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Welche Essensrituale funktionieren mit drei kleinen Kindern? Alle Guten Dinge Folge 26
STAFFEL 1
FOLGE 26

Essensrituale mit Kleinkindern

Nov. 21, 2025 | Podcastfolge | 0 Kommentare

dieser Folge von "Alle guten Dinge" plaudern Daniel Schwingenheuer und Rouven über das tägliche Abenteuer des gemeinsamen Essens mit der Familie. Ihr erfahrt, warum Frühstück so wichtig ist und wie kleine Rituale den Alltag mit Kindern bereichern können. Unsere Take-Aways? Macht das Essen zur Familienzeit, lasst die Handys weg und probiert immer wieder Neues aus – auch wenn Brokkoli beim ersten Mal nicht ankommt!

ZUSAMMENFASSUNG

In dieser Folge von „Alle guten Dinge“ plaudern Daniel Schwingenheuer und Rouven über das tägliche Abenteuer des gemeinsamen Essens mit der Familie. Ihr erfahrt, warum Frühstück so wichtig ist und wie kleine Rituale den Alltag mit Kindern bereichern können. Unsere Take-Aways? Macht das Essen zur Familienzeit, lasst die Handys weg und probiert immer wieder Neues aus – auch wenn Brokkoli beim ersten Mal nicht ankommt! Hört rein und lasst euch inspirieren, eure eigenen Essensrituale zu gestalten. Wir sind gespannt auf eure Geschichten und Tipps!

***Titelbild und Beschreibung mit KI generiert***

TRANSKRIPT
Daniel Schwingenheuer (00:00) Das ist die neue Folge alle guten Dinge. Herzlich willkommen. Schön, dass ihr mit dabei seid. Ruf nun Daniel hier. Heute gibt es kulinarische Folge Nummer zwei. Wir haben vor nicht allzu langer Zeit übers Kochen gesprochen. Heute geht es hier ums Essen. Bevor wir damit starten. Guck mal, siehst du hier, was ich auf der Wange habe? Rouven (00:17) Ein riesiger Kratzer. Daniel Schwingenheuer (00:19) Das passiert, wenn man Fingernägel von kleinen Kindern nicht schneidet. Das sind solche Waffen, vor allem die kommen immer so aus dem Nichts. Jetzt wo der eigene Wille halt auch so ein bisschen größer wird, kommt plötzlich so eine Hand angeflogen. Rouven (00:23) ... Ja, aber das ist wie Katzenkrallen, ne? geht durch alles durch. Durch die ersten drei, vier Hautschichten geht das wie Butter. Die fünfte wird noch angekratzt. Sehr unangenehm. Sei froh, dass es nicht die Hornhaut war. Das hat ein Bekannter von mir gehabt und das ist richtig fies. Daniel Schwingenheuer (00:39) Yep. Yep. Yep. Mhm. Mhm. Ne? so in den Augen, ja. Wow. Rouven (00:52) Ja, das dauert lange bis das verheilt. Daniel Schwingenheuer (00:57) Ich hoffe, dass es schneller geht bei mir auf der Wange. So, also wir kümmern uns heute ums Essen. Wie häufig am Tag esst ihr zusammen? Rouven (01:00) Ja. Einmal am Tag. Also unter der Woche schaffen wir einmal am Tag zum Zelt. Daniel Schwingenheuer (01:10) Ja, okay, krass. Bei uns ist es tatsächlich zweimal, weil wir morgens noch zusammen frühstücken. Das haben wir relativ früh schon etabliert. Also, sobald der Kleine, als es noch ein Kind war, angefangen hat zu essen, haben wir uns morgens zusammengesetzt. Mittags und abends. Mittags fällt jetzt halt weg wegen Kita. Aber auch jetzt, auch wenn in der Kita gefrühstückt wird, morgens zu Hause essen wir erst noch mal zusammen. Also ich weiß, es bisschen doof, dass er jetzt dann zweimal isst, wobei er glaube ich dann in der Kita am Ende nur noch snackt und ich glaube Kinder in dem Alter verbrennen sowieso so viel und am Ende liegen ja auch schon wieder anderthalb Stunden dazwischen. ist okay. Aber auch morgens, auch wenn stressig ist, wir setzen uns auch einmal eine Viertelstunde zusammen. Rouven (01:53) ist ein sehr schönes ritual also wenn man das so so weiter führt für das kind auch diese kontinuität dass es das immer weiterhin hat also bei uns gibt es auch manchmal muss ich sagen ja also gab es eine zeit lang auf frühstück zusammen das war aber jeder bekam ein stückchen toast also während manche dann auf dem töpfchen saßen und andere rumgeflitzt sind hatte das jeder ein stück toast ich würde das jetzt nicht als gemeinsames essen werden es wurde gemeinsam gegessen es wurde verteilt es wurde wir saßen nicht am tisch Daniel Schwingenheuer (02:13) Hehehehehe! Ja. Ja, aber ganz ehrlich, ich weiß auch gar nicht, was an der Stelle wichtiger ist, ob es das Ritual ist oder ob es die Nahrungsaufnahme ist. vielleicht ist es auch eine Kombination. Vielleicht habe ich auch meine Mutter in meinem Hinterkopf, ist Lehrerin und sagte so spätestens ab der dritten Stunde, wusstest du, wer zu Hause gefrühstückt hat und wer nicht, weil diejenigen, nicht gefrühstückt hatten. Rouven (02:41) Ja. Daniel Schwingenheuer (02:43) Die konnten sich zum einen nicht mehr konzentrieren, hatten keine Energie mehr und hatten halt auch einen solchen Hunger und waren dementsprechend auch nicht so leistungsfähig. Und die anderen, die gefrühstückt hatten, die waren noch ganz gut dabei. eben ging keine Ahnung. Dementsprechend bin ich damit groß geworden, dass man morgens frühstückt und das geht jetzt halt so weiter. Rouven (03:03) Ne gehört auch dazu. Also wir schaffen das morgens vor der Kita nicht. Beziehungsweise es gibt dann bei uns auch relativ früh in Kita was zu essen und es gibt dann halt mal einen Snack oder also ein Stückchen Brot oder irgendwas, wenn es jetzt gerade nicht geht. Die Kleinen kriegen noch eine Flasche momentan. Aber jetzt für so ein Fully vielleicht Frühstück, dass man sich an den Tisch noch setzt. Ist es dann doch zu knapp für uns momentan? Daniel Schwingenheuer (03:14) Ja. Ja, ja, ja. ist vor allen Dingen, wenn es in der Kita was gibt, dann wird er gefrühstückt. Also dann ist es ja, Nahrungsaufnahme passiert ja dann. Bei uns hat sich das einfach etabliert und ist dann halt auch so geblieben. tatsächlich, also es passt auch ganz gut so von den Aufstehzeiten her, dass man dann nochmal in die Küche geht und irgendwie so ein paar Weintrauben schneidet und ein paar Heidelbeeren fertig macht, ein bisschen Müsli da drauf und so, ein bisschen Milch und das. passt dann alles noch ganz gut rein, bevor man in die Kita fährt. Von daher hatten wir auch nie groß jetzt irgendwie den Zeitdruck zu sagen, wir ändern das. Wäre auch was anderes, wenn der bis fünf Minuten schlafen würde, bevor wir losgehen. Also fünf... Du weißt, was ich meine. Rouven (04:05) Ja, wenn es so klappt wäre. Wann frühstückt ihr den dann, CK? wie viel Uhr? Ist ja immer interessant. Okay, gut. haben wir noch 30 Minuten, dann 38 in die Kita. Daniel Schwingenheuer (04:10) 8. 8.00 Also es steht um 7 auf, Stunde Zeit, alles fertig machen, 8 Uhr wird gefrühstückt, 20 nachfahren wir. Also das passt. Jaja genau, richtig. Rouven (04:18) Okay. dann ist auch eine normales zeit dann wird es auch noch nicht mega knapp oder irgendwas ist ja ok und wenn es auch in den alltag passt dann muss man mal gucken wie ist von der arbeit her wann fängt man zu arbeiten wann muss man vielleicht auch im büro sein oder hat termine und so was und dann ergibt sich da ja auch wieder die situation raus wie man das ganze umsetzen kann Daniel Schwingenheuer (04:29) Jaja, jaja. Ja, wie macht ihr das denn als Familie mit Kind zu essen? Lass uns jetzt erst mal zurückgehen vielleicht zu dem Punkt, wo ihr nur ein Kind hattet. Weil ich glaube noch die Zwillinge dazu, das verändert schon noch mal einiges bei uns auch. Aber wie macht ihr das? Was ist bei euch wichtig? Rouven (04:56) Also mit einem Kind war es halt so, warst halt immer zwei gegen ein oder zwei zwei Mann auf einem Kind. Wir haben halt sehr früh angefangen auch mit Geschirr, mit Richt, also mit Messer Gabel. haben dieses, es immer dieses Set ab drei Jahre. Ich glaube, die haben wir mit eins, anderthalb irgendwie, wo es dann los ging, hingestellt. Man geht zusammen essen, man ist ein bisschen rausgegangen. Man konnte sich halt wirklich mit dem Kind beschäftigen. Wenn es nicht wollte, saß es halt auf dem Schoß. Man hatte einfach so die Ruhe. Notfalls hat man gesagt, ich nehme das dann jetzt auf den Schuss, das Kind, was soll es denn? Und dann esse ich jetzt fünf Minuten später und war so gemütlicher dabei. Natürlich hat das auch genervt, wenn das Kind dann überhaupt nicht essen wollte und irgendwas war. Aber normalerweise war es so, man war selber entspannt, man hat dann mit dem Kind so bisschen rumgeeiert und dann hat man halt fünf Minuten später gegessen. Ja, man weiß das gar nicht. Wie immer, wie auch die Eltern und alle sagen, man weiß das gar nicht wertzuschätzen. Daniel Schwingenheuer (05:24) Stimmt. Ja, ja. war eine geile Zeit, Nix! Rouven (05:50) Das ist wie wenn man gar nicht mehr zu schätzen weiß wie viel Freizeit man hat wenn man gar keine Kinder hat. Aber auch egal. Und es war halt wirklich so, dass man hat es ist gemütlich, das kündet so ein bisschen, man hat mit dem Spaß gemacht und ja weniger fordernde kleine Ärmchen sag ich mal so. Daniel Schwingenheuer (06:02) Ja, ja, ja. Jetzt, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, das hat halt auch verschiedene Stadien. Ganz am Anfang, als er noch nur getrunken hat, da war das bei uns tatsächlich auch immer so, dass abends habe ich ihn in die Trage genommen, weil er dann dabei eingeschlafen ist. Und dann haben wir gedacht ... Rouven (06:13) Ja. Daniel Schwingenheuer (06:27) Geil, dann können wir jetzt in dem Moment mal eine Serie gucken beim Essen. Also ich weiß nicht, wie viele Jahre wir jetzt keine Serie mehr beim Essen gucken dürfen. Und dann habe ich immer aus so einem Barhocker und so ein paar Kisten habe ich mir quasi so einen Tisch gebaut, damit ich ihm stehen dann essen konnte, weil er in der Trage geschlafen hat. Das war immer ganz gut. Der hat dann abends noch mal so ein Powernap gemacht und dann waren eine Stunde wach und dann ging es halt irgendwie richtig ins Bett. Rouven (06:42) ⁓ Daniel Schwingenheuer (06:51) Das war eine schöne Zeit. Und ja, wie du schon sagst, ich habe jetzt gerade, wirklich vergessen, dass man mit einem Kind ja auch easy peasy mal essen gehen kann. Ist ja auch ganz gut für die Kinder, wenn die sich daran gewöhnen. Also. Rouven (07:01) Die mögen das ja auch da ist was los da wird sich mit denen beschäftigt normalerweise hast du die netten Kellner dabei, irgendwie doch so ein bisschen mit den Kiddies dann auch das charmant macht und das ist auch toll nur man muss dir sagen dann ist einer halt normalerweise Vollzeit mit dem Kind dran. Und die Brücke zu schlagen, ich ein bisschen dann, wir hatten jetzt sicher mit anderen Eltern die jetzt ein Kind noch weiter bekommen haben die gehen halt auch erstens sagen ist doch ganz nett und danach Daniel Schwingenheuer (07:16) Ja ja, ja ja. Ja. Rouven (07:28) Entspannung muss nicht aufräumen oder irgendwas ist total locker habe ich auch so nach geredet naja wenn man jetzt mit zwei also mit drei kindern essen geht Muss halt jeder sich ⁓ ein kleines kümmern und die frage wie viele stühle hat dieses restaurant kinderstühle Daniel Schwingenheuer (07:41) Ja und die meisten sind Gott sei Dank ganz gut aufgestellt. es geht ja noch weiter bei euch und auch bei uns. Der Altersabstand ist jetzt auch nicht so wahnsinnig groß. Also unser mit zwei, drei Viertel kann ganz gut essen. Aber er hat es halt auch ganz gerne, wenn man ihm nochmal ein Brot schmiert oder hier nochmal Ketchup drauf macht oder da was klein schneidet und so. Und wenn man gleichzeitig noch so ein ein anderes Kind auf dem Arm hat, was dann auch anfangen möchte zu essen. Das ist wieder das klassische Ding, zwei Erwachsene gegen drei Kinder. ist halt schwierig. Und das ist beim Essengehen halt auch schwierig. Rouven (08:20) Und ich glaube, wir sind jetzt schon voll in dem Thema angekommen, wie ist es denn dann mit drei Kindern? Denn das ist ja auch so eine Krux. Das Große merkt dann, dass man sich mit den anderen schwer beschäftigt. Und es kennt es noch, dass man auch die Sachen ihm schneidet, dass man das macht und jenes macht und hier mal schaut und alles. Und sobald eins anfängt, Blödsinn zu machen in einer oder anderen Weise, entweder sich beschwert, nicht essen möchte, immer. Daniel Schwingenheuer (08:32) Hehehehehe Ja. Mhm. Ja. Rouven (08:49) Das ist wie so eine lawine da kommt eine große welle und wenn du ganz noch den lawinen stopper irgendwo wenn du noch ganz schnell die not sprengung irgendwo hast die das abreißt diesen strom oder wenn der panzer durch die feuer die feuer schneise man Wenn du das noch schaffst ist gut ansonsten fangen die halt an wirklich sich gegenseitig ein bisschen hochzudrehen weil das ist so der eine sieht der andere macht nicht der andere macht was blödsinn Jetzt die kleinen die kleinen also bei uns ist jetzt so die sind jetzt ⁓ Daniel Schwingenheuer (08:51) Mhm. Mhm. Rouven (09:19) Und wenn einer anfängt Sachen runter zu werfen oder das Näpfchen, das Schale rum zu drehen, also so ein Ding, ist halt so diese Ikea-Dinger halt, wenn die das rumdrehen, dann kannst du schon zählen von 5 runter und das andere Kind so, boop. Du so, warum das ist so ordentlich, das hast du schon, wenn das eine bei dem anderen sieht, guckst du, dass das abgelenkt ist, dass das nicht merkt. Aber Daniel Schwingenheuer (09:26) Haha! Mhm. Fliegt das bei mir genauso? Rouven (09:49) Es ist wirklich, also ich muss ja sagen, wir haben da sehr früh mit angefangen mit den Kleinen. Auch, also sobald die dann auch da, also immer den Schalen dabei, also in diesen Liegeschalen, die man auf die Stühle drauf machen kann, jetzt in den Sitzen. Das waren zwei Monate oder drei Monate zwischendurch, wo es echt schmerzhaft war fast. Oder was heißt, es war schmerzhaft? Wir gesagt, wir wollen das. Das ist ein Gemach, dass wir irgendwie zusammen essen, also das Abendessen und das Daniel Schwingenheuer (09:58) Ja, ja, ja. Mhm. Rouven (10:16) gehört was es gehört sich aber das ist dazu gehört dass man das auch versucht weil sonst fängt es halt irgendwie nie an wenn man das immer weiter schiebt passiert es halt nicht und das waren wirklich zwei Monate die wirklich weh getan haben weil es sehr schlecht funktioniert hat einer hat immer gebrüllt einer wollte nicht und so oder war ja noch kleiner kommen wir nicht so mit ihnen sprechen dass es wirklich immer irgendwie gerangel und kampf war und jetzt so seit ein paar monaten ja manchmal hat einer keinen bock auf essen oder sowas was wirklich schön dass sie miteinander interagieren dann Daniel Schwingenheuer (10:24) Ja, ja, ja. Ja, ja. Rouven (10:46) Gabs z.B. Pfannekuchen bei uns und dann hat die Große, also die Kleinen kriegen immer ohne Speck, weil wenn die einmal Speck hatten im Pfannekuchen, essen die kein Pfannekuchen mehr. Also wenn die einmal dieses, das, das die süße Frucht gesehen, gesehen nur haben, dann gibt es das andere nicht mehr. Und das, und dann hat die Große die ganzen bei sich alles rausgefummelt und hat das dann verteilt an die später. Und das ist total schön. Also wenn die dann anfangen miteinander schön zu interagieren. Daniel Schwingenheuer (11:08) Das ist ja wirklich schön, das ist toll. Das ist super. Rouven (11:13) ist es es mega und zwischendurch sind die halt einfach bescheuert. Aber das ist immer so. Daniel Schwingenheuer (11:18) Das gehört dazu. Und tatsächlich, glaube ich, hast du was ganz Wahres gesagt. Und das ist, glaube ich, auch die Message, die wir auf jeden Fall rausgeben müssen. Immer wieder versuchen und dann irgendwann funktioniert es. Es gibt ja auch so Studien, auch bei Lebensmitteln, die Kinder dann das erste Mal essen, Brokkoli oder so, dass die im Schnitt, ich glaube, über zehn Kontakte, das war irgendwie 12, 13, 14, 15 Kontakte mit einem Lebensmittel brauchen, bis sie das mögen. Einfach weil sich die Geschmacksnerven auch daran gewöhnen müssen, zum Beispiel wie etwas schmeckt. Und das ist einfach ein ganz normaler Vorgang. Wenn ich aber nach dem zweiten Mal denke, hat den Bonkoli schon wieder weggeworfen, kriegt er nicht mehr, mag der nicht. Das ist halt dann der falsche Ansatz, weil das Kind noch gar nicht so weit ist, etwas mögen zu können oder halt eben nicht zu mögen. Und das ist halt das Dumme. muss halt Eltern immer als Eltern immer wieder versuchen. Und ich glaube, dass man das halt auch projizieren kann auf so eine Esssituation. Wenn die Kinder von Anfang an lernen, okay, da sitzen wir zusammen und da wird gegessen, da ist keine Ablenkung, da ist kein Handy, das ist Familienzeit, dann braucht das ein paar Mal, bis sie das gecheckt haben. Aber wenn du das danach weglässt, dann ist die Hölle los. Das ist doch ein schöner Zustand, wenn es für die Kinder einfach dazu gehört. Wie bei uns jetzt mit dem Frühstück, mit dem großen. Rouven (12:34) Und die sind auch total wie wild. wenn ich hab gestern gekocht, da gab es irgendwie Paprika mit Spätzle und irgendwas, da kommen die anderen in die Küche, also wirklich in Reihe ⁓ immer und wollen irgendwie was machen. Die wollen den Tisch mitdecken, das heißt, die kriegen dann die Kleinen kriegen Plastikschädchen, die Kleinen, wie eben erwähnt, Näpfchen, die kriegen die Kleinen Plastikgabe, die kriegen Löffel, die Große kriegt dann die normalen Schalen und so und dann bringen die das, die laufen so in der Polonese-Blankinese immer wieder zum Tisch. Räuben das da alles irgendwo hin, irgendwo drauf. Sind maximal begeistert, zeig ich schon hoch, da oben ist es, da oben ist es. Und da muss immer die nächste wieder auf den Arm. Und die eine hat mir dann geholfen, die Spätzle in die Pfanne zu machen. Die nächste kam dann an, hat gesagt, willst du probieren? Dann hat die die Hackpfanne probiert, also die Tomatensoße. Dann ist die wieder weggerannt. Also die sind auch richtig so wild da drauf. Und wenn du sagst, jetzt geht's an den Tisch, dann hängen die sich, das haben wir jetzt versucht, wieder abzugewöhnen, die haben das halt selbst sich ausgedacht, an diese Tabletts dran. und wollen sich in die Stühle ziehen. Also, die sind wirklich so, dass sie sagen, ich bin auf meinem Platz, ich sitze da, es geht los, und dann gibt es halt noch immer was, wie er auch gesagt hat, machen wir immer, was wir schön finden. gibt halt immer dieses, nimmt sich an die Hände und wünscht sich guten Appetit. Damit fängt man an. Weil dann wird auch nicht einfach losgegessen oder irgendwas, man hat keinen... wir machen das auch mit Gästen, egal wer da ist, das wird halt bei uns, machen wir das. Wenn jemand bei sich sagt, ich mach das nicht, muss man das nicht machen? Daniel Schwingenheuer (13:46) Ja, schön, auch schön. Ja, super schön, Ja, ja. Rouven (14:00) Die große fordert das trotzdem ein natürlich für sich manchmal macht man das dann auch so mit zwei Händen oder sowas. Sie kennen es halt so aber ich finde damit startet man das so und was du eben angesprochen hast mit den kleinen oder mit Daniel Schwingenheuer (14:04) Ja, ja. Wann habt ihr damit angefangen? Weil ich merke nämlich, haben es auch mal eine Zeit lang gemacht mit unserem Großen. Das ist jetzt ein bisschen verschüttet gegangen, weil das Essen mit den Kleinen halt noch so läuft. Die sitzen halt auf dem Arm und dann kriegen die halt gerade was. Man selbst kann noch nicht mitessen und so. Es ist noch nicht so, dass sie einen eigenen Platz haben beim Essen, weil sie halt auch noch nicht selbst sitzen können und man kann sie noch nicht alleine lassen. Und dementsprechend ist genau dieses, okay, wir starten jetzt alle gemeinsam, ist ein bisschen schwierig. Rouven (14:29) Hm? Daniel Schwingenheuer (14:38) weil wir einfach durch die Situation nicht gemeinsam starten können. Rouven (14:42) Sobald sich die situation gibt dass du gemeinsam starten kannst das heißt die sitzen in ihren stühlchen drin Können irgendwie was mit snacken beißt eine scheibe brod ab dem moment haben wir das halt versucht ab dem es halt geht auch Du kannst natürlich auch in diesen liegeschalen irgendwie mal dazusetzen und wenn die an irgendwas rum bemüllen können geht das ja auch Daniel Schwingenheuer (14:52) Ja, okay. Apropos, wir haben letztens eine super schöne Situation gehabt. waren Freunde von uns hier und wir haben Pizza bestellt. Die Freunde, auch ein Kind, glaube ich jetzt drei, knapp vier und ein Neugeborenes dabei. Und danach wir Pizza bestellt und unsere beiden Zwillinge haben beide so Stück Rand in Hand gehabt. Unser großer, mega begeistert, dass er sein Stück Pizza hatte. Alle Erwachsenen waren happy, weil eine Pizza da war, der andere Rouven (15:01) Aber es ist so. Daniel Schwingenheuer (15:29) hatte natürlich auch eine Pizza nur das eine Kind was gerade noch gestillt wurde das hat natürlich keine Pizza gegessen aber wir waren halt ein Jahr später ja es war halt einfach noch zu klein hat auch nicht gecheckt dass wir was anderes essen außer Milch und aber es war halt einfach so ein riesen Haufen und nach dem ganz großen Chaos war dann plötzlich einfach so gefrässige Stille weil alle in Klammern minus eins Pizza gegessen haben super schön Rouven (15:33) Aber später. Da merkt man aber auch was was essen dann für eine ruhe rein bringt und was das für ein wichtiges ritual ist dass es hat nicht dieses reine nahrungs aufnehmen in sich ist sondern es ist zeit zusammen es ist was essentiell ist wenn man muss ja essen fürs leben und das halt gemeinsam zu machen und mit dem wo wir letztes mal darüber gesprochen haben im kochen zusammen sind halt einfach schöne rituales zusammen zeit verbringens und Die noch gut zu nutzen also weil man muss ja essen und man muss ja kochen also dann lieber als schöne zeit weil die zeit ist ja sehr knapp Daniel Schwingenheuer (16:00) Ja voll. Rouven (16:27) im Alltag, wenn man ehrlich ist. Daniel Schwingenheuer (16:29) Ich glaube, wir kommen jetzt mal zu der Phase, Sie ein paar Takeaways mitgeben, weil das ist ja das, was am Ende wichtig ist. Also, Essen ist, glaube ich, überhaupt nicht zu unterschätzen, was die Routine anbelangt. Ich weiß, so aus dem Studium und hinter der WG-Zeit und so Essen hat man auch mal so nebenbei gemacht. Aber ich glaube, gerade mit Kindern ist das so, so essentiell, das als Routine zu etablieren und als Familienzeit. Und dass da kein Handy mit dabei ist. dass dabei kein Fernseher läuft, das ist, glaube ich, auch gerade für Kinder extrem wichtig, die halt vorher noch keinen Kontakt hatten zu essen, nicht wissen, wie Sachen schmecken. Und wenn man die dann direkt schon mit was anderem ablenkt, dann wissen sie auch hinterher nicht, wie was schmeckt und schauen von alles in sich rein, merken im Zweifel auch gar nicht, dass sie satt sind. Dann habe ich das bei euch mitgenommen mit dem, am Anfang, starten gemeinsam und haben dann noch irgendwie so ein, was sagt ihr mal? Piep, piep, piep? So dabei. Rouven (17:24) Pipipip, wir haben uns alle lieb, guten Appetit. Das geht. Und wenn alle Hunger haben, machen wir das ganz, schnell. Und wackeln ganz schnell mit den Händen, dass es ganz schnell geht. Und dann vernachln wir alle. Daniel Schwingenheuer (17:27) Ja, ja genau. Es ist auch großartig. das ist jetzt was, das habe ich aber für mich schon realisiert, weil ich glaube, meine Eltern das gemacht haben. Ich habe auch von Anfang an gelernt, mit Besteck zu essen, und zwar mit Messer und Gabel. Und ich bin irgendwie in meinem ganzen Leben war es für mich immer am angenehmsten, mit Messer und Gabel zu essen. Und das bedeutet auch, egal in welcher Gesellschaft ich gerade unterwegs war, ich habe mit Messer und Gabel gegessen und es war aber auch kein Problem. Es gibt so andere Leute, die ich kennengelernt habe, die sagen, boah, Mensch, ich fühle mich einfach am wohlsten, wenn ich immer nur eine Gabel und dann irgendwie so so daraus schaufel. Und weißt du, weißt du, was ich meine? Und ich will das, will das überhaupt nicht verurteilen. Genau. Aber ich habe, ich habe halt einfach Leute kennengelernt, die hinterher traurig waren, dass sie nicht von Anfang an gelernt haben, einfach immer die Rouven (18:11) Ja, ja, die sind mit der Gabel dann so durchteilen oder? Nö. Daniel Schwingenheuer (18:26) bestmögliche Variante zu nehmen mit Messer und Gabel. Für mich persönlich ist es einfach so, ich fühle mich damit am wohlsten und wenn ich nur eine Gabel habe, dann weiß ich gar nicht, was ich meiner zweiten Hand mache. Also klar, kann auch man nur mit Gabel essen, ist auch völlig okay, aber irgendwie, war für mich nie eine Überwindung zu sagen, ich muss mich jetzt benehmen, ich muss jetzt Messer und Gabel benutzen. Und irgendwie, wir haben das bei unserem Großen auch gemacht und es ist jetzt schon so, dass der als Rouven (18:38) In die Tasche. Daniel Schwingenheuer (18:56) kleines Kind da sitzt am Kindergeburtstag und dann mit Messer und Gabel isst und die anderen mit den Fingern und er weiß aber nicht, wie das mit den Fingern geht, so nach dem Motto. Es ist irgendwie, es ist erstaunlich, glaube ich, wenn man darauf früh achtet, was bei den Kindern hängt. Rouven (19:09) Ja, weil die nehmen das dann halt selbstverständlich mit. Und das ist dann für die so, okay, mach ich halt so, gibt ja nichts anderes. Daniel Schwingenheuer (19:12) Ja, genau. Ja. Rouven (19:17) Spannend, spannend. Ja, das... Vielleicht macht das doch wieder ein Knick nach unten, weil wenn die Kleinen dann nämlich anfangen mit den Händen zu essen, wenn die das dann nicht können, dann geht das manchmal nämlich auf der anderen Seite wieder los. Was ja nicht schlimm ist, ne? Gehört ja alles dazu. Daniel Schwingenheuer (19:26) alles okay, ist also ja und das hatten wir ja auch schon ein paar mal, alles nicht so wahnsinnig dogmatisch machen. Ich glaube aber allein die Tatsache, wenn man selbst vorlebt und dann halt immer Messer und Gabel oder Gabel und Löffel, je nachdem, wenn du den passt, das ist halt auch völlig normal halt. Aber wenn du selbst halt diese Regel befolgst, dann sehen die Kinder, so macht man das, fertig. Gutes. Aber es setzt sich halt einfach vor, das ist krass. Rouven (19:50) Die klassische Vorbildfunktion. Es ist wie in allem das Muster. Wenn man es vorlebt und irgendwie positiv das Ganze vermittelt und immer wieder versucht, wie in allem, glaube ich, irgendwie gefühlt im Leben, dann kann halt auch was passieren. Wenn man direkt ausgibt am Anfang, sobald das erste Hindernis kommt, dann ist halt, es gibt halt viele Hindernisse und die muss man überwinden. Wo du eben noch nach Tipps gefragt hast. Ein kleiner Tipp. Gurken. Geschnittene Minigurken oder normale Gurken, weil wenn die noch ihre ersten Zähnchen haben und es mal drückt oder sowas, Daniel Schwingenheuer (20:09) Ja. Okay. Ja. Rouven (20:24) Dann kann man denen immer noch eine Gurke geben, so eine Geviertelte. Ja, dann nagen die so das Innere raus, kauen drauf rum. Das ist für die einfach was, was kühlt, wenn die Zähne kommen, was zum Snacken ist, was einen anderen Geschmack hat, wenn sie es mögen, was sie einfach zwischendurch nehmen können, was aber nicht so ein Lebensmittel ist, was dann das andere verdrängt, sag ich mal. Also du hörst ja nicht dann auf, dein Hauptessen zu essen, weil du eine Scheibe Gurke hast, wie bei Teller, wenn du jetzt so einen im Restaurant Teller kriegst. Du sagst jetzt nicht, die Entenbrust, die mag ich jetzt nicht mehr, da ist ja eine Gurke drauf. Daniel Schwingenheuer (20:37) Mhm. Ja, ja. Rouven (20:53) Die ist die Gurke halt mit, aber die ist dann halt relativ wertneutral. Aber für die Kiddies, vor allem mit den Zähnchen und so, ist das sehr, hilfreich gewesen. Daniel Schwingenheuer (21:01) Ja, Schluss habe ich noch eine Frage. Bist du satt, nachdem ihr alle zusammen gegessen habt? Rouven (21:10) Ja? Also ich muss gerade... Es gibt... ich weiß nicht ob die daher kommen... Es war schonmal leer das Essen jetzt mit den Kiddies Also wir haben zusammen so eine Packung Nudeln gegessen mit den zwei kleinen... So und es gab mal Weißwürste, dann haben wir keine Würste bekommen. Wie weiß ich? Hab ich mir gedacht. Daniel Schwingenheuer (21:13) Aber du weißt woher die Frage kommt. Okay, verstehe. Ja, das ist nochmal ein ganz anderer Aspekt. Tatsächlich meinte ich den nämlich überhaupt gar nicht. Also wir haben es nämlich jetzt auch schon ein paar Mal so gehabt, dass dann so viel Trubel beim Essen war und dann guckst du das zu dem einen da was kleinschneid ist und der nächste möchte auf den Arm und dann irgendwie gefüttert werden und so. Und dann war aber schon so viel Müdigkeit da, dass die Dinge runtergeflogen sind. Man hat gedacht, na komm, jetzt geht es besser ins Bett. Und dann kommst du. Rouven (21:45) Mh-mh. Daniel Schwingenheuer (22:02) Nachdem du alle Kinder ins Bett gebracht hast, super hungrig nach unten und denkst, geil, jetzt erstmal in Ruhe was essen. Rouven (22:07) Ja, das war eine Anfangsphase auch, wo dann irgendwann manchmal auch die Nerven blank liegen oder man auch gesagt hat, ich hab jetzt grad eigentlich gar kein Hunger mehr, weil das macht dann auch grad keinen Spaß. Dann gehört das dazu. Dann isst man die Kleinigkeit später noch oder so, aber man hat es trotzdem versucht, den Kindern das vermittelt. Daniel Schwingenheuer (22:14) Ja, ja, ja. Ja. Ja, ich bin inzwischen echt auch so weit an Rigoros zu sagen, bevor ich mir jetzt in drei Sekunden hier irgendwas reinschaufel, dann warte ich lieber, hab Hunger und hab vielleicht im besten Fall hinterher noch mal eine Viertelstunde, ich in Ruhe was Kaltes essen kann. Rouven (22:37) Ich war ja bei der Bundeswehr und dabei die Regel wenn der Zugführer aufsteht dann ist das Essen vorbei und wenn du halt als letzter da reingegangen bist, war der als erster drin. heißt 40 Mann haben vor dir das Essen gekriegt, 39 und dann hast du gesessen und im Worst Case hat er sich nur einen Pudding geholt, weil er bei der Dönerbude vorher war und ist aufgestanden. Und dann hast du einfach innerhalb von vier Sekunden so ein halbes Ding gegessen. Also ich habe das noch nicht abgelegt. Daniel Schwingenheuer (22:50) Hahaha Jetzt hast du drei Zugführer zu Hause. Okay. Rouven (23:07) Ich ja vier und deswegen ich bin ja sehr schnell gut im schnellen essen ob man danach glücklich ist oder so ist ein anderes thema dass man sagt jetzt hat man einfach nur gegessen aber das wird wie gesagt jetzt viel viel besser unter hängen aber auf dem essen Daniel Schwingenheuer (23:23) So, jetzt seid ihr dran, Was habt ihr festgestellt beim Essen zu Hause? Welche Rituale habt ihr? Wie macht ihr das? Habt ihr bestimmte Gerichte, die ganz besonders gut gehen, auch für eine große Familie? Kommentiert einfach unsere Podcast-Folge, schreibt uns bei Instagram, schreibt uns eine E-Mail auf unserer Website. Ganz egal. Sagt uns auf jeden Fall gerne Bescheid, wie ihr das macht. Und vielleicht habt ihr ja auch Aspekte, wo ihr sagt, nee, das machen wir ganz anders oder das sehen wir gar nicht so gut, was ihr da so macht. Also von daher, gebt uns einfach Feedback, schreibt uns und wir sind gespannt auf das, was ihr uns da so erzählt. Hast du noch irgendwas zu sagen? Rouven (24:02) Wir sind dankbar für jeden Tipp und jede Hilfe, wo wir auch lernen können. Und vielen Dank fürs Zuhören. Daniel Schwingenheuer (24:07) bis dann, tschüss!

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