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Folgencover zu Folge 27 - Was mache ich, wenn meine Kinder schreien?
STAFFEL 1
FOLGE 27

Was mache ich, wenn meine Kinder schreien?

Nov. 27, 2025 | Podcastfolge | 0 Kommentare

Heute sprechen Rouven und Daniel über schreiende und weinende Kinder. In manchen Situationen ist es einfach und das "Auf den Arm nehmen" die perfekte Lösung. Aber manchmal ist das Leben einfach auch komplizierter. Vor allem wenn man als Vater mit drei Kindern alleine ist. Die Zwillinge sind beide krank, der Große übermüdet - und jetzt?

ZUSAMMENFASSUNG

Vorweg zwei Grundsätze:

1) Kinder, die schreien oder weinen, brauchen Aufmerksamkeit – ignorieren ist für uns keine Option!

2) Schreien ist nicht gleich schreien – Weinen ist nicht gleich weinen!

Und damit sind wir schon mitten drin in der neuen Folge. Heute sprechen Rouven und Daniel über schreiende und weinende Kinder. In manchen Situationen ist es einfach und das „Auf den Arm nehmen“ die perfekte Lösung. Aber manchmal ist das Leben einfach auch komplizierter. Vor allem wenn man als Vater mit drei Kindern alleine ist. Die Zwillinge sind beide krank, der Große übermüdet – und jetzt?

Folge 27 ist ein Realtalk über Abwägungen, Anstrengungen, Müdigkeit und Verständnis – bis die eigenen Tränen fließen.

Takeaways

Elternschaft bringt sowohl Überforderung als auch große Liebe mit sich.

Die Herausforderungen sind oft die Summe vieler kleiner Situationen.

Es ist wichtig, sich über die Belastungen auszutauschen.

Die Liebe zu den Kindern bleibt trotz der Herausforderungen stark.

Eltern sollten sich erlauben, über ihre Gefühle zu sprechen.

Die Balance zwischen Stress und Freude ist entscheidend.

Jeder Tag bringt neue Herausforderungen für Eltern.

Die Unterstützung von anderen Eltern kann hilfreich sein.

Elternschaft ist eine Reise mit Höhen und Tiefen.

Es ist normal, sich manchmal überfordert zu fühlen.

***Titelbild und Takeaways mit KI generiert***

TRANSKRIPT
Daniel Schwingenheuer (00:00) Das sind immer diese zwei Pole, die man als Eltern so mitnimmt, dass auf der einen Seite eine totale Überforderung da ist und auf der anderen Seite aber auch so ganz, ganz große Liebe. wenn man sich dann über Dinge beschwert, und ich glaube, das darf man auch, dann ist es ja häufig nicht die einzelne Situation, sondern es ist einfach nur die Menge der Situationen, die da in so Tag reingepresst werden. Herzlich willkommen zur neuen Folge alle guten Dinge. Rufen. Wie ist die Lage? Energielevel 1 bis 100. Rouven (00:28) Minus zwei hätte ich gesagt war eine lange Woche mit den kleinen und der Arbeit also viel los Daniel Schwingenheuer (00:34) Gehe ich voll mit, gehe ich voll mit. Bei uns tatsächlich im Moment auch. Zweieinhalb von drei Kindern krank. Das ist echt unglaublich. Vorhin kurz drüber nach, ob gedacht, ob das heute Abend überhaupt funktioniert. Aber ja, da sind wir. Ist doch schön. Schön, dass ihr auch mit dabei seid. Wir haben uns für heute ein ganz besonderes Thema ausgedacht. Wir haben gedacht, wir sprechen mal mit euch übers Kinderschreien. Aus aktuellem Anlass. Rouven (00:58) Das ist ein wunderschönes Thema, was wir auch alle ganz gerne hören immer, wenn die Kleinen anfangen, lauthals Geräusche von sich zu geben. Daniel Schwingenheuer (01:08) Ja, was machst du denn? Rouven (01:10) Ja, es hängt halt immer sehr, schwer davon ab, was es ist für ein Geräusch. Das klassische Mama, Papa, ich möchte das haben. Was bei uns auch gerade sehr beliebt ist, ist, es wird einfach von der Großen immer wieder wiederholt. Und das ist auch sehr zermürbend. Also sie möchte irgendwas und man hat so den... Man atmet tief ein, zu antworten. Und in dem Moment kommt schon die zweite Runde. Ich möchte das und das das. Ja, ja, dann hat man ausgeatmet. Warum hat man wohl ausgeatmet? Daniel Schwingenheuer (01:34) Mh... Rouven (01:38) Und dann hat er nur wieder einen und dann geht es so... Da muss man ganz schnell sein, den Pauseknopf... mit einer Geste kurz hinbekommen. Weil meistens ist ja wer anders, der auch noch was will in dem Moment leider. Ja, also das ist... Daniel Schwingenheuer (01:52) Ja, ja. Das ist tatsächlich auch genau das Problem, wir jetzt haben in der Familienkonstellation, wenn man mehr Kinder hat als Erwachsene zu Hause, dann kann es im Zweifel halt irgendwie doof enden, weil man sich nicht alle Kinder gleichzeitig kümmern kann. Ich glaube, wir können doch erstmal festhalten, generell ist, glaube ich, klar, wenn Kinder schreien oder weinen, dann haben sie was und dann muss man sich Kinder kümmern. Also ich glaube, das ist einfach selbstverständlich und Kinder irgendwo einfach schreien lassen, kommt überhaupt nicht in die Tüte, obwohl das natürlich jahrzehntelang auch in Deutschland gepredigt wurde, Kinder auch mal schreien lassen. Ich ich kann mir beide festhalten, dass wir das absoluten Quatsch finden, das so durchzufinden. Also vor allem bei Babys, wenn die schreien, da ist was und da muss man sich drum kümmern. Ich glaube, wo es dann tricky wird, ist, wenn man das eigentlich so verinnerlicht hat und dann irgendwann kommt so was wie so eine Wutphase dazu. Und da gibt es ja manchmal so den Punkt, dass egal, was man macht, es einfach nicht richtig ist. Und es wird halt dann weiter geschrien. Weil es ist natürlich eine andere Art von Schreien, aber es ist vor allem auch dann eine ähnliche Art von Lärmpegel, der halt immer weitergeht und immer weitergeht. vor allem, wenn man dann bemüht ist und versucht, die ganze Situation irgendwie aufzulösen und es funktioniert einfach nicht, dann merke ich immer, wie ich ich werde innerlich total unruhig irgendwann durch diesen Lärmpegel. Geht das auch so? Rouven (03:19) Ich bin natürlich bei dir vor allem bei Schmerz und irgendwas und wenn die klein sind natürlich, man muss ja gucken, aber irgendwann kommt man halt an den Punkt wo man sagt, ist vielleicht gerade nicht, es ist halt nichts oder es ist nichts Schlimmes. Das Kind ist bestimmt was Schlimmes emotional und innerlich, aber es ist jetzt gerade in der Situation nicht schlimm. ist halt irgendwas hat nicht geklappt. hat Klassiker, hat irgendwo das Spielzeug liegt noch unten oder das Kind hat selber in die Ecke gepfeffert, dann geht man hoch zum Bett und so. Nein, wir haben das und das vergessen und dann geht's los und und wenn dann schon viel genagt hat an einem, sag ich mal über den Tag, ist es halt wirklich dann sehr anstrengend, weil man aus seiner Perspektive sagt, okay, das ist jetzt nicht nötig, dass wir jetzt hier einen Riesenfass aufmachen dafür, dass unten der Hase liegt. Man kann, man kann. Ja. Daniel Schwingenheuer (04:03) Aber wie du schon sagst, das ist deine Perspektive und für das Kind ist das das Wichtigste in dem Moment. Und mental kann ich das ja auch verstehen in dem Moment, dass das extrem wichtig ist und dass in der Welt des Kindes da gerade was zusammenbricht, weil der Haar so unterliegt oder die Zahnbürste falsch auf dem Waschbecken. Aber ja. Rouven (04:26) Man ist halt auch ein Mensch. Das Kind lebt seine Emotionen ja auch ganz anders aus in den Momenten. Viel offener. Man ärgert sich ja auch, wenn man was unten liegen lassen, was man noch mitnehmen wollte. Man fängt dann halt nicht an zu brüllen. Manchmal flucht man dann halt mal kurz oder man geht halt nochmal runter. Aber das Kind, das ist halt wie ein offener Nerv dann. Das bricht dann raus und dann bringt es ja auch eigentlich nur was mit dem Kind darüber zu... Entweder, wenn man dann sagt, die schnelle Lösung ist natürlich, holt den Hasen, wenn es geht gerade. Aber da muss man natürlich gucken, dass man nicht gerade die anderen Kinder weg, die gerade vielleicht gerade im Bett liegen und man alle Türen klickt und klackt und dann die alle wieder wach sind. Oder man muss halt dann gucken, dass man sich, mal, mit der emotionalen Seite des Kindes mehr verbindet und dann irgendwann wieder nach etwas Graben an die rationale Seite vom Kind kommt, mit dem man dann auch sagen kann, wir hohnen es morgen, alles gut, hier ist die Schildkröte statt dem Hasen und dann sagt, wir kuscheln noch fünf Minuten und dann ist gut. Daniel Schwingenheuer (05:13) Ne. Ja, genau. Das sind ja genau die Theorien, die wir auch schon ein paar Mal gesprochen haben. Und warum Kinder jetzt gerade auch in einem Alter zwischen zwei und fünf da so offen sind, die Gefühle einfach so rauszublasen. Da haben wir auch schon mal eine WFK-Folge darüber gemacht, dass einfach das Gehirn noch gar nicht so programmiert ist, dass es halt einen Impuls auch kontrollieren kann. Das ist alles erklärbar. Wir hatten vorhin die Situation, einer ist krank, hat 40 Grad Fieber, der weint natürlich die ganze Zeit und will auf den Abend. Das ist halt so ein Dauerpunkt und da brauchen wir gar nicht zu drüber zu diskutieren. Also da ist halt einfach der Arm, wahrscheinlich in dem Alter, primär auch noch von der Mutter das einzige, was irgendwie bisschen hilft. Gott sei Dank funktioniert das auch bei mir. Häufig ganz gut. Der andere Kleine, total übermüdet, lag da halt neben und der Größere, war halt einfach von dem Tag völlig fertig und ist halt dann... hatte dann eben genau so einen Mental Breakdown Moment. Und auch das, jedes Kind hat in dem Moment eine ganz, ganz, ganz, schlimme Phase. Aber dann stehst du halt daneben und hörst einfach nur drei Kinder schreien. Es eskaliert alles. ich muss sagen, als es vorbei war, ist mir wirklich kurz ein Träner runtergelaufen. es ist so eine Art Hilflosigkeit, die da aus einem oder in einem sich ausbreitet. weil man da gar nicht weiß, wie man dem ganzen entgegentreten soll. Rouven (06:53) Ich weiß genau, was du meinst. Das sind so ganz viele Situationen gefühlt. Also meine Theorien merken halt, dass du nicht mehr kannst. auch, also alle wollen dann, dass eine Kind ist auf dem Arm, dann denken sie die anderen sich meistens auch, ich möchte jetzt auch auf den Arm, weil der Arm ist ja Sicherheit und es ist ja gebrüllt, also ist irgendwas los. Und wenn dann die Großen sich auch noch denken so, jetzt geht es hier langsam, werden die Ressourcen knapp, Mama und Papa sind belegt. Ich glaube, möchte auch, bevor jetzt hier die Ressourcen wirklich knapp werden, gehe ich auch nochmal voll in, all in. Die kommen alle so mit ihren, bei einem Kind muss man sagen, hat man halt 200 Prozent auf einem Kind, theoretisch, also wenn beide da sind. Bei zwei Kindern hast halt 100 Prozent pro Kind, was dann, du vorher, also wenn das Kind Einzelkind war, dann schon die Halbierung ist. Und ich möchte das jetzt nicht ausrechnen, aber es wird halt immer, immer weniger. Und das ist das, glaube ich, und Daniel Schwingenheuer (07:25) No. Ja, ja. Rouven (07:45) Die kommen auch mit den 70, 65 Prozent locker aus, die man dann im Schnitt hat. Aber wenn es dann eng wird und einer sich 100 nimmt, weil er die braucht, sagen die anderen 100 sind ver- exakt. Und dann sagen die 100 sind ja theoretisch machbar, die dann und sagen dann, ich nehm mir auch 100. Und meistens das Problem ist ja auch, du gehst ja nicht in diese Phase rein mit vollem Akku und vollem mentalen Akku, weil du hast ja höchstwahrscheinlich vorher Daniel Schwingenheuer (07:57) Ja, wie zum Beispiel Krankheit. Ja. Ja. Rouven (08:15) Ich habe das in einem Vorgespräch erwähnt, bei uns sind die auch nicht ganz fit. Bist du schon 4 Uhr wach geworden, hast den Notknopf von der Heizung gedrückt, du das vollgekotzte Kind waschen kannst. Und dann bist du halt auch nicht mehr auf der Höhe, wenn das zwei, drei Mal passiert. Und es zehrt von allen Seiten, bis man einmal dieses Teil der Tränen durchschritten hat. Aber in dem Moment, ich bin da bei deinen Tränen völlig bei dir. Daniel Schwingenheuer (08:26) Hahaha. Ne, ist so, ist so, ist so. Rouven (08:42) Da weiß man halt, irgendwann muss man durchatmen und sagen, ich leg mich kurz mal hin, hoffentlich schmeißen sie sich auf mich drauf und dann ist alles gut. Aber das ist wirklich, ich glaube, das passiert jedem Elternteil. kann ja auch mit einem Kind passieren, aber mit zwei Kindern auch und mit drei ist es halt viel zu wahrscheinlich einfach wahrscheinlicher. Daniel Schwingenheuer (08:58) Also ich glaube es gehört mit jedem Kind halt auch irgendwie dazu, dass man mal die Situation hat, wo man denkt, ich kann halt einfach nicht mehr und warum hört das denn hier nicht auf? ist halt, ist halt einfach ganz vorbei. Kannst dich an eine Situation erinnern, wo du so völlig fertig warst und wie soll das denn hier jemals enden? Ich kann nicht mehr. Rouven (09:20) Ja, wir hatten das schon. Also, was ist das eigentlich mal? Also, das kommt halt zwischendurch vor. Vor allem, man selber, also wenn einer krank ist von den Eltern oder man nicht fit ist wegen irgendwas und dann geht das halt, dann gehen halt die 300 Prozent auf das andere Elternteil. Und wenn dann irgendwas halt schief geht, also wenn der eine dann gut drauf ist und man ist irgendwie, man kriegt die beschäftigt und ist unterwegs, dann geht das alles. Aber wenn der andere dann auch noch anfängt wegzuknicken, weil er auch nicht hundertprozentig auf Stand gerade ist. Daniel Schwingenheuer (09:26) Ja, stimmt, das sei dann. Ja, ja. Rouven (09:49) Dann gibt es diese volle Abwärtsspirale, weil dann läuft es irgendwann voll aus Metall und dann quietscht es dann noch. Da musst du dann irgendwie gucken, dass du durchkommst, die Kinder ins Bett krisst und irgendwie versuchst zu schlafen. Daniel Schwingenheuer (09:55) Ja, Gestern Abend war ich kurz dafür zuständig, die beiden Kleinen zu betreuen. Die waren eigentlich schon beide im Bett. Beide eigentlich schon geschlafen, wie gesagt, beide nicht fit. Der eine kommt gerade aus dem Fieber raus, der andere geht gerade ins Fieber rein. innerhalb von einer Stunde dreimal aufgewacht. Die ersten zwei Male beide nacheinander und beim dritten Mal beide gleichzeitig. Und dann hab ich mich halt wie... Was ist das? Der schlafende Hund? Diese Yoga-Position, wo man so den Kopf nach unten und das Popo nach oben. So habe ich mich halt zwischen die gelegt und beide so auf die Seite, damit beide mit ihren Händen in meine Haare rein konnten, weil die das halt immer immer beruhigt. Also ich mit meinem Kopf in der Matratze drin und zwei kleine Kinder mit acht Monaten neben mir, die wir beide den Kopf dann massiert haben. Und es sind beide wieder eingeschlafen. Es hat tatsächlich funktioniert. Rouven (10:49) massieren dir die koffer Also du willst mir sagen, du darfst im Bett liegen und bekommst eine Kopfmassage. Was willst du mehr? Daniel Schwingenheuer (11:01) Dafür habe ich es heute dann wieder zurückgezahlt bekommen, es dann diese eine Momente... Also Fakt ist ja, es geht halt immer alles irgendwie weiter. Irgendwann kommt der Punkt, wo man es irgendwie aufgelöst bekommt. Aber es ist halt so schwierig, wenn man merkt, das Kind ist gerade müde, man denkt, oh, ich muss das Bett noch eben beziehen. Okay, dann denke ich manchmal, ich beziehe es jetzt schnell, können wir ins Bett gehen. Dann kannst du schlafen. Ich lasse dich jetzt die zwei Minuten kurz da liegen und schreien. Ich kümmere mich hinterher dich. Es geht halt nicht mehr direkt. So ist es halt. Hier geht das Baby von. Mal gucken, lange wir noch haben. Wir haben schon viel abgedeckt, ja genau. Aber wenn dann gerade so eine Krankheit dazu kommt, wo man halt denkt, boah, Arme ist kleines Kind, ich würde dich am liebsten die ganze Zeit auf den Arm nehmen und das geht dann halt nicht, weil es zu viele sind, das sind schon harte Situationen. Was machst du, wenn du eine Stunde lang ein schreiendes Kind auf dem Arm hattest? Rouven (11:35) Ja, da haben wir schon viel abgedeckt. Daniel Schwingenheuer (11:59) Was ist das Erste, was du machst, wenn dann Ruhe ist und du Zeit Rouven (12:04) schlafen also wirklich also ja es hängt halt von der tagszeit ab natürlich klar also wenn es jetzt mittag ist nicht aber wenn die ganze zeit was war meistens ist es ja dann nachts dann wird man die läuft durch die gegen guckt und macht und wenn das kind dann ja ruhig ist ist es ja meistens am schlafen Und dann nutzt man Chance auch ins Bett zu gehen, schnell wie man kann, damit man dann was erwischt. Weil ja das zweite meistens sich dann denkt, palim palim. Ich weiß nicht ob ich das schon mal erzählt habe, wenn das auch irgendwann, letztens Zeitumstellung, Zeitumstellung, war das mit der, eine dann wach geworden und dann haben wir wunderschön unten, also erst ein bisschen gebrüllt und dann haben wir rausgeguckt aus dem Fenster und so. Und dann die eine auf sich draufgelegt, ein Buch gelesen, total entspannt, war halt mitten in der Nacht und dann die eine ins Bett nach zwei Stunden, dann ist die andere wach geworden. Daniel Schwingenheuer (12:50) Hehehe Rouven (12:50) Deswegen, sobald man irgendwie das Kind beruhigt hat und es schläft, versuchen sich zu regenerieren oder sich was schönes zu tun, wenn man das hat. Aber meistens ist es Schlaf. Daniel Schwingenheuer (13:03) Also nachts gebe ich dir recht, gestern ist mir aufgefallen, dass das erste, was ich gemacht habe, nachdem die Kinder geschlafen haben, ein süßes Essen. Also es ist mit Sicherheit auch biologisch zu erklären, weil man ja dann in dem Moment in so einem absoluten Alarm-Modus drin ist. Rouven (13:15) Ja, das ist dann die Energie-Nachfüllen. Ja, das ist... Daniel Schwingenheuer (13:29) Das totale Fokussiertheit. Alles ist nur auf diesen einen Moment gebündelt. Man hat ja auch gar nicht mehr die Möglichkeit, außerhalb dann irgendwie über irgendwas nachzudenken oder so in dem Moment, dann so ein Kind so schreit. Und wenn das dann irgendwann vorbei ist, habe ich immer sofort, ich brauche Zucker. Was natürlich mit Sicherheit nicht die richtige Option ist eigentlich. ja, bei mir ist es so, gestern habe ich dann auch mich direkt in die Küche und habe mir so ein Rouven (13:45) Ja. Daniel Schwingenheuer (13:57) Schokocremebrot geschmiert. Rouven (13:59) sehr gut ja ist ja natürlich der körper wird einfach auch füllen der sagt jetzt ist hier das ist wie da alles weggebrannt und dann lieber kurze schnelle energie bevor es wieder losgeht obwohl essen also muss sagen essen habe ich gar nicht so dann als thema bei mir ich habe vielleicht was mehr reserve aber ich das habe ich also noch nicht so direkt gehabt ich sagte nach so viel meistens ich sag jetzt schlaf wieder Daniel Schwingenheuer (14:10) Ja, ja, ja, ja, ja. Ich habe tatsächlich noch eine witzige Geschichte. Da hatten wir aber tatsächlich nur unseren großen Sohn. Da war der aber noch sehr, sehr klein. Der hatte so eine Phase, wo der nachts immer wach war. Und immer auch gerne mal so anderthalb Stunden, er nachts wach war. Und dann haben wir ja immer von halb drei bis um vier in der Küche gestanden mit der Trage, bis er irgendwann geschlafen hat. Das war auch so eine Phase, wo ich das schon dreimal die Woche gemacht habe. Und dann war ich so müde und genervt dabei, wieder da zu stehen. dass ich einfach die Tüte Chips aufgegessen habe, die da lag. Und am nächsten Morgen haben wir ihn dann gewickelt. dann er einfach jede Menge Chipsstücke in der Winde, weil die halt dabei runtergefallen sind durch den Body bis in die Winde. Da muss er durch... Okay. hinterher hat er gut geschlafen. Rouven (15:01) bei Snacken. Ja gut. Da muss er dann durch. Aber das kratzt doch auch. Chips sind ja maximal... Vielleicht hat auch der Geruch ihm geholfen. Daniel Schwingenheuer (15:25) Das Absurde bei der ganzen Stönerei ist, ich weiß genau, dass in 15 Jahren, vielleicht in 20 Jahren, ich mir so wünschen werde, einmal nachts ⁓ halb drei von ihm geweckt zu werden, mit dem Bedürfnis, einfach bei mir zu sein und noch mal anderthalb Stunden nachts in der Küche zu stehen und dieses Kind bei mir zu haben, das erst schreit, aber dann auch ganz langsam und ganz friedlich einschläft. Und das ist halt eben diese... Das sind immer diese zwei Pole, die man als Eltern so mitnimmt, dass auf der einen Seite eine totale Überforderung da ist und auf der anderen Seite aber auch so ganz, ganz große Liebe. wenn man sich dann über Dinge beschwert, und ich glaube, das darf man auch, dann ist es ja häufig nicht die einzelne Situation, sondern es ist einfach nur die Menge der Situationen, die da in so Tag reingepresst werden. Rouven (16:12) bin ich bei dir. das andere ist ja auch, dass dieses Verklären der Vergangenheit, man vergisst ja dann wie oft das Ganze war und so weiter. Ich glaube niemand würde sonst ein zweites Kind bekommen, wenn man sich an alles erinnern würde, was so passiert ist, wie viele Kotze man wegwischt auf sich, im Auto, in den Haaren, an den Schultern, an den Knien, an den Socken. Und dann würde man glaube ich niemals ein zweites Kind kriegen und deswegen dann und irgendwann desto weiter das wegrückt, desto verklärter wird das und dann kommt noch das Emotional dazu, dass die ja dann nicht mehr so mit einem Daniel Schwingenheuer (16:18) Ja, Rouven (16:40) Du wahrscheinlich nicht mehr so viel mit einem zu tun haben am Tag, wo sie klein waren. Ich bin aber bei dir. Das wird man dann in 15 Jahren... Wir werden uns dann sehen, dass die jetzt schnell groß geworden Daniel Schwingenheuer (16:50) jetzt noch einmal im Podcast darüber beschweren, dass man müde ist. Nee, glaube nicht. Übrigens zum Schluss noch ein Fun Fact. Es ist auf jeden Fall eine Beobachtung, die ich gemacht habe. Man kann sich an Müdigkeit nicht erinnern. Rouven (16:53) Achso, ich dachte gerade du wolltest sagen, dann jetzt nochmal ein Kind hinterherlegen. Aber ich glaube, das reicht erstmal. Bist du dir da sicher? Daniel Schwingenheuer (17:13) Es ist ja, ja. Also ich weiß, dass ich müde war, aber an das Gefühl, wie es ist, so müde zu sein, kann ich mich nicht erinnern. Also du darfst dazu was sagen und ihr alle zu Hause dürft dazu gerne auch was sagen. Ob ihr das genauso empfindet oder nicht? Schreibt uns da gerne mal. Rouven (17:27) Ich weiß. Also ich weiß es nicht. Ich werde mir darüber bis zum nächsten Mal nachdenken. Dann schreibe ich dir. Daniel Schwingenheuer (17:39) Ohoho, ⁓ Nee, nee, tatsächlich. Also ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht möglich ist, sich daran zu erinnern, wie es sich anfühlt, so müde zu sein. Ich weiß natürlich, dass ich so müde war. Aber wie es sich anfühlt? Also... Rouven (17:54) Ich kann lustigerweise sagen, dass ich gerade sehr müde bin und dieses Gefühl gerade habe. Jetzt kann ich das jetzt morgen prüfen, ob das morgen noch da ist. Daniel Schwingenheuer (17:59) Ja und genau. Also eigentlich müsstest du es prüfen in einer Zeit, wo du insgesamt wieder entspannter bist. Ich glaube sonst ist das. also oder wo du dich so. Ja, aber gerne mal gerne mal drüber nachdenken. Das ist eine Beobachtung, die ich gemacht habe. Ja. Das war die heutige Folge. Schön, dass ihr dabei wart. Ab ins Bett rufen. Gute Nacht. Rouven (18:10) Ich melde mich dann in zwei, drei Jahren. interessant. Vielen Dank fürs Zuhören. Schönen Abend, ciao! Daniel Schwingenheuer (18:28) Tschüss!

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