehnen, ich glaube, dass du das schon kennst.
Rouven (02:42.459)
Ja.
Rouven (02:51.255)
gefährlich. Nee, dann lieber zwei Räder vorne und so was. Ich glaube auch, das ist ganz cool. Dann hast du die halt alle beisammen. Wir sind auch gerade am überlegen wegen, aber für die Freizeit, dass man dann so ein Bucky hat. Und ich glaube ich auf jeden Fall empfehle irgendwas mit E-Support, wenn du irgendeinen Berg rauf oder runter willst. Weil sonst bist du halt irgendwann Matsche, wenn du paar Kilometer mal fährst. Und zu überlegen, was dann irgendwann, dann wiegen die kleinen 20 Kilo, 18, 17 Kilo und der große wiegt dann 25.
Daniel Schwingenheuer (02:52.799)
Ja, gut.
Daniel Schwingenheuer (03:00.141)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (03:07.259)
Ja, das stimmt.
Rouven (03:20.952)
Dann haben die noch Rucksack, Jackenschuhe dabei. Hast so schöne 8-Schnorle. Als ob ich mich da vorne ein bisschen weniger... Kannst auch mich durch die Gegend dann fahren einmal. Also, Bock hast. Und ich glaube, das ist dann ordentlich. Ich werf mich dann auch nicht auf eine Seite. Ich bleib dann mittig sitzen.
Daniel Schwingenheuer (03:26.06)
Du kennst das? Das doppelte Körpergewicht. da rumfahren. Großartig. Ja, Ja, ja. Also wir suchen schon ordentlich bei Kleinhandzeigen, weil wenn du die Dinger neu kaufst, dann kannst du auch einen Kleingwagen kaufen. ist echt so krass. Wahnsinn. Na ja, Leute, das ist nur so ein Zeitthema. Wenn ihr Tipps habt, gerne rüber schicken über Instagram oder auch über unsere Webseite. Da findet ihr eine E-Mail-Adresse allegutendinge.com.
Rouven (03:40.262)
Hm.
So ein Fassballer.
Daniel Schwingenheuer (03:54.302)
Wir nähern uns heute mal einem Thema, das mir eigentlich jetzt mit Kindern auch so zum ersten Mal wirklich bewusst geworden ist. Es geht die Frage, inwieweit ist eine Gesellschaft dafür verantwortlich, mein Kind zu erziehen? Das ist erst mal jetzt so eine komische Frage, die wir hier in den Raum stellen. Und ich glaube, ja, wir können jetzt schon mal festhalten. Also dieses Thema werden wir nicht endgültig und abschließend heute in dieser Folge besprechen. Das könnte man wahrscheinlich tagelang machen. Unsere Idee ist heute einfach mal dieses
dieses Fass irgendwie anzupieksen und wenn euch letztendlich Aspekte und Ideen dazu fehlen, dann meldet euch einfach bei uns, damit wir nochmal so ein Follow-Up daraus machen können. Aber erstmal müssen wir glaube ich dieses Thema definieren und gucken, was wir eigentlich damit meinen. Und Dubes rufen, glaube ich, damit die Ecke gekommen.
Rouven (04:44.779)
Genau. Und es ist irgendwie bei mir entstanden, weil wir so im Kita-Alltag, oder hab ich gemerkt, jeder macht das anders. Manche investieren mehr Zeit, mehr Muße in die Erziehung von den Kindern, versuchen schon mehr vorzubereiten, andere sind da eher alles fair unterwegs. Sie nicht sagen, dass irgendwas richtig oder falsch ist.
Aber die Frage, dabei immer entsteht, ist, wer macht den Rest? Also wenn ich jetzt sage, ich mache was weniger, ich lasse das Kind einfach mal alles machen und auch vielleicht in kritischen Situationen, lasse ich einfach mal gucken, ich mal was passiert, ich habe letztens irgendwelche, die haben dann ihre Kinder, auch die ganzen Kleinen, die laufen dann, irgendwer wird schon gucken.
Sie dann auf, wer macht denn das den Rest? Wer kümmert sich denn darum, wenn das jemand anders nicht macht? Und wie viel kann ich denn von anderen erwarten? Wie viel muss denn von mir erwartet werden an der Stelle? Denn manchmal hat man das Gefühl, viele Eltern sind so im Einzelkämpfer-Modus. Die gucken halt nach sich oder sagen, wie kriege ich denn noch irgendwie Alltag, und dieses und jenes in der Anzeigenstress alles unter einen Hut und streichen dann vielleicht auch mal die Erziehung an manchen Stellen zusammen. Den Extrometern.
Daniel Schwingenheuer (05:46.024)
den Extrameter, Den Extrameter. Und dann denkt man halt, okay, das Kind ist ja sowieso acht Stunden am Tag in der Kita oder so. Würde schon mitbekommen, wie man das macht.
Rouven (05:55.322)
von den anderen kindern dann von den erziehern die heißen ja auch so ist das ja gelöst
Daniel Schwingenheuer (05:59.357)
Ja, ich bin ja kein Erzieher. Woher soll ich das können? Und dann gibt es natürlich den umgekehrten Fall. Da habe ich mir vorher Gedanken drum gemacht. ich kann mir auch vorstellen und letztendlich, wenn ich so drüber nachdenke, war es bei mir, glaube ich, auch so, wenn du ein Kind bekommst, dann hast du dieses super kleine, süße Baby auf dem Arm und du willst nur das Beste für dieses Kind und
Hast du dieses Gefühl von ich trage dich durchs Leben, ich begleite dich durch dein ganzes Leben und man hat so das Gefühl, das was du hier lernst, das lernst du von mir bzw. in dem Fall jetzt natürlich auch von meiner Frau und von unserem Umfeld hier und so. Und irgendwann kommst du zu einem Punkt, spätestens wenn das Kind in die Kita geht, dass du merkst, wir können als Eltern nicht 100 Prozent der Erziehung unserer Kinder übernehmen. Das geht einfach gar nicht, weil ein Kind auch von woanders Einflüsse bekommt.
Und spätestens dann, wenn dann noch mal mehr Kinder hinterherkommen, dann hat man das Gefühl, es wird irgendwie noch schneller. Zumindest hatte ich das Gefühl, wie es bei euren Zwillingen gewesen war, weil man noch mehr auf Hilfe angewiesen ist von außen. Da man das Gefühl, dass da noch viel früher von außen auch Einflüsse kommen und andere Erziehung. Also andere Leute haben andere Erziehung, das ist halt nun mal so. Und das merkt man ja selbst auch in der eigenen Familie manchmal, dass man denkt, okay, wir jetzt irgendwie
Meine eigenen Eltern, meine Schwiegereltern, machen es nicht schlechter, aber anders.
Rouven (07:31.078)
bin ich völlig auf seine Ursprungswaage zurück, wie es bei uns war mit den Zwillingen. Man merkt, dass man anders rangehen muss an das Thema. Man hatte vorher mit einem Kind die Ruhe, zwei konnten sich ein Kind kümmern, man konnte sich das alles in Ruhe anschauen, wie mache ich das mit dem Kind und so weiter. Und jetzt hat man einerseits Erfahrung gesammelt.
und will das vielleicht anwenden, hat aber gar nicht mehr so die Zeit, man vorher dafür hatte und muss sich manchmal das auch anders überlegen, neue kreative Wege finden, wie man das schnell macht. Zum Beispiel bei uns jetzt die Absprache, wenn es mal wirklich Richtung Tränen geht oder ich will jetzt nicht sagen eskaliert, aber wenn halt so eine angespannte Situation ist, wir gesagt haben, wir nehmen einen raus.
Und geh mit der raus. Der andere macht die anderen beiden dann in der Zeit, wenn man grad zu zweit dass man halt auch diese Ruhe hat. Das ist jetzt nicht zwingend, das ist auch ein Teil der Erziehung, aber in Ruhe mit dem Kind zu sprechen, zu erklären, was man macht. Und das ist halt bei einem Kind, ist das halt easy going. Es ist halt kein anderer da, kein anderer will was, kein anderer brüllt dann in dem Moment und beißt sich auch selber auf den Finger, weil er grad irgendwie ein Würstchen im Mund steckt. Und dann hast halt die Ruhe. Was aber bei uns jetzt anfängt, ganz schön ist, ist, dass die große Anfängteile der Erziehung zu übernehmen, versucht,
Daniel Schwingenheuer (08:23.786)
Ja, ja.
Daniel Schwingenheuer (08:37.513)
Hehehehehe
Rouven (08:38.169)
Aber diese skalierung also wir sagen du erklärst ja erstmal was du möchtest und dann sagst du Bitte macht das nicht zweiter schritt ist das wird hier nicht gemacht dritter schritt ist man man erhöht so ein bisschen den also man ändert die tonlage bis man dann in die nähe kommt so und bei der ist immer so Nein lass das von 0 auf 110 prozenter soll jetzt ist direkt sagt so wie das machen wir nicht hast du den erklärt was du möchtest
Daniel Schwingenheuer (08:50.918)
Ne.
Daniel Schwingenheuer (09:03.145)
Hahaha
Rouven (09:06.995)
Nein, jedenfalls weiß ich nicht, los ist. Aber es ist so, so nehmen auch die Geschwister schon irgendwie, es ist ja jetzt fast vier, die Große, fangen auch schon an mit da einzuwirken auf die anderen. Mal mehr oder weniger, wie es klappt, aber ist auch sehr cool.
Daniel Schwingenheuer (09:07.561)
Ja, ja.
Daniel Schwingenheuer (09:20.509)
Das ist interessanter Punkt. habe vorher darüber nachgedacht, welchen Richtungen eigentlich Erziehung kommt. Und die Geschwisterkinder habe ich gar nicht mit einkalkuliert, weil ich da, glaube ich, nicht dran gedacht habe. Ich habe aber an Folgendes gedacht, also natürlich erst mal primär die Eltern als Einflussfaktoren, dann, wie du sagst, Geschwister, das können wir noch ergänzen. Dann gibt es natürlich so den erweiterten Kreis mit Großeltern, mit Freunden, mit Onkel, mit Tanten, was ja irgendwie alles noch so Familie ist. Dann gibt es aber
Institutionen, denen auch Erziehung kommt. Das geht dann los mit der Kita. Dann kommt irgendwann noch die Schule dazu. Dann gibt es aber auch Sportvereine oder irgendwas anderes, was man halt dann in seiner Freizeit macht. Vielleicht irgendwelche Schwimmkurse, dass man letztendlich dann als Eltern am Anfang noch mit dabei. Wenn die Kinder älter sind, ist man da ja auch gar nicht mehr mit dabei. Dann gibt es, aber wenn wir jetzt noch weitergehen, Kreis noch weitermachen, gibt es irgendwann auch Fremde. Wenn ich jetzt
Rouven (10:08.343)
Mhm.
Daniel Schwingenheuer (10:17.993)
an den Spielplatz denke oder so irgendwelche Eltern, man gar nicht kennt. ist irgendeine Situation, wo irgendjemand das Gefühl hat, da muss ich jetzt aber einschreiten und plötzlich sagt irgendjemand was zu deinem Kind, du gar nicht kennst. Und letztendlich, ich habe es natürlich vorher mal irgendwie gegoogelt zu dem Thema, was ich ganz interessant fand. Es gibt auch rein rein per Definition auch noch den Staat, der so eine Art Wächterfunktion hat, so ein Jugendamt oder so, was natürlich jetzt nicht primär Erziehung ist, aber es sind schon auch Einflussfaktoren, die
Rouven (10:39.8)
Okay.
Daniel Schwingenheuer (10:47.195)
Ja, sagen wir mal, im besten Fall gar nicht geltend gemacht werden. Aber wenn wir jetzt ein Kind haben, in relativ prekären Verhältnissen aufwächst, dann kann es schon auch sein, dass das als Erziehungseinfluss auch noch mit dazu kommt. Das ist das, was ich noch ergoogelt habe. Aber ich glaube, das klammern wir jetzt mal aus hier in unserem Gespräch. Das nur der Vollständigkeit halber. Ich habe es jetzt gerade schon mal so kurz angedeutet. Wir können das mit diesen Kreisen vielleicht nochmal.
bisschen genauer definieren. Es gibt einen ganz engen Kreis und dann die Kreise, immer weiter werden.
Rouven (11:21.904)
Genau. Und für mich ist so der innere Kreis, ja klar, Familie, aber auch jeder, wo die Eltern und das Kind Vertrauen zu haben. Man merkt das ganz krass, ich. Es gibt halt Leute, denen würdest du dein Kind mitgeben auch. Also jetzt, nicht einfach, schenke dir das direkt und man hat dich nie kennengelernt. Aber es gibt auch zum Beispiel Kita-Eltern, die trifft man zwei, drei Mal. Man merkt, man hat da eine ähnliche Chemie, man hat eine ähnliche Richtung bei der Erziehung.
Man merkt, dass das Kind denen vertraut auch direkt und dass die da mitmachen. Dann hast du nach zwei, drei Treffen sagst du, okay, ganz ehrlich, wenn mal was wäre, da könnte das Kind auch hin. Und dann wird dieser innere Kreis ganz schnell, werden da auch Äußere mit eingefasst. Also man kann nicht immer sagen, älter, also klar, die Eltern sollten, Großeltern, Geschwister und, können alle innerer Kreis sein. Aber für mich ist so die Kernunterscheidung, habe ich Vertrauen zu der Person. Das ist dann auch jemand in der Kita.
Haupt-Erziehungskontakt, wo ich sage, da gebe ich mein Kind gerne hin und da weiß ich auch, dass die das in meinem Sinne und im Sinne des Kindes vor allem machen. Die machen das nicht genauso wie ich, aber man ist so auf einer 80 % Deckung. So. Und dann hast halt den äußeren Kreis, wo du sagst, das sind halt welche Personen, wo du sagst, das sind halt zufällige Kontakte oder halt Bekannte, die vielleicht auch gar nicht so mit Kindern affin sind, die auch gar nicht so mit dem...
wo die Chemie halt auch nicht so stimmt vielleicht. Das sind so die groben Unterscheidungen für mich.
Daniel Schwingenheuer (12:50.216)
Das bedeutet, die Kinder bekommen Signale, was jetzt gewünscht ist in dieser Welt und was nicht gewünscht ist, aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Und das Kind ist von vornherein damit konfrontiert, dass diese Signale nicht immer überall gleich sind. Das ist eigentlich superschwierig, oder? Letztendlich muss man sich mal vorstellen, dass da ein Kind ist, was
Rouven (12:58.848)
Ahem.
Daniel Schwingenheuer (13:18.767)
was ja erstmal per se keinerlei Referenzen hat und von Null an auswählen muss, weiß denn jetzt hier richtig, was ist falsch. Es ist ein ständiges Ausloten. Das ist ganz schön extrem, was die Kinder da leisten.
Rouven (13:35.216)
Ja, und ist ja selbst bei einem selber, reagiert man ja nicht in jeder Situation gleich. Das heißt, wenn man gerade Zeit und Muße hat, reagiert man vielleicht mit ganz viel Verständnis und ganz viel Ruhe und ganz viel Erklären. Und wenn man selber gerade in einer angespannten Situation ist oder einfach wirklich nicht kann, zeitlich ist es vielleicht auch nur ein kurzes, ein Moment, stopp, wir machen das jetzt anders. Und selbst da ist es ja schon so. Aber andererseits ist ja dieser Perspektivwechsel von außen für die Kinder auch gut zu sehen. Es gibt Unterschiede.
Es ist nicht überall alles gleich. Und auch für die Eltern mal zu sehen, vielleicht wie es andere machen. Weil man ist ja selber auch nicht perfekt. Und ich finde es auch spannend zu sehen, wie andere gehen. Wie gehen andere mit einer Stresssituation Wie gehen andere mit so Erziehungsthemen Gibt es jetzt hier das Kind für Süßigkeiten, die Klassiker oder irgendwas? Wie machen die das? Sprechen die mit dem Kind? Sagen die einfach nein? Sagen die ...
gibt es bei uns einfach nicht. Also, und akzeptiert das Kind, dann, wie diese Wechselwirkung dann zwischen den Kindern ist. Und dann ist es halt spannend, wenn das eigene Kind irgendwie damit reinrutscht, wie eben bei dem Beispiel Spielplatz. Finde ich, wenn es respektvoll ist mit den Kindern, kann es auch streng sein, das ist nicht die Frage, kann halt auch sein, dass Strenge benötigt wird. Aber wenn es respektvoll ist, ist es für mich völlig in Ordnung, wenn da halt irgendwie so eine Kommunikation stattfindet.
Daniel Schwingenheuer (14:52.141)
Ja klar, absolut. Ich glaube, ist halt überall so, dass wir gucken müssen, passt das irgendwie zusammen? Wenn jemand sowieso dieselben Werte vertritt, dann ist es halt auch völlig okay, dass man dann den Kindern diese Werte auch vermittelt. Ich komme damit klar, wenn jemand mal anders meinem Kind sagt, bitte tritt mein Kind nicht.
Naja, auf jeden Fall ist es so, wenn wir uns als Eltern einmal damit abgefunden haben, dass wir jetzt nicht 100 Prozent der Erziehung übernehmen können, stellen wir halt sehr schnell fest, dass Erziehung halt eben nicht gleich Erziehung ist. Andere Leute verstehen was anderes darunter. Und ich glaube, damit müssen wir uns eben abfinden. Wir können nicht diese ganze Welt kontrollieren. Wir können nur hoffen, dass das Kind letztendlich auch checkt, dass unsere Werte vielleicht ganz cool sind und da dann die richtige Abwägung trifft.
Lass uns mal über die verschiedenen Komponenten sprechen. Wir haben vorhin schon aufgedröselt, aus welchen Richtungen das Kind Signale bekommt. Und ich glaube, wenn wir die Frage stellen, ist eine Gesellschaft oder inwieweit ist eine Gesellschaft für die Erziehung meines Kindes zuständig, dann müssen wir mal schauen, was wir unter Erziehung verstehen und welchen Teil der Erziehung welche Komponente übernimmt. Wenn wir über die Eltern sprechen, wofür sind Eltern zuständig, deiner Meinung?
Rouven (16:17.711)
Ja, für die Basics erstmal auf jeden Fall. zu sagen, ähm, höflichkeit, dass man einen sauberen Umgang miteinander hat. Also eine Grundwertvermittlung. Ehrlichkeit auch, ähm, auch mal auszuhalten, wenn etwas nicht funktioniert. Dieses Konfliktlernen, ne, das nicht gehauen wird. Und, und, und, also diese, ja, wie wenn ich sagen, menschlichen Basics, die man so erwarten kann in der Gesellschaft. Aber das Fundament.
Daniel Schwingenheuer (16:45.702)
Ich habe vorher auch über eine Formulierung nachgedacht. Es ist gar nicht so einfach. Aber im Prinzip bin ich auch wieder zu Basics gekommen. Einfach ein Grundverhalten, Grundrespekt an einem Menschen gegenüber und einfach so ein täglicher Umgang irgendwie.
Rouven (17:02.34)
Man sagt, wenn ich selber so ein Kind kriegen würde als Ki... Also, Kind geht jetzt mit zwei, eineinhalb in die Kita, oder nehmen wir jetzt mal zwei, dann kann das ja auch schon bisschen mehr sprechen. Dass man sagt, da würde man sich darüber freuen, wenn man so ein Kind bekommt, weil das nicht auf einmal anfängt, rumzurandalieren sofort. Kann ja immer mal passieren, ist jetzt nicht der Allgemeinfall. Aber du hast wirklich Kinder, die wirklich dann wild sind. Und wir haben das teilweise bei uns in der Kita, dass dann halt...
Externe noch extra Betreuer kommen dafür, weil manche sich da nicht am Riemen reißen können. Du merkst es ja auch in der Kita dann, das geht, wenn ein Kind das hat, macht geht das. Wenn das zwei machen, geht das. Wenn es fünf sind, irgendwann kippt das und dann machen die anderen das auch mit.
Daniel Schwingenheuer (17:40.293)
Ja.
Ja, das stimmt. Wobei wir, also ich glaube, wir müssen eine Sache an dieser Stelle ganz klar sagen, dass Kinder verschiedene Phasen durchlaufen. Und du kannst noch so sehr gute Werte vermitteln. Das Kind kommt irgendwann in eine Trotzphase. Und das Kind will auch irgendwann mal ausprobieren, wie das ist, jemand anders zu treten. Da kannst du noch so häufig sagen als Eltern, das macht man nicht. Es gibt diese Momente und das hat doch nichts mit schlechter Erziehung zu tun. Aber das Kind sollte schon mal gehört haben und eigentlich im Inneren auch wissen, dass es nicht richtig ist.
Rouven (17:47.366)
Hmpf
Rouven (18:12.476)
Ich bin natürlich klar, es kann immer was passieren. Wir haben ja auch manchmal schlechte Tage und das ist auch ganz normal. Aber wenn du das Fundament gesetzt hast dafür, passiert es halt nicht so häufig. Und das ist halt der Punkt. Und wenn das bei allen etwas stabiler läuft, dann wird es halt auch für alle ruhiger.
Daniel Schwingenheuer (18:22.02)
Ja.
Daniel Schwingenheuer (18:27.531)
Ja. Großeltern und erweiterte Freundeskreis. Ich würde mal sagen, aus der Richtung sollten prinzipiell dieselben Werte vermittelt werden. Und gleichzeitig, glaube ich, ist genau dieser Kreis Großeltern-Freunde ein erster Kreis, der dem Kind vermittelt, es gibt Nuancen in der Erziehung. Es gibt nicht nur einen Weg, sondern es gibt in manchen nicht so
Rouven (18:30.781)
Ahem.
Daniel Schwingenheuer (18:57.8)
Schlimmen Bereichen. Einfach auch andere Varianten, zu machen. Und wenn es nur ist, dass es vier Kugeleneis gibt, statt einer oder so. Jaja, genau.
Rouven (19:04.403)
Das ist das, da habe ich auch gerade dran gedacht, sind diese Freiheitsgrade, die die wir haben. Das ist dann dieser Oma-Bonus, der Tanten-Bonus oder sowas, die danach gerne das Kind verwöhnen. Das ist auch okay. ich bin da bei dir, es geht darum, wenn das Kind sonst mal zwei Kugeln eins ist und es ist dann drei oder vier, völlig okay, solange das Kind in einem ordentlichen Zustand zurückkommt wieder. Und danach nicht, ja...
Daniel Schwingenheuer (19:24.485)
Hehehehehe
Rouven (19:26.873)
Du lachst, es gibt welche, dann ist das Kind danach völlig überdreht. habe von Bekannten gesagt, die haben das Kind dann einfach schlafen lassen den ganzen Tag. Also die sind dann weg und haben gesagt, das war total easy, das Kind hat jetzt acht Stunden geschlafen.
Daniel Schwingenheuer (19:37.262)
Aja, mhm.
Rouven (19:42.255)
Und dann sagen die, ja, es ist jetzt Schlafenszeit. Ja, wir sind jetzt weg. Und das ist halt, das ist dann eine andere, das ist dann ein Situationsverständnis nicht. Also das ist jetzt nicht direkt Erziehung, aber wenn Leute halt nicht verstehen, dass da mehr dran hängt am Kind, als dass das jetzt mal grad gelacht hat lustig, sondern dass es dann auch irgendwann mal ins Bett muss, dass es auch sonst noch fit sein muss.
Daniel Schwingenheuer (19:56.868)
Hmm, ja.
Rouven (20:06.584)
Das ist halt dann zu viel. Aber ich bin bei dir, ja, dieser Freiheitsgrad ist ja auch schön zu sehen fürs Kind. Es gibt nicht nur diese eine Regel. Es gibt auch mal ein bisschen Ausloten. Ich wette das dem ja auch schon mal, dass das Kind auch mal so bisschen fordert, dann selber das auszuloten. Weil das gehört ja auch dazu. Das sollst ja in anderen Bereichen auch machen. Und dann sollst das auch ruhig bei Regeln machen. Das ist ja völlig legitim.
Daniel Schwingenheuer (20:24.254)
Ja, ja. Was ist mit Fremden?
Rouven (20:27.514)
hatten wir eben schon mal angeschnitten. Für mich ist respektvoller Umgang. Also nicht irgendwie aufs Kind herab und irgendwie überzogen, streng oder irgendwas. Und dann ist es vielleicht gar nicht so schlecht. Wir hatten ja die Frage auch immer ein bisschen ins Internet gestellt, wie andere Eltern das sehen. Und da hat jemand geschrieben, das bleibt vielleicht mehr im Gedächtnis hängen. Weil wenn es mal wer ganz anderes macht, den man gar nicht kennt, den man auch nicht einordnen kann.
Daniel Schwingenheuer (20:49.987)
Hm.
Rouven (20:52.861)
Bei Mama und Papa, bei Tanten weiß man ja immer, okay, die reagieren jetzt so ungefähr oder wenn es mal anders ist, dann hatte das irgendwelche Gründe. Aber wenn jemand ganz neutral, also von Null kommt und einem was sagt, weiß man gar nicht, ist das jetzt schon das Maximum? Ist das gerade der Anfang? Und dann ordnet man das vielleicht ganz anders ein und merkt sich das auch anders. Ist auch gar nicht schlecht. Wie gesagt, respektvoll. Aber dann finde ich das super auch mal. Und dann ist es ja auch wieder der Gesellschaftsauftrag, wenn ich sehe, das Kind ist Sand. Dann man, na ja, lass das mal mit dem Sand.
Daniel Schwingenheuer (21:20.579)
Ja.
Rouven (21:21.816)
dass die auch so oder ja oder dass einer nicht irgendwo runterfällt wenn die klein sind oder was ich jetzt gesehen hatte letztens auf dem Parkplatz, am Ende des Pauses beim Aldi, da war ein Vater der hatte ein Kind dabei und das ist dann hinter ihm hergelaufen. Er hatte irgendwie die Gasflasche wollte die da tauschen, das ist so Automat und der hatte das nicht im Auge und das Kind war so unter drei. Und ich war wirklich und der Kollege meinte und ich war da
Daniel Schwingenheuer (21:45.099)
Ja!
Rouven (21:49.234)
Ich wäre den drei Schritte wäre ich da gewesen. Dann hätte ich den da weg also weggeschnappt und an die Seite gestellt das Kind. Weil die Brettern da rein und raus das ist die Einfahrt und das ist dann wo ich sag boah
Daniel Schwingenheuer (21:56.003)
Ja, ja, ja, Nee, also das ist tatsächlich ja die Frage, so ein bisschen über dieser Folge hier heute steht, ja auch, wo kann ich mich vielleicht als Eltern auch so ein bisschen zurücklehnen mit dem Gedanken kriegen die Kinder schon mit und wo muss ich wirklich aktiv sein? gerade wenn es darum geht, das Kind zu beschützen, da muss ich auch aktiv sein. Da kann ich doch nicht sagen, das kriegt schon mit, dass da ein Auto kommt.
oder das lagere ich aus, dass irgendjemand anders schon so wach sein wird, mein eigenes Kind nicht umzufahren. Also bitte wirklich. Schlimm. Wir haben mit euch auch bei Reddit darüber gesprochen. ganz interessante Geschichte, habe ich gedacht, die nehme ich mal mit rein in diese Sendung. haben sich ein Leute darüber unterhalten über so Supermarktsituationen, wie man es mal kennt. Und eine Userin hat geantwortet Temporary Drama. Schöner Username auf jeden Fall.
Rouven (22:24.945)
Ahem.
Rouven (22:32.785)
Ich hebe es jetzt.
Daniel Schwingenheuer (22:51.874)
hat irgendwie auch letztens auch ähnliche situationen und dann geht folgendermaßen weiter ich habe gesagt dass wir darauf erst sparen müssen also es geht wahrscheinlich irgendwas süßes im supermarkt oder so und dann hat sich ein älterer her umgedreht und meinem kind zwei euro gegeben und meinte dass er nun genug geld hätte tatsächlich war ich in im ersten moment überrumpelt und er meinte dann auch von selbst nun habe ich sie total übergangen
Und ich habe mich dazu entschieden, es nicht doof zu finden. Ich habe ihm gesagt, das ist okay, so mein Kind sich freut, so ein Glück heute zu haben. Mein Kind, in Klammern frisch vier, hat es auch freudestrahlend jedem erzählt, dass es von einem netten Mann Geld bekommen hat, sich was Süßes zu kaufen. Ja, war grenzwertig, aber das Kind hat unsere üblichen Regeln eingehalten, die wir im Umgang mit Fremden pflegen. Und ja, der Mann und mein Kind waren in dem Moment glücklich. Das war irgendwie auch schön zu sehen.
Und es ist irgendwie so beides. Ich kann es voll verstehen, dass man als Eltern hinterdenkt, war das jetzt okay? Und irgendwie war es ja auch dann... Naja, wenn wir jetzt über Erziehung sprechen, es kann halt sein, dass es darum ging, diese Botschaft zu vermitteln, ey, wir müssen halt auch mal auf was sparen, wir können uns nicht alles jetzt einfach kaufen. Es kann aber auch sein, und das wusste der Mann jetzt auch nicht, dass die Eltern sich vielleicht gedacht haben, du hast vorhin schon Eis gegessen, jetzt gibt es nichts Süßes mehr oder so.
Und dann von außen so rein zu grätschen ist vielleicht auch ein bisschen übergriffig
Rouven (24:26.081)
ist so bisschen situationsabhängig, immer. Ich finde es ist irgendwie total schön, wenn jemand sagt, ich spende dir dir was, weil du kannst oder darfst ja nicht. Vielleicht auch mit so einem zwinkenden Auge, wie mit dem Oma-Opa-Bonus zu sagen, du kriegst das jetzt von mir. Ich finde, eine freche Ausrede. Wenn man das Geld nicht hat, völlig legitim, wenn man das Geld hat und dann dem Kind sagt, wir müssten darauf sparen, jetzt einen Bonbon zu kaufen, vermittelt, ich mag das nicht, muss ich ehrlich sagen, weil das vermittelt so einen komischen, wir haben kein Geld.
Daniel Schwingenheuer (24:27.969)
Ja, voll.
Daniel Schwingenheuer (24:51.905)
Ja.
Rouven (24:55.828)
Und deswegen kriegst du das ja jetzt nicht, wegen so einem externen Grund anstatt dem Kindern zu erklären, du hast jetzt schon sechs Mauern am Packung gegessen, die siebte gibt's nicht. Aber jetzt auf die Situation zurückzukommen, ich finde es eigentlich ganz cool, weil das Kind kriegt einfach mal mit, dass jemand einem was Positives möchte und nicht die ganze Welt irgendwie nur böse ist und man hinter jeder Ecke was sehen muss, sondern das war ja einfach eine freundliche Geste und sicher ähnlich wie die Dame dann
Daniel Schwingenheuer (25:11.626)
Ja.
Rouven (25:21.232)
Es ist ja was Nettes, alle freuen sich und selbst wenn das Kind dann noch, dann sagt man halt, du kriegst jetzt jede Packung und dafür nimmst du einen Keks. Dann ist es ja okay, man muss ja nicht das Maximum dann rausholen.
Daniel Schwingenheuer (25:31.873)
Ja, und wenn wir jetzt nochmal auf das Thema Erziehung kommen, das ist halt auch ein anderer Aspekt. Erziehung ist ja eigentlich so ein Leitfaden, auch wie verhalte ich mich in dieser Welt, damit ich irgendwie ganz gut dadurch komme, halt irgendwie so Tools an die Hand zu bekommen, wie ich mich in dieser Welt verhalte und eben diese Botschaft von, es kann auch mal was Nettes geben in der Welt. Es kann auch mal jemanden geben, der von außen kommt, den ich nicht kenne und der mir aber auch einfach nur was Gutes möchte.
Rouven (25:33.85)
Ahem.
Daniel Schwingenheuer (26:01.057)
Das kann ich halt als Eltern eigentlich auch nicht vermitteln. Also selbst wenn ich, wenn ich das in meine Erziehung mit reinnehmen möchte und irgendwie dem Kind vielleicht auch beibringen möchte, mal was Gutes zu tun, ist glaube ich nichts größer und bleibt nichts mehr hängen, als wenn einem selbst was Gutes getan wird. Und das Kind wird vielleicht irgendwann auch denken, ach komm, ich hab noch 20 Euro und mein bester Kumpel hat gerade nichts, ich geb ihm jetzt mal was, genauso wie der alte Mann mir was gegeben hat.
Rouven (26:28.464)
Wie du sagst, das kann man nur durch Erfahrung schaffen. ist nichts, was du einem vermitteln kannst durch Erzählen. Du kannst immer sagen, alle sind freundlich zu dir, wenn niemals einer freundlich zu dir ist, wo sollst es her haben? Und deswegen ist es toll, so was erleben zu können. Man immer so die Sorge, dass das Kind dann zu vertrauenselig wird oder so was, aber ich glaube, das ist dann dir wieder die Aufgabe der Eltern, das einzuraten, zu sagen, ne, der war freundlich und und und, ich war dabei, aber wenn jemand zu dir kommt auf dem Spielplatz und sagt, er hat da da Bonbons und da einen tollen Van, dann nicht.
Das muss man halt, ja, das ist ja die Sorge, die so ein bisschen dabei auch mitschwingt an der Stelle dieses Vertrauen gegenüber Fremden, dass das zu schnell geht. Aber das ist dann die Aufgabe, einzuordnen.
Daniel Schwingenheuer (26:59.153)
Jajajaja, klar.
Daniel Schwingenheuer (27:07.489)
Ja, das stimmt. Wenn wir das jetzt mal so bisschen kategorisieren, diese Erziehung, die von Fremden kommt, das ist aber auch schon so bisschen next level. Das muss man halt auch schon einordnen können. Ich glaube, da braucht man auf jeden Fall die Basics, die man vorher von den Eltern bekommen hat. Wir haben jetzt über eine Geschichte noch nicht gesprochen. Wofür sind denn Institutionen zuständig, wenn wir jetzt über die Kita sprechen oder die Schule?
Rouven (27:29.311)
Also Kita ist für mich vor allem sozialer Umgang. Also weil die halt einfach tausend Kinder aufeinander hängen haben, dass die da halt gucken, dass die sich miteinander gut interagieren. Klar auch Bildung in die Richtung schon in Teilen. Aber diese soziale Kompetente ist für mich da sehr wichtig. Gemeinschaftsgefühl und so weiter, was man halt mit auch ja, wir haben auch die Möglichkeit, große Gruppen hier zu erzeugen. Ja, jetzt wir zwei mit sechs Kindern erthockt.
Aber sonst hat das Kind ja vielleicht gar nicht so die Chance, so viel zu interagieren mit anderen Kindern. Das ist für mich so ein Kern davon.
Daniel Schwingenheuer (28:04.41)
Ja, das stimmt. Wir hatten noch das Thema Anziehen, was natürlich insofern einfach unterschiedliche Situationen sind, weil wir hier zu Hause viel mehr Kapazitäten haben, unsere Kinder anzuziehen, als das die Kita jetzt beispielsweise hat. Und es war für uns einfach normal, Kind halt die Schuhe anzuziehen. Und dann geht's los morgens, schleicht sich ja so ein. Also erst am Anfang kann das Kind das nicht und irgendwann kriegt man als Eltern
Rouven (28:09.134)
Hm?
Rouven (28:21.257)
ich muss mal zum...
Daniel Schwingenheuer (28:34.333)
vielleicht im Zweifel gar nicht mit, dass andere Kinder das jetzt schon können und das eigene Kind halt nicht. Und dann haben wir da nochmal ein Gespräch geführt und Nikita meinte halt auch, ja, ist ja nicht schlimm, es ist halt auch noch jung und so, aber wir könnten jetzt auch mal anfangen, das zu üben, weil es für uns auch nicht so einfach ist, wenn zehn Kinder die Schuhe anziehen müssen. Das ist auch so ein Punkt, aber da zeigt sich halt schon mal, dieses ganze Ding ist halt auch immer so ein Miteinander.
Rouven (28:38.382)
Hmpf
Rouven (28:52.398)
Also...
Daniel Schwingenheuer (29:02.661)
Ich glaube, dass gerade dann in so einem täglichen Alltag und mit den Routinen, jetzt geht's raus auf den Spielplatz und so weiter, ist halt auch einfach zu sagen, jeder zieht sich halt irgendwie selbst an. Genauso kann man dann aber auch gucken, wo kriegen wir das hier zu Hause im Alltag etabliert. auf eine gewisse Art und Weise würde ich da jetzt mal sagen, müssen wir unserem Kind das auch beibringen. Aber irgendwo fortführen und zu einer Routine machen, ist dann vielleicht auch Aufgabe der Kita. Also das ist dann vielleicht auch so bisschen geteilt.
was man da von der, jetzt in dem Fall, Anzieherziehung erwarten kann.
Rouven (29:37.87)
...
Das ist ja auch eine schöne Wechselwirkung, die man hat. Da ist es aus der Not geboren, weil die nicht alle Kinder anziehen können. Die sehen es bei Größeren, die wollen das selber machen. Und irgendwann, wie du sagst, man hat es der Bequemlichkeit drin, natürlich geht das schneller. Ratschhose an, Ratsch-T-Shirt an, bumm, fertig. So, und wenn das Kind dann da rumwurschtelt, wir hatten das bei der Großen heute Morgen, ja, das T-Shirt will nicht, die Hose will nicht, das geht nicht, hier und hin und her, dann ist das gerade noch müde. Das ist halt auch wieder Stress.
Daniel Schwingenheuer (29:39.918)
Ja, ja genau.
Daniel Schwingenheuer (30:06.078)
Ja.
Rouven (30:08.019)
der mehr Morgens ist. Aber andererseits kommt die manchmal die Ecke und sagt, ich bin fertig, dann ist sie angezogen. So, und das ist auch total schön. Man freut sich da mega drüber. Aber man muss das halt dann wieder fordern und fördern. Aber das ist was, hast du einen völlig richtigen Punkt, was auch oft aus der Kita kommt. Vor allem mit Größeren. Das ist halt dieser Punkt, die Kleinen schauen sich das jetzt bei den größeren Geschwisterkindern ab. Aber die großen...
Daniel Schwingenheuer (30:13.584)
Mh, mh, mh.
Rouven (30:34.541)
Das viel aus der Kita mitgenommen sind die fünfjährigen und so was die können das dann wollen die auch raus dann kannst du sagst du denen Einfach du kannst rausgehen wenn du fertig bist sie dir schuhe an und dann zack zack sind die schuhe an endenfüße alles krumm völlig egal Aber oder die falschen schuhe oder hausschuhe oder wie aber es ist halt dann angezogen und dann geht es weiter und ist ja auch positiv für das kind
Daniel Schwingenheuer (30:36.506)
Ja, genau.
Daniel Schwingenheuer (30:53.47)
Ja, absolut. Ja, all diese Dinge, die wir jetzt so analysiert haben, aus welchen Richtungen, welche Erziehung irgendwie kommt. Wir haben es gerade schon mal kurz angeteasert. Was heißt das jetzt für uns Eltern? Kann ich mich zurücklehnen und sagen, sollt ihr die Kita meines Kindes beibringen, wie das so funktioniert mit diesem Zusammenleben? Also kleiner Spoiler, nein. Lass uns mal kurz darüber sprechen. Was kann die Gesellschaft eigentlich von mir erwarten? Was können andere?
von mir als Eltern erwarten, dass mein Kind mitbringt, dann letztendlich so eine Erziehung auch zu finalisieren.
Rouven (31:30.996)
Ben, wir hatten es eben schon ein paar mal angeschnitten. sind so die Basics, wenn man uns jetzt, glaube ich, auf das Wort Basics irgendwie geeinigt. Ist nicht perfekt, aber wir nehmen das jetzt. Und das ist halt das Miteinander, Dinge zu teilen, aufeinander Acht geben. glaube, dieses, dieses, selbst, nicht sich selbst zurücknehmen, aber dass andere auch da sind, dass man nicht alleine ist. Diesen Respekt, auch respektvollen Umgang. Das heißt nicht, dass man auf alles hört und alles mitmacht, was einem einer sagt.
Daniel Schwingenheuer (31:36.862)
Ja.
Rouven (31:59.295)
Aber dass man versteht, der andere ist auch ein Mensch, der möchte auch was. Und man kann nicht immer nur das machen, was man möchte. Und man geht freundlich miteinander man geht höflich miteinander Und versucht, dass es für alle schön ist. Oder für alle erlebenswert. Oder wie auch immer man das sagen möchte.
Daniel Schwingenheuer (32:16.734)
Ja, Gedanken möchte ich an der Stelle noch mit einbringen. Also die Basics haben wir jetzt abgearbeitet. Ich glaube, dass was wichtig ist und was die Gesellschaft von mir als Eltern erwarten kann, wahrscheinlich ist das, sobald das Fundament mal gelegt ist, das Allerwichtigste ist, dass man als Eltern die ganzen Signale und die ganzen Botschaften, die von außen kommen, wie man sich verhält, vielleicht nicht verhält, was man tut, was man macht,
Dass man das reflektiert, dass man das nochmal einordnet, dass man das übersetzt in die Welt der Kinder, weil das passiert ja tatsächlich auch häufig, wenn wir jetzt vor allem auch über Fremde sprechen, die wissen gar nicht, welchem Level kommuniziert das Kind gerade, an welchem Stadium ist es. Und da können natürlich auch viele Missverständnisse entstehen. Und ich glaube, dass was die Gesellschaft erwarten kann, dass ich als Eltern so aktiv mit meinem Kind im Austausch bin, dass ich dem
dem Kind ein Gesamtbild zeichne aus dem, was da kommt an Einflüssen.
Rouven (33:21.132)
Also du meinst, dass du, wenn jetzt irgendeine Situation kommt, wo du weißt, okay, oder denkst, mein Kind hat das jetzt vielleicht nicht 100 % dich so erfasst...
in Gänze, was da jetzt alles passiert ist, dass man sagt, okay, ich weiß ja selber, was mein Kind versteht, wie ich mit ihm kommunizieren kann und ihm die Situation dann noch mal in Ruhe erklärt, noch mal sagt, okay, das und das ist passiert. Das einordnet auch diesen Ablauf im Kopf generiert, das hilft ja auch immer zum Verarbeiten, ist, damit es daraus eigentlich auch was lernen und mitnehmen kann und nicht dann denkst okay, jetzt war hier irgendwas, der eine hat, das Kind ist vielleicht groß, der hat mit dem Kind gesprochen wie mit einem Sechsjährigen, das Kind ist vier. Da hat er das nicht verstanden, was da jetzt passiert ist.
Daniel Schwingenheuer (33:38.204)
Genau.
Daniel Schwingenheuer (33:55.005)
Genau das ist eben der Punkt. Gerade Kinder, die dann halt noch so jung sind und die Situation vielleicht auch nicht in der Gänze mitschneiden, dass man mit denen das vielleicht hinterher einfach nochmal durchspricht und irgendwie nochmal in Ruhe erklärt, was da eigentlich gerade passiert ist und wie das halt einzuordnen ist. Und dass das Kind halt auch vor allem ein Gefühl einer Situation gegenüber
bekommt. glaube, häufig müssen wir da echt auf so eine Metaebene gehen, weil das, was letztendlich gesagt wird, kommt gar nicht so an bei dem Kind. ich glaube, wenn das Kind mitbekommt, dass die Eltern wissen, was für eine Situation passiert ist, und dann kriegen die Kinder halt auch mit, wie die Einstellung von uns als Eltern gegenüber dieser Situation ist. ob man als Elternteil jetzt irgendwie gerade die Botschaft spiegelt, so hast du dich jetzt gerade nicht richtig verhalten oder aber eben
Du hast es schon gut gemeint, es ist aus den und den Gründen schief gegangen, aber dein Grundgedanke war richtig, auf die Art und Weise. Ich glaube, das kriegen die Kinder schon mit. Genau dieses Reflektieren, ist wichtig.
Rouven (34:57.579)
Ja, auf jeden Fall.
Daniel Schwingenheuer (35:03.414)
Ich glaube, wir kommen mal zum Ergebnis von all diesen Dingen hier. Folgende Gedanken, Leute, habe ich mir noch aufgeschrieben. Also es ist wichtig für Kinder zu merken in dieser Welt, grundlegende Werte sind gleich und das bei allen Richtungen, denen Erziehung kommt. Also nicht hauen, nicht treten. Ich kann mir nicht nehmen, was ich will. Die Leute sagen hallo, wenn sie irgendwo hinkommen. Ich bezahle, wenn ich mir irgendwas nehme im Laden und so weiter. sind einfach so grundlegende Dinge.
Rouven (35:33.275)
Und bitte danke!
Daniel Schwingenheuer (35:33.452)
Aber, bitte danke, ja okay, dann haben wir die Basics. Aber es ist auch wichtig zu merken, dass andere Menschen andere Werte haben und andere Regeln und dass einiges flexibel ist in diesem Leben und man seinen eigenen Weg durch dieses Leben finden muss. Das ist auch eine ganz wichtige Botschaft, weil das hilft einem später.
Rouven (35:59.243)
Für mich wäre noch ein Punkt, dass man nochmal sagt, allen, hier zuhören, Erziehung kann von den Eltern nicht alleine geleistet werden. Man versucht da mal sehr viel, man reibt sich vielleicht auch daran auf. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die funktioniert besser, wenn man selber investiert und das von der Menschschaft. Aber man ist damit nicht alleine und es wird auch vieles übernommen und ich muss auch sagen, meine Kinder haben extrem viel aus der Kita mitgenommen. Positives. Also deswegen...
Daniel Schwingenheuer (36:24.379)
Absolut.
Rouven (36:25.106)
dass man das auch noch mal stärkt. Man ist ja nicht alleine damit. Vielleicht auch, wenn jemand noch ein kleineres Kind hat oder so was. Man bekommt da Hilfe und es ist ein essenzieller Bestandteil der Entwicklung der Kinder.
Daniel Schwingenheuer (36:34.987)
Definitiv, definitiv. Vor allem das finde ich ja so spannend, dass diese Gefüge von diesen ganz kleinen Kindern, dass die schon so viel vermitteln, was Zusammenleben anbelangt, was du als Eltern jetzt in dem Fall mit einem Einzelkind gar nicht rüberbringen kannst. Ich glaube, das ist jetzt auf unsere Situation gemünzt bei den Zwillingen, die dann hinterhergekommen sind. Ist es was anderes, weil das ist ja eigentlich schon eine kleine Kita-Gruppe, die wir haben. Und wenn da was weggenommen wird, dann
wird er auch geschrien und dann wird es wieder zurückgezogen. Das hatte unser großer nicht, als er noch alleine hier war. Also Leute, es bleibt ein Ausloten, es bleibt ein Abwägen und ganz ehrlich, das macht es spannend und manchmal auch ein bisschen schwierig, aber das ist ja auch irgendwie das Motto, wenn man Eltern ist. Das gilt übrigens auch für unser Thema beim nächsten Mal. Wir sprechen mit euch über Medien.
Wie regelt ihr das? Manchmal hat man das Gefühl, ohne wäre besser, aber ohne geht auch irgendwie nicht in dieser Welt. Wie viel mit ist noch okay, das wollen wir uns beim nächsten Mal dann mal anschauen mit euch zusammen. Also lasst uns das angehen und ihr sagt uns gerne mal eure Regeln zu Hause mit Fernsehen, mit Tablet, mit Smartphones und so weiter. Über Instagram oder per Mail. Wirwollteallegutendinge.com ist unsere Website und wir wünschen euch schöne Wochen. Bis dann.
Rouven (37:56.166)
Vielen Dank fürs Zuhören, ciao.