Ein junger Mann sitzt ängstlich vor dem Telefon. Der Vater hat immer gesagt: Ruf einfach an - Recht hat er!

STAFFEL 1

FOLGE 31

Welche Eigenschaften braucht ein guter Vater? – Das Leben

Feb. 20, 2026 | Podcastfolge | 0 comments

Welche Eigenschaften braucht ein guter Vater. Hier ist die dritte und letzte Folge unserer kleinen Reihe rund um die essenziellen Eigenschaften eines Vaters (und einer Mutter). Wir gehen von uns selbst aus und fragen uns, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen unserer Eltern haben uns besonders geholfen, als wir schon erwachsen waren (und helfen uns bis heute). Daraus folgt natürlich eine große Menge

Zusammenfassung

Welche Eigenschaften braucht ein guter Vater. Hier ist die dritte und letzte Folge unserer kleinen Reihe rund um die essenziellen Eigenschaften eines Vaters (und einer Mutter). Wir gehen von uns selbst aus und fragen uns, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen unserer Eltern haben uns besonders geholfen, als wir schon erwachsen waren (und helfen uns bis heute).
Daraus folgt natürlich eine große Menge an Werten, Tools und Herangehensweisen, die wir unseren Kindern mit auf den Weg geben wollen. Kommt mit, wir gehen auf die Reise!

Keywords

Vater, Eigenschaften, Verantwortung, Ehrlichkeit, Kommunikation, Respekt, Lebenskompetenzen, Erziehung, Familie, moderne Welt

Takeaways

  • Ein guter Vater gibt seinen Kindern Werkzeuge an die Hand.
  • Verlässlichkeit schafft ein Sicherheitsnetz für Kinder.
  • Ehrlichkeit ist entscheidend in der Kommunikation mit Kindern.
  • Respekt vor anderen Lebewesen ist wichtig.
  • Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.
  • Wissen über das Sozialsystem und Staat ist essenziell.
  • Die Fähigkeit zur Kommunikation ist eine Lebenskompetenz.
  • Künstliche Intelligenz beeinflusst unsere Wahrnehmung.
  • Eltern sollten ihre Fehler ehrlich zugeben.
  • Die Herausforderungen der modernen Welt erfordern neue Ansätze in der Erziehung.

Kapitel

00:00 Hallo und Intro

00:19 Grüßen und Kinderwagen

03:39 Welche Eigenschaften hat ein guter Vater - Das Leben

05:49 Eigenschaften eines guten Vaters

07:40 Verlässlichkeit und Unterstützung

09:50 Wie sich die Aufgaben der Eltern verändern

11:51 Umgang mit der Welt und ihren Herausforderungen

14:35 Ehrlichkeit und Mentoring

17:49 Respekt und Verantwortung

20:42 Das Leben aktiv in die Hand nehmen

22:52 Sozialsystem und Staat erklären

26:51 Kommunikation und Rhetorik

29:18 Umgang mit KI

31:58 Zusammenfassung und Ausblick

https://open.spotify.com/episode/71AN08PF9T9itmkmrDCmdf?si=10032c6a99024a31

TRANSKRIPT

Daniel Schwingenheuer (00:00)
Herzlich willkommen zur neuen Folge Aller guten Dinge, Rufen und Daniel am Start. Wie immer, schön, dass ihr auch dabei seid.

Rouven (00:06)
Hi zusammen.

Daniel Schwingenheuer (00:08)
Wir haben heute unsere dritte Folge in unserer kleinen Trilogie vor, mit der Frage, welche Eigenschaften hat eigentlich ein guter Vater? Diesmal geht es die Vorbereitung aufs Leben. Haben wir am Ende der letzten Folge schon ein bisschen darüber gesprochen. Bevor wir damit starten rufen, ich habe eine Geschichte, die wollte ich einfach mal loswerden. Wahrscheinlich all diejenigen, die jetzt gerade zuhören, die sind nicht das problematische Publikum. Die wissen, wovon ich rede. Also, wir haben jetzt hier zwei kleine Kinder. Die sind gerade beim Vormittagsschlaf.

Und wir wohnen hier in Nähe eines großen Sees und jeden Vormittag und jeden Nachmittag, in der Regel auch, wir einmal diesen See, damit die Kinder schlafen. es ist nicht immer ganz einfach, dass die Kinder einschlafen. Das braucht so eine Zeit. man schuckelt dann und bemüht sich und tut und macht. Und dann sind sie gerade eingeschlafen. Und dann kommen so Menschen an einem vorbei, die das wahrscheinlich herzlich gut meinen und für eine offene Gesellschaft stehen.

Aber wenn zwei kleine Kinder gerade eingeschlafen sind und da kommt ein Mitte 50-jähriger Mann vorbei und sagt, guten Morgen, und beide Kinder sind wieder am Wachband. Dann man nur so, nein, bitte nicht. Ich wollte es einfach mal loswerden und vielleicht könnt ihr das mal teilen mit all denjenigen, die das auch mal hören sollten. Also wenn ihr Leute mit Kinderwagen seht und ihr wollt grüßen, vielleicht einfach nicken.

Oder mal gucken, ⁓

Rouven (01:35)
Bitte, bitte nicht so Kopfschütteln so bitte tut das jetzt nicht bitte tut das lass das jetzt. Hi, alles gut schlafen die

Kann ich nachvollziehen, wir haben so den Klassiker, dass die Nachbarin die Autotür zuknallt manchmal. In den Kofferraum, die kommen meistens etwas später nach Hause und dann radans. Die muss ja auch nach Hause kommen, die muss das ja auch machen. Oder der absolute, der perfekte ist der Hund von den Nachbarn, immer zur perfekt gleichen Zeit bellt, weil ein anderer Hund vorbei läuft. Das ist hast die Kinder gerade zum Schlafen, Und jetzt ist es so, jetzt...

Daniel Schwingenheuer (02:21)
Hehehehehe

Rouven (02:26)
Das gehört ja alles

dazu und es ist ja auch höflich, die Leute grüßen, das kannst du halt echt nicht gebrauchen, wenn du gerade so eine halbe, dreiviertel Stunde hast, damit das Kind schläft und dann... Also ich kann es voll nachvollziehen und ja, große, große Bitte, wenn mein Eltern mit Kinderwagen sieht, freundlich winken, nicken, irgendwas. Wenn sie wollen, werden die Kommunikation aufnehmen.

Daniel Schwingenheuer (02:35)
Ja, ja.

Vor allem

das Ding ist ja, ich habe das Gefühl, dass man das irgendwann verliert. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass all die Leute, die ich da so treffe, dass die niemals Kinder hatten. Das glaube ich einfach nicht, sondern irgendwie scheint das irgendwann futsch. Diese Skills, die gehen wieder.

Rouven (03:02)
Das ist bei allen, das ist, du verdrängst das ja alles langfristig, weil sonst würdest du ja auch niemals ein zweites Kind bekommen, wenn du nicht die ganzen Sachen verdrängst und die haben nach 10, 15 Jahren, sagst du, das war doch immer total trivial. So ein Kind, das legst doch hin, dann schläft das oder das ist ja dann immer unterwegs und beschäftigt sich selber und du sitzt da so mit zwei Kindern auf dem Arm, eine Woche, also was ist hier los? Deswegen ähm...

Daniel Schwingenheuer (03:16)
Richtig genau. Schlafen die schon durch?

Ja, In der Rückschau, war alles immer ganz einfach.

Rouven (03:29)
trivial ist das wort hast so nein wollte ich zu schlau klingen hat nicht funktioniert gut

Daniel Schwingenheuer (03:31)
trivial. Das hattest du gerade schon benutzt. ist zwar schon... So Leute,

welche Eigenschaften hat ein guter Vater? Wir haben über das Babyalter gesprochen und über das Kleinkindalter. Alles dazwischen können wir nicht beurteilen. Und heute wollen wir noch mal ein bisschen weiter rauszoomen und wir schauen mal auf das ganze Leben. Große Ankündigung. Aber das ist irgendwie das, was wir gedacht haben, dass wir, wenn wir darüber sprechen, was...

Macht eigentlich ein guter Vater, beziehungsweise wir können es eins zu eins eigentlich auch auf die Mutter leben. Dann gehört natürlich irgendwie auch dazu, dass wir als Eltern das Leben der Kinder so ein bisschen mitdenken. Wir haben einen Trick angewandt, wir haben das Ganze immer versucht, aus der Sicht der Kinder zu gestalten. Also, Eigenschaften, welche Bedürfnisse haben eigentlich Kinder, wenn sie ein Baby sind? Welche Eigenschaften, welche Bedürfnisse haben Kinder, wenn sie Baby sind? Und heute versuchen wir halt eben...

das Ganze aus der Erwachsenen Sicht noch mal rückblickend zu beurteilen bzw. uns vorzustellen, wie das ist, wenn unser Kind, sagen wir mal, so Mitte 20 ist. Was wäre sinnvoll gewesen, was man als Vater oder Mutter halt dem Kind beigebracht hat. Beziehungsweise eigentlich ist ja da nicht Schluss, oder? Rufen hast du das Gefühl, diese Verbindung, dieses Kindsein, dieses Eltern-Kind-Verhältnis hört irgendwann auf?

Rouven (04:53)
nicht. Also das bleibt immer so, dass du irgendwie das Kind deiner Eltern bleibst und dass die Eltern ein gewisses Verantwortungsgefühl für ihre Kinder weiter behalten. ins Hoher Alter. Irgendwann gibt es Fälle, da kehrt sich das ⁓ oder sowas, auch durch Krankheit oder andere Sachen. sag mal so, wenn alle gesund sind, bleibt man das Kind und die Eltern haben dann trotzdem noch diese Sorge, die sie auch das kleine Kind noch hatten.

Daniel Schwingenheuer (05:07)
Ja, ja.

Ja, ja, ja, ich habe tatsächlich bei mir, ich bin nämlich genau der gleichen Meinung. Ich stelle auch immer fest, dass ich so das Gefühl habe, so ganz wild wird es schon nicht werden, weil irgendwie im Zweifel sind ja meine Eltern auch noch irgendwie da für mich. Das war es natürlich, also muss man jetzt halt auch dazu sagen, dass ich glaube, das zeigt von einer gesunden Familie, dass man eben genau dieses Gefühl hat. Es gibt natürlich auch andere Fälle da draußen, wo man vielleicht nie das Gefühl hatte, dass die Eltern für einen da sind.

Rouven (05:26)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (05:49)
Das ist aber eine Situation, ich für meine Kinder nicht erzeugen möchte, sondern ganz im Gegenteil. Ich möchte eigentlich auch, dass meine Kinder immer dieses Gefühl haben, meine Eltern sind für mich da, auch wenn ich Mitte 40 bin und meine Eltern sind 150 oder so. Also im besten Fall oder vielleicht auch nicht. Na ja, gibt es Dinge, wo du sagst, das habe ich von meinen Eltern gelernt, von meinem Vater gelernt, von meiner Mutter gelernt, das nehme ich mit, das ist irgendwas, was mich geprägt hat in meinem Alltag.

Rouven (06:17)
hast du mich erwischt.

Daniel Schwingenheuer (06:20)
Okay, du hast Zeit nachzudenken. erzähl dir was.

Also, das ist eine Kleinigkeit, ja? Aber das, ich von meinem Vater ein paar Mal gehört habe und was mich irgendwie immer wieder eingeholt hat im Leben, ist dieser Satz, ruf doch einfach mal an und frag nach. Das hat er irgendwie häufig, häufig, häufig gesagt, wenn irgendwie ein Brief gekommen ist von der Versicherung oder vom Finanzamt oder so. weiß noch, das ist erst sechs, sieben Jahre her.

Da hatte das Finanzamt Kiel noch eine Nachfrage zu meiner Steuererklärung, dass ich eine Angabe nochmal machen sollte oder irgendwas falsch gemacht hätte. sollte es anders irgendwo eintragen und ich wusste es nicht so richtig. Und dann er gesagt, ruf doch einfach mal an und frag nach. Und ich habe vorher immer gedacht, ich rufe doch nicht beim Finanzamt an. Also ich habe sowieso immer das Gefühl gehabt, dass sie mich irgendwie ins Gefängnis stecken wollen. Nur wenn ich eine Steuererklärung gemacht habe, ruf doch einfach mal an. Und Wunder, die waren voll nett und haben mir geholfen.

Rouven (07:13)
Sie haben 200€ Steuern bezahlt. Sie gehen jetzt direkt in den Bau.

Daniel Schwingenheuer (07:20)
gesagt, wo ich es eintragen soll. Und dieser Satz ruft doch einfach mal eine Frage nach, dieser Packmatismus, er hat meine Mutter genauso, aber ich hab's von meinem Vater halt vor allen Dingen so in diesem bürokratischen Bereich mit Versicherungen, Finanzen und so weiter, was ich halt einfach häufiger hörte. Und dieser Satz, der verfolgt mich, auch wenn er mich nicht jeden Tag begleitet. So was meine ich. Hast du so was?

Rouven (07:39)
Ich überlege gerade was anderes. Ich bin noch immer an meinem einen Huk dran. Ich überlege noch mal. kann noch weiter. Ich wollte eben nämlich das Thema Verlässlichkeit, wo du sagst, du hast dieses Vertrauen, dass deine Eltern da sind. Selbst später hast du das noch. Das ist für mich einer der Werte, die man dem Kind vermittelt und wo glaube, wo jemand sein Leben lang vonzehren kann, dass du immer das Sicherheitsnetz hast. Dass du immer sagst...

Daniel Schwingenheuer (07:40)
Oder was anderes.

Ja, ja.

Rouven (08:05)
Das heißt nicht, dass man sich alles kümmert bei dem Kind. Das heißt nicht, dass man das finanziell überall durchschleift und alles. Aber eine Verlässlichkeit zu sagen, wenn alle Stücke reißen, kann ich zurückkommen. Es wird sich mich gekümmert. Es wird mir geholfen. Oder es wird mir geholfen. Und das gibt dir halt so einen Rückenwind, auch andere Sachen auszuprobieren. Es gibt dir die Chance, Risiken aufzunehmen und so weiter. Und ich glaube, das ist was, was den Kindern in so einem Alter, 18, 20, Studienauswahl,

Daniel Schwingenheuer (08:21)
Ja.

Hm.

Rouven (08:36)
machen sie irgendwie noch einen Trip die Welt oder was auch immer diesen Rückenwind gibt. Weil du, du sagst, du musst von Anfang an sehr viel selber machen, weil du keine Stabilität hast dahinter. Weil du immer für dich selber schon früh... Also du kannst nicht sagen, ich habe nur einen Fallback. Und das ist glaube ich für Kinder sehr, sehr wichtig und gibt denen halt enorm viel Push nach vorne, weil sie einfach mehr ausprobieren können. Wenn du mehr ausprobieren kannst, mehr Risiken eingehen kannst, kannst du halt auch mehr...

rausziehen in dem Moment. Also wirklich, das wäre für mich so ein Kernwert, die man Eltern und Kindern einerseits mitgibt, die Verlässlichkeit, also dass sie einem gegenüber auch verlässlich sind und dass sie immer sich darauf verlassen können, dass man für sie da ist und ihnen hilft, wenn irgendwas auftritt.

Daniel Schwingenheuer (09:19)
Ja, Ja, so gut es irgendwie geht. Also ich glaube, wir wissen beide und wahrscheinlich sind viele von euch auch in einer ähnlichen Situation, wo man sagt, wenn ich nicht mehr arbeiten will oder so, das können meine Eltern auch nicht stemmen. Das geht halt auch nicht. Aber wenn man in so eine doofe Situation gerät, dass der Job plötzlich weg ist, wüsste ich zumindest, dass meine Eltern überall an allen Ecken Ländern was zusammenkratzen, dass man so lange bis was Neues da ist, irgendwie über die Runden kommt. Also sowas ganz banal halt irgendwie. Aber ja, so gut es irgendwie geht.

Rouven (09:22)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (09:49)
weiß man auf jeden fall dass die eltern da sind jedenfalls was wir ja glaube ich festhalten können wenn wir jetzt mal vergleichen mit den anderen folgen mit dem alter der kinder je älter die kinder werden desto weniger wichtig wird dieses alltägliche kümmern das kriegen die kinder dann irgendwann natürlich irgendwie selbst hin und gleichzeitig glaube das was irgendwie immer wichtiger wird und ich habe das gefühlt es wird auch jetzt aktuell immer noch viel wichtiger ist so dieses dealen mit der welt dass man den kindern irgendwie sagt

Wie komme ich denn mit diesem ganzen Quatsch da draußen klar? Also wir beide haben uns mit Sicherheit auch schon Strategien erarbeitet, wie man mit mit Job, Welt, mit diesen ganzen Nachrichten und so weiter irgendwie klar kommt, wie man das verpackt, in welche Schublade man das zu stecken hat. Und ich glaube, dass es extrem wichtig ist, den Kindern da Tools an die Hand zu geben oder zumindest seine eigenen Erfahrungen zu teilen und seine eigenen Ansätze, Gedanken zu teilen und zu sagen, hier, ab dem Punkt kannst du

so weitermachen, das habe ich mir auch schon mal so erarbeitet.

Rouven (10:50)
Was kann ich denn ändern an der Situation? dass man sich nicht irre machen lässt. Es passiert viel in der Welt, Oder es ist immer viel passiert. Durch die Medien, durch dieses Always On, hast du halt auch immer diese Information überverfügbar. Dann wirst du ja irgendwann, sag mal, bekloppt, wenn du das den ganzen Tag siehst. Und schlechte Nachrichten lässt dich natürlich auch besser verkaufen als gute Nachrichten. Und dass man sich halt diesen Fokus, diese Ruhe sagt, was liegt in meinem Kontrollbereich? Was kann ich ändern? Wo kann ich was dran machen?

Und was liegt außerhalb dieses Bereiches und wie kann ich dann damit umgehen, das so eine Ruhe damit irgendwie mal mit einhergeht.

Daniel Schwingenheuer (11:27)
Ja, genau. Und ich glaube, dass man die wahrscheinlich auch bekommt, wenn man einfach ein paar Jahre älter ist, weil man halt schon mal alle Richtungen irgendwie miterlebt hat. man das erste Mal schlimme Dinge sieht, wirft einen das halt voll aus der Bahn. beim dritten, vierten, fünften Mal, dann wird die Sache an sich nicht besser, aber man kann es zumindest irgendwie anders verpacken.

Ja, jedenfalls, also das habe ich mir noch mal aufgeschrieben, ganz groß in rotiertes Problem, was ja irgendwann passiert. jetzt im Moment mit diesen kleinen Kindern ist ja so, dass man als Eltern eigentlich der Bezugspunkt ist. Und das, was Eltern sagen, ist halt irgendwie richtig und das ist halt auch als Elternteil, jetzt im Moment super einfach, die Fragen der Kinder zu beantworten. Ich glaube, es wird irgendwann schwierig, wenn man an einen Punkt gelangt, an dem es keine einfachen Antworten mit gibt auf die Fragen, die Kinder so haben.

wirklich dann an die Punkte geht, wo man selbst halt auch denkt, warum ist denn die Welt so, sie ist? Warum müssen einige Leute auf der Straße liegen und frieren? Warum haben die kein Zuhause und so, wenn es darum geht, diese strukturellen Probleme anzugehen? Warum fahren wir immer noch mit Verbrennern überall rum und so weiter? Warum haben wir den Klimawandel nicht früher bekämpft? ja, warum haben wir es eigentlich nicht gemacht? Also sind halt auch die großen Fragen unserer Generation, wenn die dann irgendwann von den Kindern kommen. Ich glaube, das wird extrem schwierig, das zu beantworten.

Rouven (12:40)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (12:49)
Und trotzdem ist es dann natürlich als jetzt, auf den Folgentitel zu kommen, Eigenschaften eines guten Vaters, ich glaube, dass man, dass man viele bewusste Entscheidungen im Leben jetzt treffen kann, dann hinterher zu sagen, ja, aus dem und dem Grund oder aus dem und dem Grund war es damals die Situation, warum wir so und so gehandelt haben. Also bei uns jetzt, haben leider, muss ich sagen, wir haben nur Verbrennerautos, aber

Wir können uns also anders finanziell mit drei Kindern mit dem Bus geht es halt einfach gerade nicht. Ich würde richtig gerne ein E-Bus fahren, aber es geht nicht. keine Ahnung. ich also ist halt einfach das Geld nicht da und das.

Rouven (13:27)
Du kannst nicht das

dreifache Geld dafür ausgeben und kommst dann 300 Kilometer weit. Das ist halt dann so...

Daniel Schwingenheuer (13:33)
Ja, genau. Und es

nervt mich tierisch. Und wenn mein Kind irgendwann fragt, warum haben wir denn jetzt hier so einen Verbrennerbus, dann ist die Antwort, es tut mir leid, ich wollte es gerne anders, aber ich konnte es mir leider nicht leisten. Und ich glaube, das sind so Diskussionen, in die man dann irgendwann mit den Kindern gehen muss. Und ich glaube, es hilft dabei, dann irgendwie bewusst zu leben und sich dieser Probleme bewusst zu sein, die vermutlich dann jetzt im Klimawandel auch auf unsere Kinder dann noch mal in einem ganz anderen Ausmaß auf...

auf sie zurollen.

Ja, das ist, ich glaube, das wird irgendwann schwierig. ich glaube, dass ich in dem Punkt, wenn es keine einfachen Antworten mehr gibt, da zeigt sich halt, inwieweit man den Kindern dann noch noch noch so mentormäßig zeigen kann, wie die Welt funktioniert einfach dadurch, dass man selbst versucht, irgendwie die Dinge zu verpacken. Welche Dinge hast du denn aufgeschrieben? Was ist wichtig?

Rouven (14:09)
völlig legitim.

Daniel Schwingenheuer (14:34)
was man den Kindern mitgibt.

Rouven (14:35)
Ganz ganz kurz zurück zu deinem Mentor-Thema. Ich finde ein wichtiger Punkt eines Mentors ist auch zu wissen, wann er das nicht weiß und nicht mehr kann. Gewisse Themen. Und dann ehrlich zu sein, und das ist eins was ich mir auch aufgeschrieben habe, Ehrlichkeit. Das weiß ich nicht, das kann ich auch nicht oder lass es uns zusammen rausfinden. Oder sagen, da sind wir auf gleicher Augenhöhe. Also wenn das Kind etwas älter dann ist. Das können wir zusammen uns überlegen. Ich kann es dir erklären, wie es war.

Daniel Schwingenheuer (14:43)
Mmh... ja.

Rouven (15:02)
Wir finden es gemeinsam raus, dass man seine Schwächen dabei eingesteht hat. Und wie gesagt, ein Punkt den ich hatte war... oder wollte ich gerade, Entschuldigung.

Daniel Schwingenheuer (15:09)
Ja, ich wollte noch kurz dazu sagen, das finde ich jetzt gerade ganz spannend, weil dieses Zusammen nach Antworten suchen, das ist ja im Prinzip das, was wir auch schon festgehalten haben bei Kleinkindern. Also im Grunde genommen, so viel hat sich da dann gar nicht verändert. Nur in der Komplexität der Suche hat sich was verändert.

Rouven (15:22)
Ahem.

Das werden halt schwierigere Themen an der Stelle. Aber meistens, also wo ist die Kartoffel? So rufen wir die zusammen. Oder wo ist die Zwiebel? Manchmal finden wir Zwiebeln. Kurze Anekdote, ich finde manchmal Zwiebeln im Wohnzimmer bei uns, weil die manchmal mit den Zwiebeln spielen dürfen, weil die unten sind. dann gehst du irgendwo, räumst du was weg und hast eine Zwiebel. Aber Zwiebeln werden ja meistens nur schrumpflich. Ja, Ehrlichkeit hatte ich als Punkt. Auch im Thema, wie man Kindern vermittelt, wenn irgendwas nicht geht.

Daniel Schwingenheuer (15:30)
Absolut.

Ja.

Rouven (15:58)
und dann auch das halt weiterführt für später, dass man sich halt auch versucht, mit Notlügen irgendwelche Sachen zu machen, sondern es halt vielleicht anders verpackt. Also auch nicht irgendwie zum Beispiel, dass es nicht da, das haben wir nicht, wenn man dem Kind das nicht geben will, entweder sagt dann, das gibt es nicht weil heute, oder es ist vielleicht etwas sanfter verpackt an der Stelle, oder wir essen das heute nicht oder irgendwas, aber dass man nicht sagt, haben wir heute nicht, oder was ich immer öfter gehört habe, ist, der Fernseher ist kaputt. Ich sag so, was ist das für ein Blödsinn? Das Kind ist ja nicht dämlich.

Daniel Schwingenheuer (16:13)
Hm?

Mhm.

Rouven (16:27)
Und das ist halt was, diese Unehrlichkeit, also wenn ich das Kind anlüge, ist alles am Brennen, total traurig. Das hat jetzt nichts mit irgendwas spielerischem zu tun, wenn man sagt, das Tierchen da schläft und irgendwas, ne? Alles okay. Aber wenn man irgendwie sagt, das ist kaputt und das geht nicht, damit das Kind dann Ruhe gibt, das kriegt das ja mit. Und das ist ja, dann merkt das Kind ja, ich kann denen nicht immer glauben. Und das ist was, wie ich gesagt habe, das ist wichtig, dass man

Daniel Schwingenheuer (16:30)
Der Spielplatz macht zu und die Rutsche geht jetzt auch nach Hause.

Mmh.

Rouven (16:57)
dann verpackt man es anders, muss es vielleicht zwei, dreimal erklären, aber dass man versucht immer ehrlich mit dem Kind zu Das klappt auch nicht immer ehrlicherweise, man muss dann manchmal rutscht es einem auch raus, dass man irgendeinen Blödsinn erzählt einfach oder gerade in der Situation ist, wo es nicht geht, aber ich versuche die 99,9 % anzureißen, dass man da ehrlich miteinander ist, was man erzählt oder halt dann etwas drumherum schifft, aber keinen Blödsinn erzählt oder keine Lüge erzählt an der Stelle.

Daniel Schwingenheuer (17:21)
Ja. Ja.

Ja, und wenn wir jetzt vorstellen, das Kind ist irgendwie Mitte 20 und fragt, warum habt ihr so lange vor Brenner gefahren oder so, dann kann man halt auch ehrlich sein und einfach sagen, ja, entweder, was er sich vorhin meinte, es ging halt einfach finanziell nicht anders oder was halt auch sein kann. Also man kann auch einfach mal sagen, ich war zu blöd, ich hab's nicht umrissen, ich hab nicht gedacht, dass es so schwer ist oder es war...

Rouven (17:26)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (17:49)
Der Aufwand, mich umzustellen, war zu schwierig. Ich glaube auch, dass das was macht, dann ehrlich einfach Fehler zu gestehen.

Rouven (17:59)
kommst dann wieder auf eine Ebene, auf der du wieder diskutieren kannst. Auf der du sagen kannst, ok verstehe ich oder verstehe ich nicht, aber dann kann man darauf wieder aufbauen, anstatt wenn er dann jetzt sagt, ja irgendwie weiß ich nicht, ich hatte einen, aber den hast du nie gesehen. Als ganz schlaue Notlüge dann an der Stelle. Ich war das Blubber so schön.

Daniel Schwingenheuer (18:03)
Ja.

Hahaha

Ich habe das Eheauto wieder zurückgegeben. Das ist nicht die Zukunft.

ich habe mal aufgeschrieben, respektvoll leben vor anderen Menschen oder vor anderen Wesen generell finde ich. Also ich finde auch, dass so Leute, gegenüber Tieren so wenig respektvoll sind, das finde ich auch kein gutes Vorleben für die Kinder. Weil irgendwie

Rouven (18:30)
Ahem.

Hm?

Daniel Schwingenheuer (18:46)
Lebewesen sind Lebewesen und da muss man das Leben respektieren, finde ich einfach.

Rouven (18:51)
Ja und ein ordentlicher Umgang. Also man merkt das ist so der Klassiker, wenn die Leute sind immer freundlich zu ihren, die gehen irgendwo essen, die sind freundlich zu denen, die dazukommen, mit denen sie sich treffen und pumpen dann direkt den Kellner an. Der dann dafür seinen Mindestlohn rumrennt und die irgendwie alle bedient und auch freundlich ist. Und ein genereller Respekt und Wertschätzen von anderen, auch von Tieren oder vom allgemeinen Umfeld, auch von Sachen. Also, dass ich ordentlich mit Sachen umgehe generell. Also mit Menschen, Tieren und Objekten mich herum. Weil das ja alles einen Wert hat.

Daniel Schwingenheuer (19:01)
Ja, ja.

Mhm.

Rouven (19:20)
Und auch alles, also im Wert nicht nur finanziell, dass man ordentlich mit seinem Umfeld umgeht. Also generalisiert jetzt eigentlich an der Stelle. Weil das ist was, wo man sagt, es muss doch nicht sein, nur weil es ihm anders gehört, muss ich es nicht fallen lassen. Nur weil es irgendwie der Allgemeinheit ist und der Staat das bezahlt, dann kann ich da ja lang kratzen. Oder der Klassiker, wenn die Leute sagen, ja, dann hat der ja einen Job, der Müllmann, wenn ich hier Müll hinschmeiße. Ja, genau, das hilft der Allgemeinheit völlig.

Daniel Schwingenheuer (19:29)
Ja, ja.

⁓ Was hast du da noch stehen?

Rouven (19:51)
Verantwortungbewusstsein, dass man halt auch das vermittelt, dass es Verantwortung gibt für Aufgaben, auch im Haushalt, im Allgemeinen, für sich selber. Das geht dann Hand in Hand mit der Verlässlichkeit und dem Zurückfallen können in das Sicherheitsnetz, aber dass man auch selber sagt, ich bin aber für mich als Person verantwortlich, ich bin für mein Handeln verantwortlich, ich bin für mein

Daniel Schwingenheuer (19:54)
Mhm.

Rouven (20:16)
eine Gefühlswelt auch selber mit für mich verantwortlich, wie ich das lebe und mache und nicht das immer nach außen gibt und sagt, die ganze Welt ist gemein zu mir und ich bin das Opfer, sondern sagt, ich bin für mein eigenes Handeln, für mein Leben verantwortlich. Es gibt schlimme Dinge, passieren, es ist alles okay, man kann sich ärgern, es ist manchmal auch wirklich zum Schreien, aber ich bin für mein Leben verantwortlich.

Daniel Schwingenheuer (20:27)
Mhm.

Ja, das geht ja auch in Richtung aktiv sein. wenn ich jetzt so darüber nachdenke, also ich bin jetzt seit ein paar Jahren selbstständig und ich habe gemerkt, in dem Moment, wo ich selbstständig war, bin ich viel aktiver geworden in puncto, wie gestalte ich denn jetzt meine Selbstständigkeit? Was will ich denn machen?

Rouven (20:42)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (21:02)
melde ich mich mal von mir heraus und so vorher als ich festgestellt war es super einfach einfach immer auf die firma zu schimpfen und zu sagen das läuft ihr nicht richtig und da kann ich aber nicht für aber in dem moment wurde dann quasi dein eigener schäft bis fängst du an viel viel aktiver zu gucken was kann ich machen und wie kann ich es gestalten also das ist ja im prinzip das gleiche für sich verantwortung übernehmen das geht natürlich auch innerhalb von so einem firmen konstrukt aber da braucht man halt dann in dem moment die eigenschaften und ich hatte sie damals nicht das war ja also

Ich habe es dann relativ schnell gelernt, dass das anders wahrscheinlich der bessere Weg ist für mich.

Rouven (21:36)
Es ist halt teilweise einfacher. Es ist ganz lustig. Ich arbeite hier im Automobilbereich in einer großen Firma und da hatten wir auch einen Externen, der uns unterstützt hat und dann ein Projekt gemacht und da war das auch. Der hat auch immer gesagt, ran an die Leute, immer fragen, immer weitermachen, immer konstruktiv, immer rangehen, immer dran bleiben. Was ist da los? Wie geht es weiter? Und das ist ja wirklich was, wenn man in diesen Tritt mal reinkommt, es ist ja wirklich was,

Daniel Schwingenheuer (21:39)
HEEHEM

Mhm.

Rouven (22:03)
was so Momentum aufnimmt für einen selber. die Leute wissen schon, man kommt, dass man wieder was in Bewegung bringen möchte und kommt dann auch mit. Dann hast du wirklich so eine Dynamik, dass es geht jetzt weiter. Also, wir nennen nicht das riesen Team, aber das gibt halt wirklich für andere auch. Also, wenn einer vorgeht und sagt, ich gehe den Weg, kommen halt ganz viele hinterher. Und das ist was Tolles eigentlich. Oder nicht eigentlich.

Daniel Schwingenheuer (22:05)
Mmh, ja.

Ja, ja. Und

das zeigt ja jetzt auch, wenn man das so zu Hause vorlebt, beziehungsweise ich glaube, wenn man einfach selbst aktiv bleibt und mit seinen Kindern vielleicht auch zusammen dann irgendwie Hobbys entwickelt oder zumindest Projekte oder so, dann merken die halt auch, okay, wenn ich einfach anfange, dann kann man es halt auch machen. Also das ist halt häufig der erste Schritt, ist dann halt super schwierig. Ich habe ja noch was stehen auf meiner Liste. Was leider

muss man sagen, glaube ich extrem wichtig ist, unser gesamtes System, unser Sozialsystem hier in Deutschland einfach mal irgendwann zu erklären. Weil das macht ja irgendwie in der Schule halt kaum jemand. Die ganzen Sozialversicherungen, Pflegeversicherungen, Arbeitslosenversicherungen und so weiter, Krankenversicherungen und so weiter. Ich habe echt wirklich einfach richtig lange gebraucht, bis ich so mal verstanden habe, wie das alles läuft und letztendlich jetzt dann auch nur durch die Selbstständigkeit, dass du von allen Briefe bekommst und so.

Wirklich verstanden, was es da alles gibt und das war irgendwie so ein Punkt, ich gedacht habe, ich hoffe, dass ich es irgendwie hinbekomme, dass meine Kinder durch mich, durch uns hinterher irgendwann mal eine Übersicht bekommen, wie unser Leben eigentlich so funktioniert. Dazu gehört halt auch so ein dover Punkt wie Versicherungen und so der ganze Scheiß, worauf man eigentlich gar keinen Bock hat. meine Eltern haben damals nach der Schule für mich eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und

Rouven (23:45)
Hmm.

Daniel Schwingenheuer (23:53)
Ich habe jetzt einen super guten Satz da, einfach weil ich sie schon ewig lange habe. Solche Geschichten oder so Spargeschichten halt auch, wenn du da früh mit anfängst, das potenziert sich halt. Und ich glaube, dass es extrem wichtig ist, eine richtig gute Eigenschaft von Eltern, wenn man das auf dem Schirm hat, dass Kinder mit 18 auf sowas keinen Bock haben und auch wenn sie dann Volljährig sind, dass das noch nicht der Punkt ist, wo man sie einfach laufen lassen kann, sondern wo man vielleicht einfach dann sagt, komm, wir klären das jetzt mal zusammen.

Was ist an diesem Punkt sinnvoll? Das denke ich für dich mit. Ich mache dir folgende Vorschläge. Ich erkläre dir auch, wie das System funktioniert, aber du bist hinterher in sechs Jahren wesentlich reifer und dann verstehst du mehr, wie es läuft. Und eigentlich dann, wenn man auch erst selbst eine Familie hat, dann ist das ja auch nochmal eine andere Geschichte. Erst dann wächst man ja noch mehr da rein und weiß halt das Ganze auch zu schätzen, was wir in Deutschland überhaupt haben. Vorher ist das ja alles irgendwie so, äh, und sind nur Bürokratie und so. Und ich glaube, dass es wichtig ist, dass man da als Eltern

Rouven (24:32)
Hm.

Daniel Schwingenheuer (24:51)
Blick drauf hat und nicht denkt, Kinder sind erwachsen, ja komm lass ich laufen, das werden die schon regeln. Das ist wichtig.

Rouven (24:58)
bin ich bei dir, ist eine Art Toolbox, dass man sagt, man muss nicht alles wieder von der Pike lernen. Es gibt Sachen, die lernt man am besten selber, dann macht man seine Erfahrungen und dann setzt sich das auch gut im Hirn ab. Dazu gehört aber nicht, wie man eine Steuer macht. Das kann man sich erklären lassen. Oder wie man, was für Versicherungen machen sind, etc. Und da bin ich völlig bei dir. Das muss keiner mit durch Schmerz lernen, durch zu spät gemacht und

nicht richtig versichert oder das MOFA versichern, dass man später einen geringeren Satz bei der Kfz hat oder so Spirentchen. Ja, aber es ist wichtig, das sind Sachen, fehlen einem hinten raus. Auch Umgang mit Geld, Sparen, wie funktioniert das Finanzsystem, was ist Inflation und und und, weil, wenn ich mich rechne, sind es Kollegen, wie die buchen da von meinem Gehalt, von meinem Brutto geht ja so viel ab.

Daniel Schwingenheuer (25:32)
Richtig, genau.

Rouven (25:50)
Ja, da geht so viel ab von meinem Brutto. Wie oft muss ich denn die Krankenkasse bezahlen? ich so, ja... Jeden Monat? Und das sind ein paar Prozent. ja, das viele... Das ist ja der Klassiker, dass die Leute am Anfang sagen, Brutto ist doch super, ich kriege hier 2.500 Euro Brutto, dann kann ich ja 2.500 Euro ausgeben.

Daniel Schwingenheuer (25:56)
Ja, genau.

Richtig genau, das machst du drei Monate lang und dann fällt dir auf, das läuft nicht.

Rouven (26:14)
Und das sind überall, ich glaube das sind alles für mich so kleine Puzzle Steine, die es dir leichter machen. Du nimmst, du hast einen ganz schweren Rucksack durch dein Leben oder leichter, immer die Metapher mit dem schweren. Und wenn du so ein paar Steine da raus nimmst, ein paar große Steine, die unnötig da drin liegen, wenn es dir keiner mal kurz erklärt, dann ist es halt leichter die Reise. Und das ist halt was Schönes, was man sehr einfach eigentlich mitgeben kann.

Daniel Schwingenheuer (26:32)
Ja. Ja, ja.

Ja, genau. Und da muss ich auch sagen, also mit 18 war ich da noch lange nicht erwachsen. Also ich weiß auch nicht, ob ich es heute schon bitte, aber man lernt auf jeden Fall dazu. habe noch oder willst du weiter machen? du noch was?

Rouven (26:50)
Hmmmm

Was ich noch als Tool bei mir drauf habe, ist Kommunikation und Rhetorik. ich mir aufgeschrieben. Wir fangen jetzt immer an zu... Ja, aber die Art, wie man kommuniziert, man Informationen vermittelt, kurz und knackig und auch wie man jemanden überzeugen kann, nicht manipulieren, aber überzeugen kann, wie man das sprachlich macht, wie man etwas verpackt, ist, glaube ich, was, wenn man das früh für sich verinnerlicht und...

Daniel Schwingenheuer (26:55)
Der Rekord Rhetorikus mit 16.

Ja. Ja.

Rouven (27:19)
kann, kommt man damit halt noch sehr viel weiter, weil das einem Jahr, da sind wir wieder bei dem rufen beim Finanzamt an, wenn ich den dann anrufe und sag, meine Steuer ist falsch, Idiot, schlecht, wenn man sagt, hier so und so, ich habe das mal ausprobiert, sehen Sie das so und so, oder schreibt, ich habe bei mir zum Beispiel beim ersten Mal zugeschrieben, als wir irgendwas geändert hatten, bitte rufen Sie mich an, ich habe das und das so gemacht, nach bestem Wissen und Gewissen, ich bin mir 99 Prozent sicher, dass das stimmt, aber bitte rufen Sie sonst an.

Daniel Schwingenheuer (27:25)
Ja.

Nö.

Rouven (27:45)
Und damit macht man einfach diese Tür auf. Und wenn dann einer später kommt und sagt, hier stimmt was, und sag, ja, ich hab's ja schon sogar reingeschrieben. Es tut mir ja leid. Und dann hat man halt direkt die ... Man will ja selber auch abgeholt werden. Und dass man das mit dem Kind schon mal übt früh, oder ich glaub, ich hab das schon mal gesagt, Verhandeln über sich überzeugen lassen von einem Thema, wenn das für einen selber grad nicht wichtig ist, oder es jetzt nicht um irgendwas Kritisches geht, erklär mir, warum du das möchtest. Erklär mir, warum ich das jetzt machen soll, wo ich eigentlich nein gesagt hab. Und dann kommt man so in diesen Fluss ...

Daniel Schwingenheuer (28:12)
Mhm.

Rouven (28:15)
Dazu macht es auch manchmal schwieriger, aber ich finde es interessant fürs Berufsleben später. das Allgemeine ist es glaube ich sehr wertvoll, wenn man sich ausdrücken kann, was man möchte, warum man es möchte und auch für ein Drittes überzeugen kann.

Daniel Schwingenheuer (28:29)
Ja, na ja. Ja, tatsächlich all diese Dinge, die wir jetzt gerade besprechen, die spielen für mich letztendlich auch so in diesen Punkt Chancengleichheit ein bisschen mit rein. Also was das Schulsystem anbelangt, haben natürlich viele einfach die gleichen Chancen, weil die Schulen halt da sind. Aber diese ganzen kleinen Skills, die man irgendwie braucht fürs Leben, wenn man das gescheit verpackt bekommt und kann den Kindern das mitgeben, das ist halt einfach.

Rouven (28:30)
Ahem.

Daniel Schwingenheuer (28:53)
Einfach ein anderer Start. Das sind einfach fünf Meter weiter vorne beim 100 Meter Lauf. Das ist einfach so, wenn man, wenn man da in der Umgebung aufwächst, die einem all das irgendwie irgendwie so mitgibt. Ich habe noch einen ganz großen Punkt hier stehen. Mein letzter jetzt auch. Ich weiß nicht, wie viel du noch hast, weil mir dieses

Rouven (29:10)
einiger, aber ich

glaube wir überziehen sonst hier ein bisschen.

Daniel Schwingenheuer (29:13)
Ein

Bereich, mir gerade Angst macht im Sinne von ich weiß nicht, was er mit der Welt macht. Und gleichzeitig ist es große Chance, aber man muss sie halt richtig nutzen. Wissen ist künstliche Intelligenz. Ich habe letztens noch was dazu gehört. Das können wir in einer der nächsten Folgen auch noch mal intensiver besprechen. Was künstliche Intelligenz eigentlich mit unserem Verständnis von Kommunikation macht. Also künstliche

Intelligenz antwortet halt immer so wie du es gerade hören möchtest und das sorgt halt für einen riesigen Dopaminausstoß und so weiter und letztendlich gibt es viele Untersuchungen, dass Leute die viel mit KI reden und sich vor allem auch emotional mit der KI unterhalten über Gefühle, dass die halten anderes Dopamin Level im Kopf gewohnt sind und enttäuscht sind, wenn sie mit anderen Menschen sprechen, weil die nicht das sagen, was man gerade hören möchte.

Rouven (30:04)
Keine Pipe-Pleaser, die möchten nicht, du... Die sagen sie nicht, was erzähle ich dir jetzt,

damit es dir gut geht.

Daniel Schwingenheuer (30:12)
Richtig, richtig genau. Aber was das letztendlich mit unserer

Welt macht, was das mit dem Umgang macht, das mit unserem Alltag macht, das ist ja alles noch gar nicht, gar nicht raus. Und ich glaube, dass es extrem wichtig ist, diese Mechanismen Bescheid zu wissen. das Gleiche gilt halt auch für Algorithmen bei Instagram, bei TikTok und so weiter. Und dass die halt nur darauf angelegt sind, uns halt zu gefallen. Und ich glaube, dass dieses Wissen und diese

Kommunikation darüber und auch auf dieses hinweisen dass das gefährlich ist dass man es einordnen muss das ist was das möchte ich meinen Kindern gerne mitgeben dass sie das Einschätzen können das heißt ja nicht dass man nicht mehr doomscrolling machen kann aber wenn einem hinter auffällt Fakt das verdunst calling wo ist diese stunde in dann ist man schon ein schritt weiter als diejenigen die es nicht merken also Aber das wird mit k.i. Noch ein ganz ganz ganz ganz großes problem werden und da möchte ich als Vater möchte ich einfach richtig wach sein meinen Kindern

da einen Gegenpol zu liefern, zu zeigen, wie die Welt eigentlich auch noch ist.

Rouven (31:15)
Bin ich selber jeder Punkt. glaube, wir werden mal eine Folge darüber machen, über Medienkonsum generell. Weil ich glaube, das kommt ja schon von mit TikTok, Instagram und so was. ist ja auch schon sehr dieses Dopamine ausschütten, immer positiv. Alle packen nur das Beste rein, was sie im Leben finden können. Und da vergleicht man sich dann mit. Und dann sitzen die Leute zu Hause vor der Fototapete und haben das Foto gemacht und waren da gar nicht. Aber das einordnen zu können und sich nicht in diesen Sog rein zu begeben.

Das ist halt auch ein Lernprozess oder halt eine Flucht da rein gibt es ja auch an der Stelle. da die Kinder dabei zu unterstützen, das in einem gesunden Maße zu machen. Man will das ja nicht verteufeln. Das hat auch alles an der positiven Seite. Aber das ist, glaube ich, ein Thema für eine andere Folge, das wir mal beleuchten können.

Daniel Schwingenheuer (31:45)
Ja.

Ich glaube auch, dass wir beide mit die letzte Generation sind, die noch das glauben konnte, was sie gesehen hat. Und unsere Kinder vielleicht die erste Generation ist, die nicht mehr das glauben sollte, was sie sieht. Also das hat große Auswirkungen, glaube ich, auf Erziehung und auf Kinder und auf Familie vielleicht auch. Ja, werden wir alles noch beleuchten, noch drüber sprechen, sind auf jeden Fall super, super spannende Themen. Jetzt erst mal zum Abschluss dieser Folge.

Welche Eigenschaften hat ein guter Vater? Wenn wir jetzt das Rauszoomen noch mal kurz zusammenfassen. Es geht eigentlich darum, den Kindern Werkzeuge an die Hand zu geben, ohne die Dinge selbst für sie zu erledigen. Das ist, ich, auch wichtig. Also das müssen sie irgendwann einfach selbst machen. Und vor allem auch ist es wichtig, als Eltern vergleichsweise wertfrei die Benutzung der Werkzeuge hinterher zu beurteilen. Also die Kinder müssen es ja nicht genauso machen wie wir, sondern sie sollen die

die skills haben weg a und weg b durchzudenken und sich dann zu entscheiden welcher ist besser das müssen wir nicht machen jedenfalls insgesamt ein sehr großes thema werden wir auf noch mal drauf zurückkommen auf das eine oder andere was wir besprochen haben und die frage welche eigenschaft hat ein guter vater ist nicht so einfach zu beantworten auch das haben wir letzten drei folgen festgestellt vielleicht ist es auch letztendlich gar nicht abschließend zu beantworten wir kommen in der nächsten folge zu einem ganz anderen thema ihr kennt die situation ihr seid bei einem

Euer bester Kumpel sagt, wollen irgendwie jetzt auch Eltern werden, alle gratulieren und sagen, er wird toll und dann wird diskutiert, was müsst ihr auf jeden Fall noch machen, bevor dieses Kind auf die Welt kommt? Und über diese Frage wollen wir mit euch in der nächsten Folge sprechen und uns da Gedanken machen. Wenn ihr auch schon welche habt, dann meldet euch gerne bei uns über Instagram. guten Dinge Podcast findet ihr uns oder auch allegutendingen.com. ist unsere Website und schickt uns einfach schon mal gerne was zu.

Rouven (33:28)
Hmpf.

Daniel Schwingenheuer (33:49)
Würd uns freuen und dann hören wir uns in zwei Wochen wieder.

Rouven (33:53)
Vielen Dank fürs Zuhören.

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